Ich schaue mir mein kleines, kurzes und begrenztes Leben an - und stelle fest: Ich habe da scheinbar ein paar Themen - die mich immer wieder irgendwie einholen und die scheinbar auch irgendwie gelöst werden wollen. Allzuviele sind es wohl nicht. Ein paar wenige eben. Als ich einst für einige Jahre zum Satsang ging und aufmerksam lauschte, was andere Menschen jeweils beschäftigte - stellte ich fest, daß es bei jedem einzelnen immer wieder um die gleichen Themen ging - in anderen Kostümen, aber im Kern die gleichen Themen. Manche Frau saß regelmäßig beim Meister vorne - und berichtete über Beziehungsprobleme. Mancher Mann ... dito. Andere - sprachen über andere Dinge, Aber in der Regel - änderte sich auch über Jahre nichts an den eigentlichen "Aufgaben". Und diese - sind bei jedem anders. Also schwerpunktmäßig.
Letztlich - kann man von fast allen etwas lernen, indem man einfach zuhört - und sich selbst wiederfindet. So verschieden ist der Mensch im Inneren gar nicht von seinen Mitmenschen. Nur die Schwerpunkte, die Lernaufgaben - scheinen jeweils individuell zu sein.
Mit einer mir wertvollen Freundin, die ich in sehr verschiedenen Lebenssituationen immer wieder einmal unverhofft wiedertraf - erstaunlich eigentlich - tauschte ich mich einst und auch heute noch genau darüber aus. Über diese Beobachtung, daß die Menschen jeweils immer wieder mit den gleichen Themen beschäftigt sind. Wir selbst - auch. Solange, bis es sich löst, gelöst ist. Am ehesten würde ich das mit dem Bild einer Spirale in Verbindung setzen - Du kommst immer wieder an die gleiche Stelle, die sich Dir präsentiert - in neuen Formen.
Kürzlich trafen wir uns - im Gespräch über diese "Sexismus-Debatte" - vor jeweils unterschiedlichen Lebensgeschichten. Sie als ehemals engagierte "Feministin" - und ich eher aus der Position der Ignoranz und Respektlosigkeit gegenüber jedem, der mir suggerieren wollte, wie ich mich als Frau verhalten soll(t)e.
Sehr schnell aber - kamen wir beide drauf - daß wir momentan ganz andere Dinge zu meistern haben - als diese Debatte. Und daß wir inzwischen beide ein Alter erreicht haben - in dem wir uns damit nicht mehr wirklich beschäftigen brauchen. Sie eher noch als ich - weil in Beziehung lebend mit einem sehr charmanten männlichen Exemplar, der sich durchaus gerne auch von anderen Frauen begehrt fühlt. Das ist aber widerum - sein Thema.
Fazit war also - hier schlägt wieder einmal eine Debatte hoch - die vermeintlich alle interessieren soll - aber die Fakten liegen anders.
Und so - geht es mit allzu vielen "öffentlichen Debatten" in unserem medialen Zeitalter. Plötzlich und scheinbar aus dem Nichts schwappen riesige Wellen hoch - und mensch soll sich scheinbar dazu positionieren. Zu jedem Furz. Und zu ewig-wiederholten Themen - die man selbst vielleicht schon lange durch hat. Oder die gar nie auf dem eigenen Hausaufgaben-Plan standen. Und auf die mensch allzu oft keinen echten Einfluß hat.
Alles zusammen - lenkt oft ab von den ganz individuellen Aufgaben und von dem, was ein Mensch in einem kurzen und beschränkten Leben für sich lernen kann - und soll.
Ein Beispiel: "Islamistischer Terror" ... Hallo?! Ich arbeite jetzt im neunten Jahr auf der Straße und treffe auf etwa 65-70 % muselmanischer Kollegen. Habe anfangs ein paar wenige Monde gebraucht - um meine eigenen Ressentiments zu erkennen - und seither darf ich mit all diesen Menschen in Frieden sein - und sie ihren eigenen Themen überlassen. Darf mich sogar mit solchen in Frieden und respektvoll unterhalten - und etwas daraus lernen - die völlig anders ticken, als ich. Anders gesagt - war es auch bei mir - erstmal den nötigen Respekt aufzubringen, statt lediglich Vorurteile. Aus rein praktischer Erfahrung also - kann man bei mir keinerlei irrationale Ängste mehr vor angeblichen "Salafisten" o.ä. schürenm mittels medialer verordneter Trennung.
