Donnerstag, 14. Februar 2013

Und was macht das Leben?

... nach einer Runde Surfen im Internet habe ich mal wieder viel erfahren, was so alles auf der Welt passiert ist und geschieht. Das geht recht zügig, kein Problem für Zwillingssonnen, wenn sie einigermaßen wach sind, Informationen aufzunehmen. In den vergangenen Monden stellt sich mir aber immer wieder die Frage: Und was mache ich jetzt damit? Mit diesem angeblichen Wissen?
Erfahre, das der Großteil der im Supermarkt erhältlichen Lebensmittel keine sind - was ich schon wußte, da muß man nur mal seinen Körper dazu befragen - und inzwischen in China produziert werden und angeblich unter nicht schönen Bedingungen.  Aha. In Kosmetik-Artikeln werden irgendwelche Teile von Föten verarbeitet und anderes Zeugs, welches nicht gesundheitsförderlich ist. Glaube ich sofort - da muß mensch einfach mal seiner Nase nachgehen. Fluor in der Zahnpasta - ja, deshalb kaufe ich meine ja beim Inder, da ist sowas nicht drin.
Die Franzosen dürfen angeblich nichts mehr mit Bargeld erstehen, was den Betrag von 1.000 Euro überschreitet. Ja - ist ja schon lange geplant, jeglichen Zahlungsverkehr mit Bargeld abzuschaffen - wegen der "Transparenz" .... mein persönliches Allergiewort derzeit.  Wird wohl zuerst über Smartphones laufen - und wenn der Traum so weitergeht, via Chip. "Transparente Menschheit". Der Vatikan soll Dreck am Stecken haben und der Papst angeblich eine Morddrohung erhalten haben. Ganz neue Nachrichten, daß es bei der katholischen Kirche um viel Macht und Geld geht. In NRW soll demnächst Mutter Erde "gefrackt" werden. Super-Idee, der Erde weitere naturgegebene Substanzen mit hochgiftigen Chemikalien herauszuziehen - unter Inkaufnahme, daß das immer noch gute Trinkwasser verseucht wird. Fangen wir doch gleich im bevölkerungsreichsten Bundesland an - das gibt feine Erlöse für Ärzte und Pharma-Konzerne. Gleichzeitig wird´s Trinkwasser an "Privatunternehmen" verkauft - und ich frage mich, von wem genau?
Drohnen braucht "der Staat" auch - weil er ja mit dem Fortschritt gehen muß. Anhaltender Arbeitsplatzabbau erfreut die Aktienbesitzer - wie schon seit Jahren. Neusprech ist inzwischen absolutes Muß für alternativlos angeordnete politische Korrektheit. Usw usw. ... Wer schon einige Jahre lang die Materie beobachtet - braucht nicht viel Zeit, um die "Neuigkeiten" zu überfliegen. Aber wem nützt es?  Und was macht das Leben inzwischen?
Bemerke in den letzten Monden - daß alle diese "Informationen" eines gemeinsam haben: Sie erzeugen Angst. Diffuse Überlebensängste. Sicher bei vielen auch greifbare Lebensängste. Immer mehr Selbstmorde auf dem Kontinent - Menschen verbrennen sich sogar selbst vor Parlamenten. Wenig bis nichts davon in den Mainstream-Medien. Aber - egal auf welche Medien oder Kanäle ich gehe - überall ist das Thema "Angst".  Auch bei den Alternativen - da bewaffnen sich Menschen mit Überlebensvorräten und arbeiten an einer Autarkie für den Katastrophenfall. Oder sie meiden alle Gifte - was zu einer Ganztags-Beschäftigung ausarten kann. Ich werde es mir also sparen, in meinem Duschzeugs nach giftigen Substanzen zu suchen. Und ab und an mal ein bischen Gift - macht resistent. Ansonsten - steht es mir ja frei, meine Lebensmittel auf dem Markt einzuholen - regional. Und Marmelade kaufe ich grundsätzlich von Menschen, die diese liebevoll selbst machen - schmeckt eh besser.
Was das Bargeld betrifft - ich habe - in diesem Moment - gar keine 1.000 Euro. Und schon gar keine Idee, wie ich Durchgeknallte daran hindern könnte, Fracking zu betreiben und Drohnen zu kaufen bzw. einzusetzen - flächendeckend. Dazu bräuchte es immerhin eine sich wenigstens in Grundzügen einige "kritische Masse". Angeblich braucht es ja lediglich 10 % der Menschheit dafür - und ich bin schon lange dabei. Gibt´s die denn immer noch nicht - diese schlappen 10 %? Dann - weiß ich mir auch keinen Rat. Und dann muß es eben noch eine Weile so weitergehen.
Derweil - schaue ich mir an, was innen drin los ist - und stelle fest, es handelt sich bei jeder Angst im Grunde um Todesangst - in immer anderen Mäntelchen. Manchmal mehr und manchmal weniger offensichtlich.
Stelle fest, daß ich bis vor nicht allzu langer Zeit wohl noch geglaubt habe - irgendwie unsterblich zu sein. Und stabil eingebunden ins Leben - unerschütterlich quasi. Seltsame Idee. Jetzt geht´s mehr Richtung freiem Fall. Nichts greift mehr und nur wenig bietet noch Halt. Eigentlich - zeigt mir das der Wahnsinn auf dem Planeten sehr gut. Und im privaten Bereich gibt es auch genügend Unvorhergesehenes, welches in die gleiche Richtung weist.
Etwas - was ich zwar auch schon früher wußte, aber dennoch nicht recht glaubte: Es gibt keine Sicherheit. Und - es gibt auch niemanden, der weiß, wohin es geht - selbst, wenn er es glaubt. Es gibt nur unzählige Möglichkeiten ... in einem großen Traum, der am Ende tödlich endet - für diesen Körper. Nein, das ist natürlich nichts Neues. Neu, anders - ist lediglich die "eigene Wahrnehmung".

Diese Flut an "Informationen" - die unüberschaubar ist für einen begrenzten Verstand - führt also nicht zu mehr Wissen - sondern im Gegenteil - zu immer mehr Unwissenheit. Auf weltlicher Ebene. Der eine sagt so - die Andere so .... Die eine will dies - der Andere das. Alle wollen recht haben. Alle wollen nur das Beste - und niemand weiß, was das ist. Niemand will es jetzt - alle wollen es in der Zukunft - anders und besser machen. Für die Zukunft sorgen. Noch dazu - aufgrund von Erfahrungen aus der Vergangenheit - die auch jeder anders interpretiert.
Und jetzt? Wie ist es jetzt? Und jetzt? .....  Fliegt sich doch ganz gut.

1 Kommentar:

wildgans hat gesagt…

Wie gut, dass ich DAS nicht mehr erleben muss, meinte meine Mutter oft...und strickte sich ein hübsches Jäckchen.
Das kann ich nicht.
Ich lasse den Schnee unter den Wanderschuhen knirschen oder hacke Holz....
Ja, jede und jeder interpretiert anders...
Keine Angst vorm Fliegen...