... danke an den Sternenbruder nebenan, der mich neulich auch im scheinbaren Außen auf Neptun hinwies.
Nach kurzem Sinnieren brachte mich sein Hinweis darauf, daß ich mich über die Zeiten immer wieder mit den Göttern und Göttinnen angefreundet habe - allerdings Neptun immer ausgeklammert hatte. Anders: Er hatte sich nicht bei mir gemeldet. Besser: Ich habe nicht zugehört - obwohl er schon die ganze Zeit an allen Türen rüttelt - weil er so "unrealistisch" ist .... Man kann schließlich den Ozean nicht als "bodenständig" bezeichnen.
Oder so: Da muß mensch schon tief tauchen - um auf neuen Grund zu gelangen.
Tatsächlich ruft also Neptun schon ein lange Weile. Ich habe nur nicht hingehört. Habe meine kostbare Lebenszeit damit verbracht, allzu oft auf "Äußerlichkeiten" zu schauen. Neptun ist innerlich. Seele, Sehnsucht, Suche ... eigentlich alles, was uns Menschen hier im "Westen" zutiefst abgeht. Zugunsten einer angeblichen Realität, die nur noch in diffusen Zahlen dargestellt wird - in "Geldwerten", die es gar nicht wirklich gibt - an die aber dennoch zutiefst geglaubt wird. Und hier sage ich ganz und gar nichts gegen Geld - denn Geld an sich ist erst mal wertfrei - und dazu noch sehr hilfreich, um beispielsweise gute Projekte ins Leben zu bringen. Allein - ich sehe nichts von guten Projekten in der "Finanz-Industrie". Wohl aber - bei vielen anderen Menschen - bei den "Unbemerkt Merkenden" - wie der Sternenbruder es auch nennt. Oder so - bei den - noch - recht unbemerkt-Wirkenden.
Kreativität, Kunst, Seele, innere Bilder ... haben kaum Raum im kollektiven Welten-Gelärme.
Und fast jedes Kind hat ja einst vernommen - daß das alles nicht von Wert sei und "brotlos".
Das Leben der Menschenmassen wird auf zunehmend absurde Weise "berechnet" und durchökonomisiert - von den Wenigen, die davon profitieren wollen. Je mehr das Leben nur noch dem Mammon zugerechnet wird - und so ist es ja bereits - desto mehr Menschen haben wundersamerweise um ihre Existenz zu fürchten. Weil auch sie - an den unsinnigen und unseligen Gott Mammon glauben und ihm huldigen - wider bessere Wissens - bzw.im Wissen darum, daß dieser sich immer nur wenigen andient.
Scheint doch auf einen klaren "Systemfehler" zu deuten bzw. auf eine weitere falsche und seelenvergiftende Religion.
Und diese will ich - wie geschruben - nicht dem an sich neutralen Geld zurechnen - sondern den vorherrschenden Glaubenssystemen - in allen Kasten - die dem Mammon huldigen.
Anders: Geld ist einfach Geld - und ein nützliches Mittel für Energieaustausch - aber keine Religion - die aus ihm gemacht wurde. Es gilt also - den Mammon selbst und den Glauben an diesen Ungott abzuschaffen. Nicht das Geld als Tauschmittel, welches ja an sich eher praktisch gedacht ist. Also auch leicht - merkurianisch - besser, ein wenig Mittler-Papier als ein tonnenschweres Wagenrad an sich zu tauschen.
Interessant auch: Je weniger die geistige Nahrung wertgeschätzt wird - desto schlechter und gehaltloser werden auch die sogenannten Lebensmittel, von denen viele nur noch als "Füllstoffe" daherkommen, aber keine gesunde, vitale Energie mehr liefern.
Und auch in anderen Bereichen nimmt zwar der Konsum zu - wird aber die Qualität schlechter.
Statt Massivholzmöbel wie einst, die mehrere Generationen locker überdauert haben - kaufen wir Preßspan und Laminat. Und entwurzeln uns derart. Mobilität mit Preßspan ... beim nächsten Umzug einfach wegwerfen. Auf Dauer führt das in eine "Heimatlosigkeit" - seelisch wie örtlich.