Ein Wiener brachte es auf den Punkt: Alle diese Debatten dienen dem "Dividere et Impere" - und ich ergänze - dienen der Ablenkung von den eigentlichen Verbrechern und Schurken. Aber selbst dies - ist eine Fallgrube: Es nützt auch nichts, auf andere Schurken zu zeigen. Nur damit - kann ein Mensch (s)ein ganzes Leben verbringen - ohne sich mit dem zu beschäftigen, was gerade wirklich dran ist. Also "zuhause" - bei sich selbst.
ADS - eine debattenschwangere Abkürzung dafür - Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom.
Je mehr ich mich in irgendwelche von außen an mich herangeführten Debatten verstricke - desto mehr verliere ich mein eigenes Leben aus den Augen. Verliere die Überschaubarkeit - der wenigen für mich wirklich relevanten Themen - die meistens an einer Hand abzuzählen sind. Wenn überhaupt.
Hier - kann ich mich fast schon wieder für die aufgeschlitzten Reifen vor der eigenen Tür bedanken - die mich auf mich selbst zurückwerfen und mich aus sinnfreien Weltbetrachtungen und ewig-andauerndem Welten-Gelärme, auf das ich keinen wirklichen und direkten Einfluß habe, zurückholen - in eine kleinere Welt. Dorthin, wo ich mich gerade befinde. Wo Frieden gemacht werden muß. Wenn ich auch noch nicht weiß - wie genau. Nicht einmal weiß - ob es möglich sein wird.
Anders gesagt - seit ich meinen ersten PC anschaffte - mitsamt Internet-Zugang - so in 2000 oder 2001 .... habe ich nicht wirklich viel mehr gelernt über die Welt und das Leben - als vorher. Es wurde lediglich immer mehr und mehr - an Informationen, die sortiert und verarbeitet werden müss(t)en. Die Bilder erschaffen - und viele Meinungen. Der Irrsinn wächst - scheinbare Möglichkeiten tun sich auf - aber nicht zwangsläufig Erkenntnis. Keine von Wert jedenfalls. In dieser kurzen Lebensspanne.
Habe scheinbar gelernt - daß die Welt ganz anders ist, als ich dachte. Aber - ist sie das wirklich?
Oder gehen wir alle nur allzu leicht in Programme rein - die uns nicht wirklich weiterhelfen - und vergessen dabei, was wichtig ist? Eine Antwort habe ich nicht. Nur ein Gefühl - eine Wahrnehmung. Und eine Erinnerung - an Zeiten, in denen die grenzenlose virtuelle Welt noch keine große Rolle spielte.
Und die Erinnerung an einen Spruch eines Bruders: Kümmere Dich nicht um das, was Du nicht ändern kannst. Nur um das - was Du ändern kannst.
2 Kommentare:
Auch Astrologen und Wirtschaftsleute (Chefsache) nehmen sich der "Sache" bereits an....
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Dämonisches Gebiet
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Kurzauszug:
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Die planetariche Forderung lautete: "Verzichte auf Status um der Wahrheit willen". Es ist in jeder kränkelnden wie untergehenden Gesellschaft so, dass, wer die Wahrheit ausspricht ( Mars/Neptun ), ihr, Aletheia durch sich einen Ort auf Erden gibt, in Gefahr läuft, Ansehen, Anerkennung und Status zu verlieren.....
Dämonen drohen
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Sprechverbote bringen die offene Gesellschaft in Gefahr.
http://blog.wiwo.de/chefsache/2013/02/02/daemonen-drohen/
Kurzauszug:
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Verweigern Sie sich der Wortdiktatur, lassen Sie uns wieder offen und unverkrampft reden; Fragen zuspitzen, statt nur noch lauwarme, risikofreie Formulierungen zu suchen. Das ist das einzige Rezept gegen Unfreiheit.....
Astrophil
...beschäftigt sein lebenslang mit immer dem gleichen Thema...Wortdiktatur....stark. Weiowei, Nachdenkensstoff.
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