Filmtip für kommenden Donnerstag abend um 20.15 Uhr auf 3Sat: Es geht um die alte Menschheitsfrage, die schon tausendfach beantwortet wurde, jedoch die "Antwort" wurde selten geglaubt und noch seltener bewußt "selbst" wahrgenommen und/oder erlebt.
Erkenntnisse aus der "modernen Hirnforschung" bestätigen inzwischen bzw. schon längst alles, was die alten Weisheitslehren schon seit Äonen verkünden: Niemand da! Es gibt weder ein "Ich" noch einen "freien Willen". Interessant auch für alle, die sich mit diversen Zweigen der Esoterik und derzeit vielleicht mit den Themen Wunscherfüllung und Materialisation beschäftigen...
Hier die 3Sat-Ankündigung:
"Die moderne Hirnforschung ist dabei, in die innersten Sphären des Menschseins vorzudringen. Sie will Erklärungen finden für die Funktionen, die den Menschen ausmachen: Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Intentionen: kurz, für das Bewusstsein. Das große Rätsel für die Hirnforschung ist immer noch: Wie funktioniert das Zusammenspiel der unterschiedlichen Hirnregionen? Woher weiß das Gehirn bei den permanenten Signalen zwischen den Neuronen, welche Informationen zum gleichen Objekt, zum gleichen Gedanken gehören? Und wie entsteht aus dem allen das Bewusstsein, das "Ich"? Christof Koch, einer der bekanntesten Hirnforscher der Welt, sucht nach Antworten: "Wir haben uns daran gewöhnt, dass Vererbung durch Moleküle geschieht, aber dass das Bewusstsein aus Materie entstehen soll, ist noch immer ein ungewohnter Gedanke." Aber es seien Naturgesetze, die alle Gehirnprozesse bestimmen. Nicht der Mensch mit seinem bewussten Willen entscheide, sondern sein Gehirn. Demnach werde der Wille zwar als frei erlebt, aus Sicht der Naturwissenschaft gebe es ihn so nicht. (Anmerkung Anuja: Das bezieht sich auf die Untersuchung, daß wir nicht zuerst entscheiden und dann der Befehl ans Hirn geht, sondern andersrum: Das Gehirn führt Impulse aus und wir nehmen sie erst wenig später wahr, in dem Glauben, wir hätten etwas bewirkt. Allerdings gehen die Herren sicher fehl in der Annahme, daß das Gehirn Entscheidungen träfe. Der Ausgangspunkt jeglicher Impulse, also von Bewegung innerhalb dessen, was immer ist, geht sicher nicht von einem Gehirn aus. Das behaupte ich mal so ganz ohne naturwissenschaftliche Konditionierung!) Nur, wenn das so ist, was bedeutet das für die traditionelle Vorstellung von Körper und Seele? Hat der Mensch einen unabhängigen Geist und falls in der Tat nicht, dann ist es nur noch schwer vorstellbar, dass es Erfahrung, Denken und Gefühle auch noch nach dem Tod des zugehörigen Organismus geben könnte. "Die unsterbliche Seele hätte dann für viele ausgedient. Wir müssten uns als radikal sterbliche Wesen betrachten", sagt Thomas Metzinger, Neurophilosoph. (Typisch Wissenschaftler und Mensch - zieht Rückschlüsse innerhab seines persönlichen Denksystems, obwohl er doch genau hier darüber hinaus gehen kann. Aber wer weiß, aus welchem Zusammenhang im Film das herausgenommen wurde ...)
"Wir bewegen uns derzeit auf ein grundlegend neues Verständnis dessen zu, was es heißt, Mensch zu sein - und wir wissen noch nicht, wie dieses neue Menschenbild genau aussieht und wie wir damit umgehen sollen."
Die Dokumentation "Wer ist 'Ich'? Entsteht ein neues Menschenbild?" stellt Forscher vor, die mit ihrer Arbeit analog zum Wirken Max Plancks bisherige Grenzen überschreiten und möglicherweise zu einem neuen Weltbild beitragen. (Am 11.04. um 20.15 Uhr, setzt 3sat mit "Woher kommt die Welt?" seinen Themenschwerpunkt "Quantensprünge" fort.)"
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