Sonntag, 5. Januar 2014

Psyche und Ekel ...

... fallen mir ein. Weil mir eine einstige Freundin einfällt - die sehr penibel auf Sauberkeit bedacht war. Nicht selten hat sie am Tage zwei-, dreimal geduscht. Eines Tages fuhren wir mit einigen ihrer Geschwister und Freunden zusammen in Urlaub. Meine erste und bislang einzige Pauschalreise - es ging in den Süden der Türkei.
Und ich hatte mehr als Glück - denn wir landeten in einem kleinen, äußerst bezaubernden Dorf etwa 200 km weit weg von all diesen grausigen Touristen-Bunker-Anlagen. In einem ganz feinen kleinen Hotel mit paradiesischem Garten - direkt an einem weiten, menschenleeren Strand gelegen. Soweit dort - auch für die Freundin alles sauber genug. Aber auf Ausflügen bekam sie - und auch eine ihrer Schwestern - öfter mal akute Krisen wegen den ortsüblichen Sanitäranlagen. Wenn es denn gerade welche gab.

Das waren Stehklos und die waren teilweise wirklich einfach nur sehr sehr schmutzig, geradezu gründlich  rundumverdreckt. Schön - war das nicht. Aber, so hab ich´s gesehen, da muß man halt zügig durch, wenn´s nötig ist.
Diese Freundinnen aber - konnten nicht. Eine hielt sich ihren Bauch vor Krämpfen, viele Stunden lang, weil sie sich nicht überwinden konnte aus lauter Ekel. Sie steigerten sich regelrecht hinein in ihren Ekel. Und vermutlich hätten sie Pusteln bekommen, wenn sie sich doch überwunden hätten. Ich bekam keine Pusteln - weil ich nicht weiter darüber nachdachte. Die Anderen auch nicht.

Oder so: Wer sich genügend ekelt - der bekommt sicher auch ein paar Ausschläge oder Krankheiten - die wieder jemand anders nicht zu sich zieht, weil er erst gar nicht daran denkt. So funktioniert "Psyche" - eigntlich gar nicht so schwer. Also - von außen betrachtet. Und Ekel - ist ja im Grunde so eine Art Unterabteilung von Angst. Man könnte also auch sagen: Viel Angst - viele Symptome. 
Ist das denn alles so einfach?
Wer weiß .... usw.   

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