Montag, 31. Januar 2011

Erinnerung auf dem Markt ...

Ich kaufe frisches, köstliches Obst und Gemüse auf dem Biomarkt um die Ecke ein, der dort einmal die Woche aufgebaut ist. Nach einer längeren Phase, in der ich nun allerlei Mist gefressen habe - alles, was ungesund und wenig nahrhaft ist und das Ganze nochmal komprimiert, im Selbstversuch - vermeldet mir die Frau Körper nun mit Nachdruck einen Heisshunger auf Rohköstlichkeiten und auf gesunde vegetarische Speisen.  
Ich schaue alles durch und beginne, dem netten und gutgelaunten Verkäufer  meine Wünsche mitzuteilen und dies und das anzureichen. Ich beschränke mich weder noch rechne ich nach .. ich weiß schon, daß das wieder sehr günstig sein wird im Verhältnis zu  den quasi durchweg toten Industrie-"Nahrungs"-
mitteln der Supermärkte. Am Ende vermeldet der o.g. spürbar vitale Mensch "Dann hätte ich jetzt gerne soundsoviel Euros für dieses Tauschgeschäft." und ich antworte "Die gebe ich Ihnen sehr gerne." Genau so ist es - ein Tauschgeschäft. Und ich freue mich über die explizite Erwähnung. Ich gehe ohnehin am liebsten auf den Märkten der Kolonie einkaufen - da ist es nicht nur am frischesten, sondern auch lebendig und persönlich. Und - es gibt regionale und saisonale Lebensmittel. Das sind i.d.R. die, die am günstigsten und für meine Wahrnehmung erstaunlich preiswert sind. 
Geld wurde ja einstmals nur eingeführt, um eben auch indirekt tauschen zu können - und ist daher von Haus aus weder gut noch schlecht sondern lediglich Mittel zum Zweck. Wenn also etwas als "schlecht" bezeichnet werden kann, so sind es Zinsen. Zinswucher also. Und das Horten des Geldes durch einige wenige, welche ihm derart den Zweck als Tauschmittel entziehen. Mir gefallen diese Finanzmodelle gut, die dem Geld eine maximale Umlaufzeit zusprechen - so würde übermäßiges Horten schlicht unmöglich.

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