... ist wieder da. Seit der von "Hogesa" initiierten Demo in Köln - erscheint das Wort befleißigt in allen zwangsabgaben-gesponserten Propagandamedien. Demnach - ist der Mob im normalen "Fußvolk" zu finden. Also bei den einfachen Menschen ohne höheren "Unbildungs-Abschluß (Dressur)" - die viel malochen und die Rädchen am Laufen halten - für alle. Vielleicht auf dem Bau, bei der Müllabfuhr, im Krankenhaus, in der Produktion, im Supermarkt .... das ist also der "Mob" - für die Presseschreiberlinge, für die Politiker - aber auch für viele Kabarettisten und deren "politisch-korrektem", pseudointellektuellem Publikum.
Ich finde das ja sehr interessant - was diese Leute von ihren Mitmenschen halten - also nichts.
Und wieder denke ich - an meinen schon sehr alten Traum von einem rotierenden Arbeits-System, in dem jeder mal für ein paar Monate - die Arbeit des derart beschimpften "Mob" machen würde. Zum Selber-Fühlen. Praktische Lebensschulung - gleich nach der Schule. Für vielleicht 3, 4 Jahre .... ein halbes Jahr Müllwerker, ein halbes Jahr in der Betreuung von Menschen, dito auf dem Bau, vielleicht im Verkehrswesen usw. ....
Die Schulzeit selbst - könnte erheblich kürzer sein (und etwas später beginnen) und sich auf Wirk-liches und Wesentliches beziehen - etwa Lebenspraktisches wie Rechnen, Schreiben, Sprachen und Handwerkliches .... dazu ein paar Wahlfächer des echten, individuellen Inter-esses.
Als Sahnehäubchen noch ein halbes Jahr Praktikum auf Hartz-IV, damit man, falls man etwas über diese Menschen sagen möchte, auch eine Ahnung hat, worüber man überhaupt spricht. Und als Überlebenstraining.
Nur - wer eine Ahnung hat - was die vielen tatsächlichen Leistungsträger, von Euch "Mob" genannt, jeden Tag tun - wird ihnen mit dem nötigen Respekt begegnen.
Obacht, Ihr Systemschreiber, Politiker und "Politisch-korrekt-Hirngewaschenen" - der von Euch so bezeichnete "Mob" wacht gerade auf. Und womöglich ist er weit klüger, als Ihr denkt. Ein kleines, alltägliches Zeichen ist der liegengebliebene Stapel mit Euren Schmierereien im Supermarkt am Abend - der mir jedes Mal eine wahre Freude ist.
Der von Euch so abfällig genannte "Mob" - ist zäh und kann viel einstecken. Aber irgendwann - reicht es.
Das Wichtigste im Leben - gleich nach Gesundheit - ist ein gesunder Menschenverstand. Und für diesen braucht niemand ein sinnfreies "Abitur" oder eine "Hochschul-Dressur". Vielleicht nicht mal eine Aus-bildung - jemand sagte mal, das Wort impliziere ja schon ein Ende - von Bildung. Und ein "Aus".
Was früher mal Proletariat hieß - akademisch für "Mob" - wurde in den vergangenen Jahren umbenannt in "Prekariat".
Sprache ist machtvoll. "Am Anfang war das Wort" .... deswegen immer hübsch drauf achten - auf die benutzte Wortwahl! - und besonders auf systemimmanente Umkehrungen innerhalb des Neusprechs - welches alles auf den Kopf stellen will - was auf die Füße gehört.
Dachte man früher bei "Proletariat" vielleicht noch an eine kampfeskräftige Belegschaft, die für ihre Rechte eintritt und an eine (meist) hart arbeitende Mehrheit der Gesamtbevölkerung - so wird durch das Wort "Prekariat" nur noch Schwäche suggeriert - prekär ist jemand, der nah am vor ihm klaffenden Abgrund steht - und der froh sein darf, wenn der "elitäre Mob" in nicht gleich hineinstößt, sondern ihm noch ein wenig "Hartz" bewilligt.
Wie fühlt es sich wohl an, als "prekär" bezeichnet zu werden? Kurz: Als "schwierig", "heikel" und "mißlich"?
Im Duden steht unter "prekär" folgendes:
"In einer Weise geartet, die es äußerst schwer macht, die richtigen
Maßnahmen, Entscheidungen zu treffen, aus einer schwierigen Lage
herauszukommen; schwierig, heikel, misslich."
Taxileute zählen wohl auch "per definitionem" dazu - zu diesem Heer der als "schwierig, heikel und mißlich" Verunglimpften. Aber hier weiß der Fahrgast nie, wer gerade am Steuer sitzt - mit welchem "Bildungsabschluß" - weil es früher mal sehr gängig war, daß Studenten sich ihr Salär mit Taxifahren verdient haben. Der ein oder andere von denen - kam dann nach der Ernüchterung im akademischen Umfeld wieder zurück ans Steuer. Und auch viele Akademiker aus orientalischen Gefilden sitzen am Lenkrad, die in ihren Berufen hierzulande kein Bein auf den Boden bekamen.
Mein Unternehmer ist übrigens ein "Doktor" - der seine Doktorarbeit noch selbst geschrieben hat ... und die Gäste dürfen es auf den Schildchen auch lesen. Ganz lustig manchmal die Bemerkungen.
Da für viele Exemplare des weltfremden, pseudo-elitären Mobs der Taxifahrer quasi der einzige Berührungspunkt zum gewöhnlichen "Mob" ist - müssen Taxifahrer auch immer wieder für peinlich zur Schau gestellte "Volksnähe" herhalten. In fast jeder überflüssigen Lügen-Talkshow sagt wieder einer sowas wie: "Ich habe neulich noch mit einem Taxifahrer gesprochen, das war sehr interessant ...."
Ich könnte jedes Mal brechen - wenn ich es wieder höre .... zeigt es mir jedes Mal - daß die meisten offenbar in Ghettos befindlich sind - manche auf hohem, materiellen Niveau - aber dieses hat nichts mit dem geistigen Niveau zu tun.
Der wahre "Mob" - sitzt ganz woanders.
Nur ein wahrer Mob - vermag etwa 80 bis 90 % seiner Mitmenschen als "Mob" zu bezeichnen. Und zeigt so - wes Geistes Kind er tatsächlich ist.
Übrigens - meine ich ja schon lange, wir sollten nicht mehr "Eliten" sagen - zum eigentlichen Mob.
Höchstens "Elitenmob" - das macht es klarer.
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