Jeden Tag - stehe ich von neuem auf.
Seit bald 50 Jahren.
Und noch nicht einen Tag -
habe ich gewußt -
wieso eigentlich -
und wofür genau.
Jedenfalls sehe ich das jetzt so -
in der Vergangenheit war es mir nicht immer klar.
Aber im Rückblick - ist es einfach.
Manchmal gab es solche Phasen
von Enthusiasmus und Hoffnung.
Phasen,
in denen unbedingt etwas gelernt werden wollte.
Immer mit der Hoffnung -
daß es dann besser werden würde.
Heute würde ich mal vermuten:
Besser wird´s nicht -
nur anders.
Und eigentlich -
das ist das Verrückte -
nicht mal das.
Noch verrückter vielleicht -
dieses Gefühl, in der Welt nichts verloren zu haben.
Oder so: Es gibt scheinbar eine Art "Innenwelt" -
die beständiger ist, als die Äußere.
Und weit größer noch als diese.
Vielleicht aber - gibt es ja beide nicht.
Wer weiß?
Ich staune immer nur wieder -
daß in beiden was zu passieren scheint -
obwohl ich oft gar nicht da bin.
Neinnein - das tut nicht weh.
Im Gegenteil.
Nennt sich auch "Fieber".
Eigentlich - eine gute Erfahrung -
und eine kampflose, einverstandene -
wenn da nicht immer wieder diese alte Idee einer Welt wäre -
in der ich träume, keine Zeit dafür zu haben -
weil noch dies und das und jenes dringend zu erledigen ist.
Eine Welt - in der das Funktionieren und Überleben
aufrechterhalten werden muß.
Habe seit längerem so meine Zweifel daran.
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