Das ging so: Die Nachbarn unter mir - sind endlich in ihr holländisches Camping-Domizil aufgebrochen - soviel später, als ersehnt. Zur Pflege habe ich drei Pflanzen übernommen - auf der Fensterbank im Treppenhaus.
Vor etwa zwei Tagen.
Heute kam ich von der Arbeit - und schau da - die toten Sukkulenten fein säuberlich hochgetragen und zwischen die frisch-blühenden anderen Pfanzen gestellt.
Einfach nur - klare Provokation - und dazu der allerfeigsten Art.
Ich hab´s mal fotografiert - für die Sammlung. Und dazu noch zügig erfolgende weitere Provokation. Ja - ich werd´s einfach notieren. Ist wirklich höchste Zeit dazu - jeden Scheiß aufzuschreiben. Nach neulich noch "zufällig" zweimal Wasser-spuckenden Waschmaschinen-Schläuchen. Meiner "nur" an der Schelle getrennt - der andere - hatte ein sauber eingestochenes Loch - so eines, wie es nicht aus Verschleiß entsteht.
Die - eigentlich toten, aber von mir dennoch noch nicht aufgegebenen Sukkulenten heute - stellte ich auf den Boden - zusammen - nachdem ich sie ordentlich gewässert habe. Sukkulenten - sind hart im Nehmen - vielleicht kommen die nochmal ...
Das Kind hat klare Anweisung - sich zu verpissen, wenn ich erscheine. So folgte das Kind auch heute - zügig der Anweisung und verschwand hinter der Haustür.
Eigentlich - sieht es sehr albern aus - dieses Foto - wenn man halt nicht weiß, wer was wohin gebracht hat - und wann genau. Also genau zu dem Zeitpunkt, zu dem die Betreffenden nicht da sind. Ja - es ist ja auch im Grunde alles sehr albern - bis auf die zweimal zerstochenen Reifen an meinem Auto. Da wird´s dann doch wieder ernster. Und ein auf die Umwelt projizierter Wurzel-Haß - der da offensichtlich seine Blüten treiben will - läßt mich ganz Neues und Radikales andenken.
Feigheit und Durchtriebenheit - in Kombination - ruft mich - ungewollt - auf den Plan.
Eigentlich - auch nichts wirklich Neues - nur wieder in anderem Kostüm.
Und mmer wieder die "Gratwanderung" - was tue ich jetzt damit - wie verhalte ich mich?
Bleibe ich - diplomatisch - oder gehe ich ab, wie es mir - wirklich - bzw. für einen Moment - beliebt?
Hier - fehlt nicht mehr viel - für Letzteres.
Ich nehm´s als Übung.
Und morgen - nehme ich mal mein Schlagzeug in Betrieb.
"Schlag-Zeug" ist hier durchaus ein sinnreicher Begriff.
Dann - werde ich mal ein wenig spielen.
Schade um die (ohnehin vor den nahenden Rasenmähern zurückweichenden) Maulwürfe - die lieben Stille (Frieden) - wie ich im Grunde auch.
PS: Das mit der Inbetriebnahme des Schlagzeuges - hat sich erledigt - wegen "Angina".
Klimaanlage und offene Limousinenfenster nach langem Winter - haben mich angeschlagen.
Dazu gestern der Temperaturabfall am Nachmittag - und immer wieder Wind und Regen.
Macht aber nichts - ist ja nur nochmal ein wenig aufgeschoben ...
Und - ich habe mich entschieden inzwischen -
für die energie-erhaltende Variante:
Keine Re-Aktion.
Nur Aktion.
Diese - besteht schlicht im von nun an sachlichen Dokumentieren jeglicher Provokation. Jeder Furz - wird einfach notiert. So ist es ja auch bereits abgemacht mit den Vermietern und allen "Parteien". Und dann - ad acta gelegt.
Brauche meine gute Energie - für Anderes.
Und habe entschieden - sie mir nicht stehlen zu lassen von solchen - die sie nicht verdienen und denen ich sie auch gar nicht geben möchte. Werde vielleicht mal ein wenig Elixier verteilen und eventuell mit Beifuß räuchern - riecht übrigens stark nach Haschisch. Aber vielleicht - nicht einmal das.
Die bringen mir wirklich nochmal wieder was bei - diese seltsamen Unruhestifter.
Bringen mir was in Erinnerung:
Das Leben ist viel zu schön - um sich unnötig ärgern zu lassen.
Gerade in diesen Tagen - finde ich mich nochmals oft sehr dankbar - nicht mehr in der Kolonie zu hausen.
Ein gutes Jahr bin ich jetzt raus ... so ich nicht mit der Limousine dort unterwegs bin.
Besonders an den Tagen, an denen ich die eine der beiden Limousinen im "alten Viertel" übernehme - bin ich froh und dankbar - abends nicht mehr dort bleiben zu müssen, sondern gen Wälder zu fahren. Wobei das andere Viertel - in dem ich die zweite Limousine übernehme - mindestens genauso anstrengend war - dort habe ich sogar 14 Jahre "festgesessen". Aber das ist schon lange Schnee von einst.
Alles in Allem - gibt es keinen Ort mehr in der ganzen Kolonie - an den es mich zum Leben ziehen würde.
Oft erscheint es mir surreal - daß ich überhaupt mal dort gewohnt habe. Dabei war es die meiste Zeit dieses Lebens.
Erstaunlich - wie schnell mensch vergessen kann.
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