Mittwoch, 10. November 2010

Die guten Zeiten ....

... sind immer jetzt. Das will ich mir hier nochmal sagen.
Manchmal bemerke ich so eine absurde, fast geizige Sparmentalität in meinen ahnengetränkten Adern. Das kann winzige Dinge betreffen, wie soeben die Entscheidung, noch eine weitere Kerze anzuzünden und keinesfalls daran zu "sparen", obwohl diese geizige Stimme meinte, ich hätte bereits mehr als genug Kerzen angezündet und ich würde es ohnehin immer übertreiben mit diesen Lichtern. Oder aber heute mein Gang zum Bio-Supermarkt, der natürlich monetär erheblich mehr ins Gewicht fällt als zum Beispeil ein Einkauf im bekannten Discounter mit dem Buchstaben "A" am Anfang.   
Ich mag keinen Geiz.
Selbst meine Erzeuger und die meisten Angehörigen des einst großen Clans mochten keinen Geiz - waren aber sich selbst gegenüber manchmal sparsam, sicher aus ihrer Erfahrung in Notzeiten heraus und einer tiefen Aversion gegen Schulden, die ich teile.

Umso weniger mag ich Geiz bei mir selbst. Zumal ich weiß, daß ich mich in solchen Momenten ärmer mache, als ich bin. Bis heute - haben mir die Götter bereitwillig und großzügig alles geschenkt, was ich brauchte - und noch mehr. Was ich nicht wirklich brauchte, bekam ich auch nicht, und so wußte ich schließlich - daß ich es auch nicht brauche. 
Selbst, wenn ich etwas nicht unbedingt brauche, mir aber von Herzen wünsche, fällt es mir oft direkt vor die Füße. Und dann - ist meine Erfahrung - ist es gut, sofort zuzugreifen und erst gar nicht zu zögern, schon gar nicht aus einem ängstlich motivierten Geist heraus, der das in diesem Moment vorhandene Geld für "bessere Zeiten" festhalten will- die so nie kommen, wie er sich das denkt.
Deshalb nochmal: Die guten Zeiten - sind immer jetzt.
Da haben meine Vorfahren sich übrigens meines Erachtens nach geirrt, wenn sie mir als Kind einzutrichtern versuchten "Du willst immer alles sofort - das geht nicht."  - Wann soll ich es denn sonst wollen?

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