Mit einigem Entsetzen stelle ich fest, daß meine ohnehin für Andere nicht selten nicht wirklich entzifferbare Handschrift stark gelitten hat, seit ich fast nur noch tippe. Das muß ich mal wieder häufiger praktizieren und trainieren, damit es nicht ganz verschütt geht. In diesem Moment des kurzen Erschreckens kam auch erstmals die eigentlich ganz selbstverständliche Frage, wieso ich eigentlich immer nur mit rechts und nicht ebenso gut mit links schreibe .... im Grunde eine völlig unnötige, einschränkende motorische und von klein auf eingebläute Einseitigkeit, die sicher ebensogut erweitert und auf "beidhändig" trainiert werden kann - und damit das Hirn spielerisch auf Flexibilität.
Tägliches Tagebuchschreiben hatte ich eingestellt, als mir immer wieder auffiel, daß ich mich allzu oft wiederhole und mir eigentlich nicht viel Neues mitzuteilen habe.
Jetzt schreibe ich fast nur noch Stichworte per Hand auf Einkaufszettel oder auf solche, auf denen ich während anderer Lektüre notiere, was ich noch "googeln" will.
Die Heerschar der Smartphone-Junkies kann vermutlich bald nicht einmal mehr Buchstaben tippen, sonden nur noch bildschirm-aufziehende Handbewegungen ausführen.
Es verlernt sich vieles in diesen Tagen - angeblich können kaum noch Kinder rückwärtsgehen. Zwar weiß ich jetzt nicht exakt, wofür das genau gut ist, doch als Symbol für "Rückschau", "Rückbesinnung" und vielleicht "Rückblick auf die Wurzeln" o.ä. ist das Bild sehr ergiebig. Auch für die Fähigkeit, mit allen Sinnen und in alle Himmelsrichtungen offen zu sein und zu bleiben.
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