... zur Zeit verhält es sich etwa so in der Limousine:
Entweder es herrscht Schweigen - nach freundlicher Begrüßung - bis zu einem freundlichen Abschied - oder es ergeben sich Begegnungen mit interessanten Menschen. Das ist nicht mehr und nicht weniger als ein Gespräch - an dem beide "Seiten" wirklich beteiligt sind. Also Fahrerin und Fahrgast, bzw. -gäste.
Gestern morgen wieder diese Herr, den ich schon mal fuhr - erkenne sofort seinen Namen wieder auf dem Display - bei der letzen Fahrt hatte ich diesen nach der Herkunft gefragt. Ein kultivierter und passionierter Mensch, der schon sehr intensive Erfahrungen gemacht hat in seinem Leben - und immer noch fleißig dabei ist.
Heute bekomme ich als Morgengeschenk ein Schmankerl aus seiner Jugendzeit - er fährt gerade zu Wagner´s Walküren, um diesen sein Ohr zu leihen - und berichtet von mir von einer Walküre seiner Jugendzeit, der er sich anzunähern versucht hatte. Wagemutig. Bemerke ich auch dazu. Aber - wie sollte es anders sein - er war ohnehin wagemutig - einstiger Hochleistungs-Turner .... später Karate-Spezialist. Es ist zu köstlich, wie er von seiner Walküre spricht und von seinen einstigen, harmlosen Annäherungsversuchen an diese ... die alle nicht gefruchtet haben.
Eines Tages dann - nachdem sie ihm das Halten ihrer Hand mehrfach verwehrt hatte - eines Tages hat sie sich wohl spontan geöffnet und sich zu ihm gedreht, um ihn völlig überraschend und heftig zu umarmen.
Da ist ihm quasi die Luft weggeblieben - so heftig war diese unerwartete Umarmung der Walküre - und er betont nochmal, daß er zu der Zeit wahrlich sehr gut durchtrainiert war.
Später haben ihm irgendwelche Ärzte einen ominösen "Virus" auf der Lunge herbeigeredet - an den er geglaubt hat. Sag ich jetzt. Die "Ärzteversion" lautete etwa so: "Das ist ein gaaanz gefährlicher Virus - den spürt man nicht und merkt man nicht. Und gerade deshalb ist er ja so gefährlich! (???)
Im Grunde - nichts Anderes als eine Parabel - für die einstige überraschende Umarmung der begehrten Walküre.
"Und wenn mensch dennoch weitermacht - fällt er eines Tages einfach tot um." beliebten die Kurpfuscher von Ärzten ihm zu berichten. Ich merke nur trocken an: Nicht der schlechteste Abgang - eigentlich!
Aber wieder ein anderes Thema - oder eines, was ich immer auf dem Schirm habe: Denke - er hat sich (unnötig) besprechen lassen von (schwarzmagisch-züngigen) unwissenden Kretins. Dabei - hätte er sich lediglich einmal gut schütteln müssen - um den einstigen luftabdrückenden Umarmungsschock seiner angebeteten Walküre zu entlassen.
Aber - immerhin hat er sich nicht ganz brechen lassen von den "Viren"-Quacksalbern - und sich neue Herausforderungen gesucht. Interessanter Typ!
Die anderen "Lebendigen" - waren mal wieder weit jünger als ich. Was aber überhaupt keine Rolle spielt - weil es eine Menge "Berührungspunkte" gibt. Also - vom Naturell erstmal - ich bin ja auch jung, im Herzen jedenfalls - und weil sehr oft ein Gespräch mit diesen aufgweckten jungen Menschen sofort in Richtung "Philosophie" geht. Oder anders: Darüber - was wichtig und was nichtig ist.
Für mich immer wieder schön zu hören - daß auch (sehr) junge Menschen bereits gut darum wissen, daß sich das Leben und alles, was dazugehört, wandelt im Laufe eines Lebens. Nein - ich bin es nicht - die solche "Tantenweisheiten" von sich gibt - ich freue mich nur immer, es von ihnen selbst zu hören. Sie selber wissen gut drum. Woher? Keine Ahnung. Aber ich bin oft sehr positiv überrascht, was ich da so zu hören bekomme.
Auch - über´s Leben selbst und das, was wirklich wichtig ist. Viele wissen´s längst.
Als Freundin von Simplizifizierung auf das Wesentliche - hatte ich gerade gestern meine helle Freude an einem Austausch mit einem sehr netten jungen Mann - der auch hier in der Mühle läuft und gut funktioniert - aber ebenso gut darum weiß - was es braucht als Mensch:
Wat zu essen - Wärme - und viel Körperkontakt. Dazu noch Musik. Oder andere Kunst eben.
Jou - dat is alles.
Der Rest ist - vergeßbar.
Und obwohl sie alle ihre elektronischen Helferlein dabei haben - wissen sie es dennoch - immer noch - und gut.
Also: Alles gut!
Manchmal werde ich fast ver-lockt - von dem, was die mir da so alles über gewisse und schein-geniale "Apps" erzählen - aber ich bleibe entspannt standhaft - und lasse mich nicht verlocken. Denn - so heute wieder geäußert: Ich kenne dieses Spiel ja schon - mit dem Internet - und dann bekomme ich nur wieder soviel von "Zeugs", welches ich bislang gar nicht brauche - und werde meine gute Zeit mit solchem vergeuden. Ja - sagt einer - so isses. Er sei zwar schon verseucht, bei ihm sei es quasi schon zu spät - aber er fände, das sei eine gute Einstellung.
Ach ja - und dann gibt es noch die - auch unter den Jungen - die das ganze Zeug schon wieder entsorgt haben für sich ... übrigens insbesondere die, die vom Fach sind und bestens Bescheid wissen!
Ich werde jetzt auch mal - viel "Zeug" wegwerfen - und mich ein bischen zurückbegeben - zu dem, was mir die meiste Freude macht.
Manchmal - sogar ein wenig inspiriert - von den feinen Menschen auf den Wegen.
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