Politisch gewollte "Völkerwanderungen" - die es in der Geschichte auch schon immer gab - zeigen die Entwurzelung noch deutlicher.
Früher mal habe ich mir gewünscht, daß die Menschen zueinander finden und diesen Unsinn von "Nationaler Herkunft" vergessen - also sich quasi wieder verschwistern. Allerdings war meine Vorstellung weit positiver, als die Realität gerade - in meiner Vorstellung war diese Entwicklung von allseitigem Wohlergehen und Wohlwollen begleitet. Nicht von "Entfremdung".
Aktuell vernehmen wir also hirnwäschemäßig und gebetsmühlenartig durch die Medien, daß nur gut ausgebildete Menschen ins Land kommen. Und ich wundere mich, wenn ich mit der Limousine an einem Containerlager lande - wo die vielen armen Menschen herkommen, die da auf eine Weise hausen, wie es niemand von uns hier sich wünschen würde. Diese aufeinandergestapelten Metall-Container werden in der Regel an Orten aufgestellt, wo ein normal-umtriebiger Mensch erst gar nicht vorbeikommt. Außer vielleicht ein paar Hundehalter beim täglichen Gassi-Gang.
In diesen Lagern finden sich alle möglichen Nationalitäten - die miteinander nicht viel zu tun haben. Die meisten sprechen nicht die Sprache des Landes, in dem sie gelandet sind. Und haben entsprechend viele andere kulturelle Wurzeln und Lebensgewohnheiten - anders gesagt: Nicht viel gemeinsam - außer dem Wunsch nach einem besseren Leben hier.
Als ich eine blutjunge Afrikanerin und ihr frisch geborenes Baby dort hinbringe - der Arzt im Krankenhaus hat ihre Taxifahrt bezahlt, das fand ich mal erfreulich - staune ich nur: Aha - das sind also die vielen Fachkräfte, von denen immer erzählt wird in den Zeitungen, im Radio und im TV ?!!!
Und ich dachte auch spontan: Eine tickende Zeitbombe.
Kannte dieses trostlose Lager noch gar nicht. Kannte schon ein paar "Asylantenheime", in denen es oft nur eiskaltes Wasser gibt und viele kleine Haustiere auf sechs bis acht Beinchen. Hier also - eine Menge neu angekommener Menschen, die gar nicht gesehen werden von den meisten Kolonie-Bewohnern. Bis sie in die Stadt gehen. Die ist fußläufig - die Container stehen auf dem Gelände des einstigen Straßenverkehrsamtes der Kolonie - allerdings für mit dem Auto Vorbeifahrende quasi unbemerkt.
Und die dort manches Mal betteln oder stehlen gehen werden - was sollen sie auch sonst tun! Was würden wir denn an deren Stelle tun? Besser - was würden wir vermögen?
Ein feines Wort: "vermögen" - verwandt mit "Vermögen".
Meine einstige Vision - ist also nur zum Teil wahr geworden: Ja, es sind nun viele Nationalitäten vermischt, was die Orte betrifft. Aber die Herzen und Seelen sind weit entfernt voneinander. Und die politische Kaste hat ganz sicher kein echtes Interesse an der vielzitierten "Integration" - im Gegenteil - sie nutzt diese aggressive Überfremdung für das alte "Dividere et impere". Und die Wirtschaftsflüchtlinge - als Sündenböcke, um - wie eh und je - von eigenen dahinterstehenden Motiven und dem eigenen menschlichen Versagen - aus der immer wieder kehrenden Gier heraus - abzulenken.
Ich nenne es schlicht: Überfremdung. Weil im Grunde bei keinem Beteiligten ein echtes Interesse füreinander vorhanden ist. Weil die Menschen nicht auf einem natürlichen, aus sich heraus wachsenden und sich-entwickelnden Wege zueinanderfinden - sondern nur aus schein-ökonomischen Gründen zusammengewürfelt werden.Die für die meisten beteiligten weiter bergab führen - und für Wenige scheinbar bergauf - bis sie vom Gipfel stürzen.
