... und seltsame Bilderwelten erfassen mich, während ich weder schlafe noch wache im Bett. Der Verstand - möchte gerne Lösungen. Aber - er reicht nicht weit genug - und hat auch keine anzubieten.
Ich beobachte - wie ich ins Grübeln zu geraten drohe - über die vergangenen häßlichen Situationen hier im Hause und ums Haus herum.
Tatsächlich - ist es für mich - rein subjektiv - eher ruhig. Und das ja schon eine ganze Weile, immerhin sind alle Reifen an meiner Limousine intakt geblieben nach vergangenen Übergriffen - und immerhin hat mich kein weiteres Anwaltssschreibem oder gar eine Anzeige bei der Polizei erreicht. Immerhin - fand ich mich kürzlich im direkten Gespräch von Angesicht zu Angesicht wieder mit den Leuten - die mir sehr suspekt erschienen.
Inzwischen - erscheinen mir hier eigentlich alle - eher suspekt.
Oder so: Ich glaube nichts mehr, was mir zugetragen wird.
Und ich sage das ja auch - genau so.
Und genau so - muß es stehen bleiben.
Sehr viele Ungereimtheiten fielen dem wachen Verstand noch auf im Nachgang - aber es macht keinen Sinn - nach einer "Wahrheit" zu suchen.
Heute morgen - eine seltsame Bilder-Ungereimtheit - ein etwas seltsamer Mann fiel mir ein, dem ich öfter mal hier auf der "Trasse" zum Haus begegenete. Ich grüßte diesen unbekannterweise im Vorbeigehen - und er grüßte auch zurück. Allerdings - seltsam in sich hineingrinsend. Dieser kreuzte heute morgen mehrfach in meinem Geist den Weg - immer wieder - und ich fragte mich - was diese Bilder wohl sollen? Keine Ahnung, wer das ist - und wo der hier wohnt. Und was der hier am Haus zu suchen bzw. zu queren hat.
Beobachte - also meinen Geist, der weiter Geschichten spinnt - obwohl gerade alles ruhig ist.
Mein Grundgefühl - ist auch eher ruhig - was weitere mögliche Vorkommnisse im Außen betrifft.
Wenigstens - solange nicht alle hier sind.
Die Vermieterin - kam neulich ihren Kontrollaufgaben nach - die sie wohl auf sich genommen hat. Und die ich nicht auf mich genommen habe. Sie klingelte bei mir - weil sie den verkehrten Schlüssel dabei hatte. Und wir lächelten uns noch freundlich und gut gelaunt an - wobei ich ihrem Blick eine Art offene und unausgesprochene Frage entnahm - etwa, ob alles in Ordnung sei. Habe mit meinem Blick geantwortet - ja, alles gut. Kein "Gesprächsbedarf" - meinerseits - jedenfalls nicht zum Hause.
Sowohl die einen als auch die anderen MitbewohnerInnen - sind der Meinung, daß die Vermieter hier endlich mal ein "Machtwort" sprechen müßten, sollten. Ich meinte - beiden gegenüber - nein. Müssen sie nicht, Wäre es mein Haus - würde ich mich ebenfalls nicht in einen solchen Kindergarten hineinziehen lassen wollen. Außerdem - gibt es keine Handhabe auf ihrer Seite. Für eine kurze Weile - hatte ich auch so gedacht - daß die sich hier mal einschalten sollten. Aber - dann hab´ ich gesehen - daß die gar keine Werkzeuge zur Verfügung hätten. Und sicher auch gerne - einfach - wieder - ihre Ruhe haben möchten.
Das könnte der Konsenz sein - jeder möchte hier gerne - in Frieden leben.
Der einzig wichtige Konsenz - um einen sinnlosen Krieg ad acta zu legen.
Neulich "erfuhr" ich noch - daß sich hier oben die Menschen ständig die Klinke in die Hand gegeben hätten. Niemand hätte es länger ausgehalten. Gewundert habe ich mich nicht darüber - eine echte Neuigkeit war es also nicht.
Mein Begehr ist es auch sicher nicht - etwas "auszuhalten".
Habe ja auch schon gesagt - daß ich hier nicht bleiben werde.
Aber das - war für mich von Anfang an so angedacht - es ist ein Sprungbrett.
Nur eines - mit vielen Überraschungen bisher.
Es wird sich - sortieren. Und - es beschäftigt mich mehr, als mir lieb ist. Aber das scheint - gerade auch eine Aufgabe zu sein. Bevor mich - mein Haus erwartet und in Empfang nimmt.
Einstweilen freue ich mich darüber - hier oben dennoch meinen Freiraum zu haben. Und einzunehmen.
2 Kommentare:
"...Mein Begehr ist es auch sicher nicht - etwas "auszuhalten". Habe ja auch schon gesagt - daß ich hier nicht bleiben werde..."
"...Aber das scheint - gerade auch eine Aufgabe zu sein. Bevor mich - mein Haus erwartet und in Empfang nimmt...."
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Dazu - und auch zu Pluto - passend (..auch mich immer wieder betreffend..)fand ich:
Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!
Hermann Hesse
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LG
Astrophil
Dankesehr - für die erbaulichen Zeilen. Tun gut. Sati
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