Ich erlaube mir, hier folgendes dankend zu zitieren - Seite 237/238 - unter der Kapitelüberschrift "Therapie" aus "Der Kult mit der Schuld" von Heinz Nawratil:
"Der Therapeut der deutschen Neurose hat es nicht leicht.
Zum einen muß er die verkorksten Denktraditionen des weltfremden deutschen Michel bewußtmachen (Anmerkung Sati - der es allem und jedem recht machen will und dabei nur scheitern kann ...) und zum anderen dem akuten Schuldkomplex auf den Grund gehen.
Im gegebenen Fall ist noch einmal daran zu erinnern, daß der neurotische Selbsthaß diskriminierter Minderheiten auf der Übernahme von Vorurteilen der feindseligen Mehrheit beruht.
Bei der deutschen Neurose fungieren wie gesagt vor allem die elektronischen Massenmedien als "Mehrheit", das Volk als Minderheit;
das übernommene Vorurteil liegt in der rassistisch gefärbten Kollektivschuldtheorie.
Der weitere Verlauf der Behandlung ist in jedem beliebigen Lexikon unter dem Stichwort "Psychoanalyse" nachzulesen: Die Einsicht in die unbewußte Konfliktursache und die klare Auseinandersetzung damit befreit die für die Verdrängung gebrauchte psychische Energie und läßt zugleich auch die Symptome verschwinden.
Die Therapie wird zusätzlich erschwert durch den Umstand, daß sich der kollektive Schuldkomplex - unter diversen wohlklingenden Decknamen - zur deutschen "Zivilreligion" entwickelt, also mittlerweile pseudoreligiöse Formen angenommen hat.
(.....)
Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung."
Das Buch vom Herrn Nawratil ist gute Medizin - sich mit diesem ewigen Schuldkult für deutsch geborene Menschen mal rundum zu befassen. Aus all den vielen Richtungen, aus der dieser vom Autor beleuchtet und mit zahlreichen Quellenangaben belegt wird.
Öfter mal wurde mir beim Lesen fast übel - daß lag wohl daran, daß er mir eine Art Blaupause für meine eigene, einstige "Sozialisation" lieferte. Sogar für "Lebensphasen" und -entscheidungen in der Vergangenheit.
Das ist nicht immer gut verdaulich - aber äußerst erhellend.
Zitate und Quellen aus diesem wrtvollen Buch reichen bis maximal ins Jahr 2005 - und seither ist es weder anders noch besser geworden. Eher noch schlimmer - was die Gehirnwäschen betrifft. Und was diesen verordneten "kollektiven Selbsthaß" inklusive einer Art "Selbstverleugnung" betrifft - welche bis heute wie ein perpetuum mobile am Laufen gehalten werden sollen.
Nur dies noch aus dem Buch selbst möchte ich bemerken: In Berlin wurde im "Hinterhof" des Reichstages ein neues Motto in Stein gemeißelt - da heißt es nicht mehr wie am Eingang "Dem deutschen Volke" - sondern "Der deutschen Bevölkerung". Das "unsere Volksvertreter" schon lange gegen das eigene Volk arbeiten und sich ein anderes wünschen - wird derart nochmal anschaulich untermauert.
Anschaulich auch dies: In einem "Andachtsraum" derselbigen Einrichtung - soll es eine Markierung geben für alle, die gen Mekka beten wollen und auch eine Art "Klagemauer-Nachbildung", doch weit und breit kein "christliches Kreuz". Zwar kann ich auf alle drei Optionen gut verzichten - doch finde ich die symbolische Aussage beachtenswert.
Neben zahlreichen Erhellungen möchte ich mich besonders beim Herrn Nawratil dafür bedanken - daß er mir - nach nun über einem halben Jahrhundert - das Schicksal von Millionen sogenannter deutscher "Vertriebener" nahebringt. Tatsächlich war ich bisher derart hirngewaschen, dies immer als eine Art "gerechte Strafe" oder zumindest "logische Konsequenz" für Millionen von Menschen gesehen zu haben. Ganz "politisch-korrekt-hirngewaschen" quasi. Ganz nach dem erwünschten Motto "Es gab keine deutschen Opfer - es gibt immer nur deutsche Täter."
Das wird nicht das letzte Mal sein, daß ich mich mit diesem Teil der Geschichte befaßt habe. Und reale Begegnugen mit "den Alten" im Fahrkasten auf den Straßen der Kolonie - haben sich ebenfalls bereits von selbst verändert - auf stille Weise.
Wie geschruben - es ist nicht immer leicht verdaulich, der eigenen "Dressur" und daraus folgenden Verblendung ins Gesicht zu schauen - aber es lohnt sich.
Und gehört zur Therapie.
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