Freitag, 21. Dezember 2012

Sirenengeheul .... und frische Gedanken

... ein schlechter Scherz zum Weltuntergangstag? Sirenengeheul am Morgen und anschließend die anrückenden Helfer von Feuerwehr und Polizei. Ich stehe mal auf .... und denke - nein, kein Scherz für diese Leute, ein echter Einsatz. Sende Ihnen ein paar dankbare Gedanken.
Von solchen kommen noch viel mehr an diesem Morgen. Ganz obenan - Erleichterung, daß nun der Tag gekommen ist, der die kollektive Vor-Anspannung etwas lösen wird. Für mich - fühlt es sich jedenfalls so an.
Es geht also weiter.
Jaja - war doch klar - werden heute viele verkünden - obwohl sie dennoch ein paar flaue Gefühle hatten.
Ich auch. Aber nicht, weil ich heute mit einem Weltuntergang rechnete - sondern weil ich, so bilde ich es mir zumindest ein, diese Anspannung aufgeschnappt habe. Die sich heute teilentladen wird. Gut.
Was bleibt - ist viel zu tun. Denn am Zustand der Menschheit und des Planeten hat sich ja nun noch nicht viel geändert. Schalte das "Tagesgespräch" auf WDR5" ein (Podcast via Mausklick) - mach´ich sonst nie, wenn ich frei habe - aber heute möchte ich mal hören, was die AnruferInnen so zum Tage beizutragen haben - wie vermutet, geht´s um das ominöse Datum. Die Beiträge - ich schalte etwas später ein - die ich da vernehme, sind klug und reflektiert. Hat sch gelohnt, den Menschen zuzuhören! Ganz unesoterisch würde ich sagen - da findet tatsächlich ein "Bewußtseinswandel" statt.
Da die Welt also noch steht bzw. sich weiter dreht - darf ich jetzt auch meine eigenen Hausaufgaben machen. Was will gelernt werden?
Zuvorderst - daß ich wenig in der Hand habe - aber dennoch viel mehr tun kann als in der Vergangenheit.
Ausdauer will gelernt werden.
Aufstehen und Fallen - und wieder aufstehen ...
Austeilen und Einstecken will gelernt werden, nicht als Kampf, sondern als Zutat.
Auf den Hügel klettern und mich alleine in den Wind stellen.
Geduld - wenn etwas nicht sofort klappt.
Bescheidenheit - mich auf den Rahmen meiner tatsächlichen Möglichkeiten zu beschränken und alles sein zu lassen, was eh nicht in meinem Wirkungskreis liegt.
Unbescheidenheit, Unverschämtheit, Frechheit, Chuzpe - wenn´s um Visionen geht.
Das Spielen - im Spiel des Lebens - will wieder entdeckt werden.
Die Schönheit - will wieder entdeckt werden.

Viele nicht-selbstgemachte Häßlichkeiten und Grausamkeiten - wollen zurück an die AbsenderInnen geschickt werden. Radikal, gnadenlos, furchtlos - dann trifft das Schleudern besser. Meinen Zorn - bekommt kein Anderer  mehr, der ist mir zu wertvoll, den behalte ich für mich. Da kann mensch was draus machen.
Erstickendes Gift - will verdünnt werden. 
Soweit und so kurz .... zum Beginn der Rauhnächte. Zur Geisterzeit. Zur Zeit des Spinnens des Webens.

Ein Satz wird mich noch beschäftigen - den ich im o.g. Radiobeitrag hörte:
"Wenn wir die Sehnsucht nach dem Besseren nicht mehr haben - dann haben wir alles verloren." Hmhh ..... Werde mal - nach meinem "Besseren" schauen - lauschen, was sich meldet. Für Andere - geht das nämlich nicht, die haben ihr eigenes "Besseres".

Ist doch ganz schön, daß wir noch hier sind ..

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