Mir fällt nichts Kluges oder Sinn-volles ein zum Jahreswechsel. Meine Aufmerksamkeit ist dazu erheblich mehr der Percht und den Geistern gewidmet, denen der Jahreswechsel eh unter ihrem Flug vorbeirauscht. Ja, das Rad des Lebens dreht sich weiter. Die Jahreszeiten .... Ich atme noch, mein Blut fließt spürbar warm durch´s Kraftwerk, mein Herz schlägt kräftig und langsam. Ich höre Musik, die ich mag und die meinen Herzschlag und die Zirkulation der Körperflüssigkeiten erfreut. Ehrlich gesagt - interessiert mich die Welt der Menschen mit dem ewiggleichen Geschrei nach Besserung und dem ewig gleich weitertobenden Krieg wenig in diesen dunklen und stillen Wintertagen, die es so komprimiert in sich haben. Ich gehe nur vor die Tür, wenn ich etwas einkaufen muß, also höchstens zweimal die Woche - ansonsten habe ich die Bronchitis in diesem Jahr als echtes Geschenk genommen - sie beschert mir einen langen Rückzug von der gefährlich vereisten Straße.
Ein offensichtliches Paradoxon - dieses Leben. Einerseits bin ich schon lange gestorben und einverstanden damit, andererseits möchte ich dann aber doch nicht bei einem Verkehrsunfall auf Eis in der Limousine verenden. Ein weiterer Ego-Scherz von so vielen, der da lautet "Nein nein nein, nicht so .... und etwas später bitte - ich will nochwas er-leben!"
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