Dienstag, 5. April 2011

Aktiengesellschaften übernehmen von Haus aus keine Verantwortung - ebensowenig wie Investmentfonds - das ist unsere Aufgabe

In den Nachrichten zum Supergau wird viel über "Tepco" gesprochen und daß die ein "schlechtes Krisenmanagement" haben, was die so alles falsch machen etc. pp. Sicher ist da viel Wahres dran. Wenn ich höre, wie die "Experten" versuchen, ein Leck von 20 cm zu "flicken", u.a. mit Papierschnippseln und einer Art Bauschaum (Polymere), muß ich trotz der tödlichen Ernsthaftigkeit der Situation doch manches Mal lachen.
Nichts gegen Bauschaum! - das ist eine geniale Erfindung.
Und mit mehrschichtigen Papiersohlen in den Schuhen kann mensch sich im Winter bestens die Füße von unten  wärmen.
Ob die "Experten" wissen, was sie da tun?
Ich tippe auf ein klares NEIN.

Denoch fände ich es konstruktiver, jetzt einfach mal jegliche Zuweisungen von Unfähigkeiten und Schuld außen vor zu lassen und sich stattdessen gemeinsam mit allen zur Verfügung stehenden Kenntnissen um die Situation an sich zu kümmern und das beste daraus zu machen, was noch machbar ist.

Nüchtern gesehen: Eine Aktiengesellschaft übernimmt niemals Verantwortung für irgendeine Situation! Und schon gar nicht in diesen Dimensionen. Der Kurswert von "Tepco" ist in den Keller abgesackt nach dem Gau, alle verkaufen einfach ihre Anteile und danach ist niemand mehr da, der wirklich und wirksam Verantwortung übernimmt.
Und natürlich ist auch kein Geld mehr da.
Geld ist in AG´s nur so lange da, wie Gewinne ausgeschüttet werden. Das gilt für Tepco und alle anderen Betreiber weltweit, die in AG´s agieren.
Dafür muß niemand BWL studiert haben (wie ich einst, Grüße aus Absurdistan), um das zu begreifen!
Also: Falls dies nun doch noch nicht der Weltuntergang ist - gehören alle derartigen Unternehmen sofort (wieder) in die öffentliche Hand, als Gemeingut, wo wir zusammen Verantwortung übernehmen für das, was wir gemeinsam nutzen. Tun wir sowieso für alle Gaus, jetzt schon - nur daß derzeit die Rendite nicht auf die Allgemeinheit sondern auf die Aktionäre umgelegt ist.

Die Lösung und Heilung unserer Geisteskrankheit auf diesem Planeten ist soviel einfacher, als viele denken:
Grundbedürfnisse der menschlichen Existenz müssen für jeden und jede von uns gewährleistet werden, in selbst-verständlicher Gemeinschafts-Verantwortung.  Damit wird Raum frei für echtes kreatives und konstruktives menschliches Wirken.

Zu den Grundbedürfnissen gehören: Obdach, Nahrung, Kleidung, Energieversorgung und Bildung.

Stell dir vor, wir meistern es, uns gegenseitig all dies zu gewähren - und darüberhinaus verschreiben wir uns dem "Leben-und-Leben-lassen" ... willkommen zurück im Paradies.

Nein, Atomkraft war und ist nicht billiger als die zahlreichen Alternativen, die es inzwischen gibt. Die Kosten für die sogenannten Endlager, die es noch nie gab, werden allesamt auf die "Allgemeinheit" abgewälzt, siehe "Asse". Und keine Versicherung wird jemals ein AKW versichern, es sei denn, für Beträge, die niemals von einer "Aktionärs-Gemeinschaft" bezahlt würden. Usw usw .... sicher habt ihr euch alle gut informiert inzwischen!
Es gibt bereits - teils schon lange - Techniken, die umwelt- und menschenfreundlich sind, die niemandem schaden und allen nützen - ohne unseren Planeten auszubeuten. Auch dafür - muß niemand studiert haben. Frag mal die Handwerker in deiner Gegend nach Photovoltaik ... ganz ohne "Überlandleitungen" etc.   

Also: Es liegt NICHT MEHR an "Tepco" oder der japanischen Regierung oder an sonstwem - es liegt an uns allen.
An jedem und jeder von uns. Das - wollte ich mit diesen vielen Worten sagen (bevor ich das Raumschiff nehme ...).

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