... ein schlechter Scherz zum Weltuntergangstag? Sirenengeheul am Morgen und anschließend die anrückenden Helfer von Feuerwehr und Polizei. Ich stehe mal auf .... und denke - nein, kein Scherz für diese Leute, ein echter Einsatz. Sende Ihnen ein paar dankbare Gedanken.
Von solchen kommen noch viel mehr an diesem Morgen. Ganz obenan - Erleichterung, daß nun der Tag gekommen ist, der die kollektive Vor-Anspannung etwas lösen wird. Für mich - fühlt es sich jedenfalls so an.
Es geht also weiter.
Jaja - war doch klar - werden heute viele verkünden - obwohl sie dennoch ein paar flaue Gefühle hatten.
Ich auch. Aber nicht, weil ich heute mit einem Weltuntergang rechnete - sondern weil ich, so bilde ich es mir zumindest ein, diese Anspannung aufgeschnappt habe. Die sich heute teilentladen wird. Gut.
Was bleibt - ist viel zu tun. Denn am Zustand der Menschheit und des Planeten hat sich ja nun noch nicht viel geändert. Schalte das "Tagesgespräch" auf WDR5" ein (Podcast via Mausklick) - mach´ich sonst nie, wenn ich frei habe - aber heute möchte ich mal hören, was die AnruferInnen so zum Tage beizutragen haben - wie vermutet, geht´s um das ominöse Datum. Die Beiträge - ich schalte etwas später ein - die ich da vernehme, sind klug und reflektiert. Hat sch gelohnt, den Menschen zuzuhören! Ganz unesoterisch würde ich sagen - da findet tatsächlich ein "Bewußtseinswandel" statt.
Da die Welt also noch steht bzw. sich weiter dreht - darf ich jetzt auch meine eigenen Hausaufgaben machen. Was will gelernt werden?
Zuvorderst - daß ich wenig in der Hand habe - aber dennoch viel mehr tun kann als in der Vergangenheit.
Ausdauer will gelernt werden.
Aufstehen und Fallen - und wieder aufstehen ...
Austeilen und Einstecken will gelernt werden, nicht als Kampf, sondern als Zutat.
Auf den Hügel klettern und mich alleine in den Wind stellen.
Geduld - wenn etwas nicht sofort klappt.
Bescheidenheit - mich auf den Rahmen meiner tatsächlichen Möglichkeiten zu beschränken und alles sein zu lassen, was eh nicht in meinem Wirkungskreis liegt.
Unbescheidenheit, Unverschämtheit, Frechheit, Chuzpe - wenn´s um Visionen geht.
Das Spielen - im Spiel des Lebens - will wieder entdeckt werden.
Die Schönheit - will wieder entdeckt werden.
Viele nicht-selbstgemachte Häßlichkeiten und Grausamkeiten - wollen zurück an die AbsenderInnen geschickt werden. Radikal, gnadenlos, furchtlos - dann trifft das Schleudern besser. Meinen Zorn - bekommt kein Anderer mehr, der ist mir zu wertvoll, den behalte ich für mich. Da kann mensch was draus machen.
Erstickendes Gift - will verdünnt werden.
Soweit und so kurz .... zum Beginn der Rauhnächte. Zur Geisterzeit. Zur Zeit des Spinnens des Webens.
Ein Satz wird mich noch beschäftigen - den ich im o.g. Radiobeitrag hörte:
"Wenn wir die Sehnsucht nach dem Besseren nicht mehr haben - dann haben wir alles verloren." Hmhh ..... Werde mal - nach meinem "Besseren" schauen - lauschen, was sich meldet. Für Andere - geht das nämlich nicht, die haben ihr eigenes "Besseres".
Ist doch ganz schön, daß wir noch hier sind ..
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