... am Sonntag - taute schnell wieder weg. Dennoch - immerhin fast 10 Zentimeter und vom Dach aus konnte ich schon mal ein paar fein-formbare Schneebälle ins Weite werfen. Die Wiese, auf der von Frühjahr bis Herbst meine Kühe grasen - mit Weiß bedeckt - auch ein paar Tannenzweige. Eigentlich alles - wie gemalt.
Der gestrige Schneefall in der Kolonie - blieb noch nicht liegen, der Boden ist noch erwärmt. Der Noch-Geschäftspartner eröffnet mir am Abend, daß für meine nächste Schicht "pöses Wetter" vorausgesagt sei. Mein einstiger Albtraum - Glatteis. Dieser Winter vor zwei oder drei Jahren, als es in der Kolonie kein Körnchen Salz gab und ich nur noch über bis zu 20 Zentimeter hohe Eisklumpen auf den Hauptverbindungen rutschte. Bekam dann präventiv eine feiste Bronchitis, die mich für drei Wochen umwarf. Gott sei Dank - immer noch besser, als den ganzen Tag unter Hochkonzentration über Eisklumpen zu manövrieren = zu rutschen und eh nicht vorwärts zu kommen. Und allemale besser - als sinnlos das Zeitige zu segnen auf der anstrengenden Jagd nach ein paar Dukaten.
Im Gegensatz zu einer seltsamen allgemeinen Annahme - verdient unsere Zunft nämlich nicht wirklich besser, wenn´s richtig ungemütlich wird, sondern das Gegenteil tritt ein, weil es ja gar nicht mehr vorangeht. Und weil umso mehr Fahrten für mal eben um die Ecke kommen - von Menschen bestellt, de sich nicht mehr trauen, die wenigen Meter zu Fuß über´s Eis zu machen. Ein taxifahrender Mensch - kann seine Einnahmen nur verbessern, wenn es wirklich rollt. Und hier gilt - so weit und so zügig wie möglich.
Fast wieder magisch - ein Nachmittag und Abend bei frischem Schnee - an dem ich einst das Monopol hatte in der City - alle anderen Kollegen hatten scheinbar schon ihre Limousinen abgestellt, war glaube ich Heiligabend. Ich fuhr noch ein wenig weiter - mit glücklicher Kundschaft - und genoß die menschenleere Stadt auf rutschigem weißem Untergrund.
Soweit - zu Vergangenem.
Dieser Winter - wird wieder ganz anders werden.
Und ganz anders - als ich es mir vorzustellen vermag - aus längst vergangenen Erinnerungen heraus.
Der marsianische Raubüberfall elektronischer Art vom vergangenen Freitag - hat nach dem ersten zermürbenden Momentum - auch ein reinigendes.
Eine diffuse Angst der vergangenen Monde - hat sich irgendwie aufgelöst.
Eine - die mitfuhr.
Jetzt - ist es wieder mehr so - wie es eben ist.
Passe einerseits besser auf.
Andererseits weiß ich - daß es noch viel mehr Vertrauen braucht.
2 Kommentare:
seit ich bei blitzeis (2001) mal jemandem hinten rauf gerutscht bin, habe ich großen respekt vor den wettern.
ich beneide dich auf keinen fall um diesen job!
jedenfalls nicht winters.
m.
die angefragte liste bei mir will ich dort eher nicht nennen, sorry, hier nur ein stichwort: reinkarnation ohne verbundenen atem suchte ich.
was dem suchenden geboten wird an tausenden heilern ist ein graus.
Danke - für den Hinweis. Werde von Recherche absehen. Und wünsche uns allzeit guten, natürlichen Atemrhythmus .... Sati
Kommentar veröffentlichen