Heute war ich mit dem Fahrrad unterwegs in der Kolonie - Dienstags und unter Mars-Einfluss. OK .... kenn ich alles seit vielen Jahrzehnten. Dennoch - hatte es heute eine besondere und gespannte Qualität, jedenfalls für meine Wahrnehmung. SISCHER auch, weil eben die halbe Million KarnevalsfreundInnen zum Bersten angespannt sind für den kommenden Jupitertag.
Diverse Spannungsfelder in der Kolonie spüre ich als gebürtig Einheimische rein instinktiv auf. Naja, ist ja nicht wirklich schwierig so kurz vor der Explosion in den Strassenkarneval ....
Viele Wochen haben die Menschen nun in geschlossenen Sälen gefeiert und die Ventile geöffnet. Am Donnerstag ab 9.11 (!!!) Uhr (auf dem Wilhelmsplatz in Nippes) wird es also auch auf und in den Strassen der Kolonie ventilieren.
Heute kam mir bei meinem Ritt durch die Wildnis so ein selten selbstzufriedener Gedanke, der all diese arroganten NaturkennerInnen betrifft, die sich so gerne über die Spezies der GroßstädterInnen erhebt
Euch (* siehe Fussnote) würde ich jetzt gerne mal hier erleben- im Dschungel der Großstadt, zwischen einer guten Million wilder Tiere (triebgesteuert und genau dies verleugnend) - und nicht irgendwo in einer recht beschaulichen Wildnis draußen, wo ab und zu mal einer von irgendwas gebissen wird.
Fussnote: In der Kolonie ist es bis heute unter den Urkölschen Usus, sich quasi höfisch anzureden. Beispielsweise sagen wir so etwas wie "Habt Ihr denn bald Dienstschluß?" - (Hadder dann bal´frei?) .....
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