Mittwoch, 20. Februar 2013

Frei ....

.... in der Nacht träumte ich, daß die Häuser, in denen ich einst lebte als Kind und für kurze Zeit als Jugendliche - schwarz angemalt wurden. Die Grundierung war schon aufgetragen, ich sah es im Vorbeifahren mit der Limousine. Alle anderen Häuser in dem Viertel waren gelb und orange. Ich wunderte mich - und dachte, wie häßlich. Und schwarz - die Farbe des Todes. Das Haus, in dem die Mutter bis zuletzt lebte, ebenfalls. Dachte noch - gut, daß sie es nicht mehr erlebt. Dann wachte ich auf und erinnerte mich an den Traum. Und auch an einen anderen Traum, in dem ich ganz woanders lebte, irgendwo weit weg von der Kolonie. Plötzlich - lösten sich alle Erinnerungen und ich bemerkte: Ich habe gar keine Mutter. Und keinen Vater. All das sind Illusionen. Alle Erinnerungen - an ein Leben - sind Illusionen. Und Geschichten. Aber nicht die Wahrheit. Die Wahrheit ist: Ich bin frei. In diesem Moment. Und frei - von allen Geschichten. Es ist nicht nötig, an irgendetwas festzuhalten, was scheinbar irgendwann einmal war. Es gibt nur das - was jetzt ist. Und in diesem Moment - bin ich völlig frei. Frei von den Träumen und Illusionen - die ein geradlinig verlaufendes Leben vorgaukeln. Eines mit einer "Geschichte" und einem "Faden". Eines mit "Wurzeln" und "Herkunft". Eines mit "Mutter" und "Vater" und anderen Personen. Tatsache ist - ich habe weder Mutter noch Vater - jetzt. Irgendwann habe ich sowas mal geträumt. Und viel anderes Zeugs. Aber alle Träume - waren, sind flüchtig. Und ich bin nicht nur "frei von" ... sondern da ist einfach - alles frei. Wie bleibt man dort? Kleiner Scherz - denn schon konstruiert der Verstand wieder eine Art "geradlinigen Verlauf mit Notwendigkeiten". Aus der Vergangenheit, also aus einer Erinnerung heraus, wie es mal gewesen sei. Gestern oder vor ein paar Jahren. Lauter altes Zeug, Traumzeug, welches die Sicht auf die Realität verstellt. Schon taucht die Welt mit all ihren Erscheinungen auf und mit den Glaubensmustern. Und die stärkste Illusion - nämlich, daß die Welt so sei, wie sie erscheint. Dabei - erscheint das alles nur in einem Traum von Wirklichkeit, der für real gehalten wird. Die Übung bleibt - den Traum als solchen zu erkennen. Im Traum erscheint Uranus - und fegt gründlich die Gedankenräume aus.

Keine Kommentare: