Montag, 9. Juni 2014

Manschmol .... ben esch e bessche nostalgisch .....

.... obwohl ich diesen Kolonie-Kult meistens eher unerträglich finde.

Manschmol ävver - ben esch ooch e besche fruh - in Kölle jebore ze sin,
Wieso?
Weil die Menschen einen vielleicht temporär absurden - aber dennoch ungebrochenen Optimismus kultivieren.
"Ejaaahl - wat ooch passeeet - schalala ....."

Jetzt habe ich mich glatt verleiten lassen - mir "Birlikte" wenigstens kurz im Regional-TV anzuschauen - und ehrlich - mir gefällt es gut - wie die Zehntausende Menschen da zusammenstehen!

Nur dieser schleimtriefende Gauckler-Pastor - ist komplett unpassend - aber dennoch kurz geduldet - jedenfalls - so er auch wieder geht.

Diese uralte Kolonie - steht einfach dafür - schon seit Urzeiten -zig Mal scheinbar besetzt und erobert worden zu sein - von Hinz und Kunz - letztlich aber - wird kein Besatzer/Besetzer  je ernst genommen .... und die Minsche - bleeve - wie se sin.

Und sie feiern eben gerne - das Leben, den Optimismus - und sich selbst.
Mit Sprüchen wie "Loß d´r Kopp nit hänge" - "Et hätt noch imm´r joot jejange" - "Kü(t)st de hück nit - kü(t)ste morje ...." u.v.m.

Kölsches "Laissez-faire" quasi. Durch die französischen Besatzer hereingetragen - sehr lange nach einem römisch-mediterranen Lebensgefühl - Jahrtausende vorher.  Also sowas - wie "Uritaliener - bevor es überhaupt die Italiener gab ..... uahahaha. Goten und Germanen ..... sorgen für ungebrochenen Widerstand und Kampfeskraft - auf positive Weise.
Jetzt ein wenig türkische Gewürze - und solche Türken - die schon manchmal "deutscher als deutsch" sind - weil sie gerne hier sind.

Übrigens - ich darf das sagen - weil ich in der Kolonie geboren wurde und viele Jahre dort gelebt habe - immer noch dort arbeite: Die "Keupstraße" - hat viele Gesichter. Und Köln-Mülheim auch. Habe mal gut eineinhalb Jahrzehnte dort gewohnt .....gleich um´s Eck - und gestaunt. Auch darüber, was die Polizei so alles gar nicht sehen wollte.
Ganz unabhängig - von Nationalitäten ....

Die Keupstraße - samt Umfeld - war nie etwa harmlos oder niedlich - oder eine Oase der geläuterten Keuschheit  - im Gegenteil. Sie war und ist auch - ein Hauptumschlagsplatz für Drogen im Lande - neben anderen bekannten Straßen. Für Prostitution und "Schattenwirtschaft" - wie es heute so niedlich heißt.

Aber - ja - die Keupstraße war und ist sicher auch  noch - ein Ort, an dem sich ganz normale und arbeitssame Menschen treffen -  vorwiegend türkischer Herkunft - und sowas wie ein Stück "Heimat" in der Fremde genießen.
Kein "Ghetto" etwa - nur ein sehr lebendiges Stück Kolonie - mit überwiegend türkischer Kultur. 

Und heute - ein Ort von Begegnung - an dem erstaunlich viele Menschen ein Interesse daran haben - daß gewisse  Wahrheiten endlich ans Licht kommen !!! Für uns alle übrigens. Haben sie?

Immer wieder - wird seitens des "ÖR-WDR" lediglich auf eine Beate Tschäpe und eine angebliche "NSU" verwiesen ... so lange, daß es schon wieder albern ist. Und ich vernehme - der Intendant aus den USA wird auch noch etwas vermelden - einstiger ARD-Haupt-Nachrichten-Fritze.
Auch politisch-korrekt-justiterte türkisch-gebürtige Kabarettisten - dürfen die offiziellen Versionen - wieder und wieder bestätigen. Ich glaube nicht - daß seine Landsleute ihm diesen Unsinn abnehmen.
 
Aber  - wie der offziell verpflasterte Propaganda-Tenor auch lauten mag - und die künstlich aufgepflasterte Mär von "politischer Korrektheit -  es wird schon noch sonnenklar werden.  Jenseits von allen Lügen ... und für Menschen.   

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