... ließ mich nochmal in Kontakt treten mit einer Person aus vergangenen Zeiten. Oder so: Ich folgte einem Impuls - nochmal anzuknüpfen an einst Gelerntes. Und hierzu kam die Idee - mich nochmal bei diesem Menschen zu melden. Schon im Vorfeld - mit zwiespältigem Gefühl - also halbherzig.
Was soll da anderes passieren - als daß es nicht wirklich fruchtet?
Nach sehr langer Zeit fand ich mich also wieder konfrontiert mit jemandem - der die Dinge nicht einfach sein lassen will, wie sie gerade sind. Höchstvermutlich aus eigener Angst.
Anders: Ich schätze es sehr, mit solchen Menschen in Kontakt zu sein, die auf eine gegebene Nachfrage einfach wirklich zuhören - und nichts verändern wollen. Wie geht es Dir, was machst Du, was ist passiert? Dasunddasunddas .... Aha. Gut. Auch - wenn es sich noch so schlecht anhören mag. Im echten Gespräch - stellt sich meist zügig heraus - daß eh jeder seine Lektionen zu lernen hat. Und der Mensch gegenüber - berichtet von sich. Aha gut. Vielleicht gibt´s was zu lachen - meistens sogar. Immerhin - hat ja jeder auf seine Weise seine Schärplein zu tragen und was zu lernen.
Hier aber - fand ich mich nun nach langer Zeit mal wieder mit jemandem, der es scheinbar nicht aushalten konnte, wie es mir ergeht. Und ständig irgendwelche "Lösungsvorschläge" anbrachte. Mit dem gleichlautenden Tenor: "Ich bin ja ein lösungsorientierter Mensch ..." Ich ergänze mal von mir aus: Der die Dinge nicht so gelten lassen kann - wie sie eben sind.
Ich berichte also - daß es nicht wirklich leichter geworden ist. Aber irgendwie halt doch. Ist schon alles in Ordnung - obwohl es nicht wirklich leichter geworden ist, habe ich viel gelernt. Auch über meine eigenen "Niederungen". Ja - aber bleib da nicht zu lange drin - heißt es sofort. Vermutlich macht das Angst. Aber das ist ja gerade, was ich lerne - in schwierigeren Zeiten. Die eigenen Niederungen zu erkennen - und dennoch zu sortieren.
Merke - daß es anstrengend ist, wenn jemand das nicht aushalten kann. Und merke erfreut, daß ich viel gelernt habe. Weil mir niemand mehr erzählen kann - daß es anders sein sollte.
Die , die mir erzählen wollen, daß es anders sein sollte - sind solche, die es nicht aushalten, auch nur daran zu denken, daß es auch ihnen mal so ergehen könnte.
Beste Gesellschaft für mich ist: Solche - die trotzdem mit mir lachen und nichts an mir verändern wollen. Die von sich selbst erzählen. Austausch also. Ohne am Anderen herumziehen zu wollen. Einfach - irgendwie - alleine und gemeinsam reisen. Sich gemeinsam freuen - wenn man sich mal wieder trifft und sieht. Und wissen - es ist alles bestens.
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