Wegen "persönlicher Überfremdung" bin ich auch aus der Kolonie weggezogen. Es war mir zuviel geworden - inmitten einer Million Menschen dort zu hausen - die nicht viel gemeinsam haben. Irgendwo eingekastelt zu sein wie in einem Schuhkarton und beim Gehen auf der Straße aggressiven Zeitgenossen ausweichen zu sollen, weil immer mehr ihre Ellbogen ausgefahren haben. Manches Mal wich ich nicht aus - und ließ es auf einen Zusammenprall ankommen. Ein Witz jedes Mal - die gespielte Empörung des Gegenübers. Und das waren nicht etwa Rambos - im Gegenteil!, die sind oft gemscheidiger, als allgemein vermutet - sondern eher mal ganz feine Damen.
Gestern hatte ich eine Stunde Zeit und ging durch die Straßen der Kolonie - die Limousine war in der Werkstatt. Eine häßliche, seelenlose Gegend mit eher nicht fröhlichen Menschen. Nichts als Beton - und Lärm und Gestank von viel zuvielen Autos. Das herrliche Frühlingswetter - kam gar nicht durch durch diese trostlose Kulisse.
Ich schaute mir vielen Häuser an - und wußte mich wieder sehr glücklich, nicht in solchen zu hausen.
Dieses Haus hier ist dagegen ein echtes Juwel - und hat Seele. Und rundum - Bäume und Wälder satt.
Dachte während der Schritte mit den schweren Stiefeln auf dem Asphalt: Aha - so sieht es also in einer Stadt eines der reichsten Länder dieses Planeten aus. Grau in grau - laut - stinkend - und weit und breit keine lächelnden, tanzenden, zufriedenen Menschen. An einer Ecke noch ein seelenloses Neubau-Gebäude - da sind die Alten untergebracht.
Weit und breit nur wenig Bäume oder Pflanzen überhaupt. Am Wegesrand ein paar wild und frisch sprießende Kräuter - von der Masse "Unkraut" genannt - und dabei das einzige, lebedige Elixier hier überhaupt - in einer völlig künstlichen Umgebung.
Überfremdung fühle ich, wenn ich mir in dieser Millionen-Kolonie die Menschen anschaue - die sich nur noch mit an die Haut angeschweißten Smartphones bewegen und ohne "Apps" nicht mehr in der Lage sind - sich wie auch immer zu orientieren. Also selbst zu orientieren - an und in sich selbst - aus sich selbst heraus.
Kaum noch jemand sagt - Moment, ich denke mal drüber nach. Nur noch: Moment - ich schaue mal eben nach. Sinnieren - scheint völlig passé.
Dachte auch: Wenn ich die schon als Zombies erlebe - um wieviel geisteskranker mögen diese denen erscheinen, die da gerade in den Containern angekommen sind? Also diesen vielen "Hochqualifizierten" - die tatsächlich noch ein offenes Feuer machen und echte Musik spielen und singen und betanzen. Der jungen Afrikanerin mit ihrem Baby - die es wohl bis Lampedusa geschafft haben - um dann in dieser anderen Trostlosigkeit zu landen - unter ganz anderen Zombies als zuhause. Vermeintliche "Wohlstandszomies".
Könnte hier noch viel weiter in den Ozean tauchen - aber lasse es mal soweit bewenden in der "Außenbetrachtung". Und will noch hinzufügen - daß jegliche direkte Begegnung mit Menschen, besonders auf so engem Innenraum wie in einer Limousine - sich in der Regel ganz anders gestaltet, als es die "taube Kollektivität" so verkündet.
Werde mich mit Neptun drüber unterhalten ... und mich mit diesem unerhört anfreunden. Ist eigentlich schon geschehen - nur noch viel besser kennenlernen will ich ihn.
Und immer wieder klingt dieser Spruch täglich tausendfach in mir - von dem ich vergessen habe, wer ihn einst so weise und so ähnlich in die Welt brachte:
"Die Welt braucht viel mehr Verrückte - schau nur, wohin uns die Normalen gebracht haben".
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