Sonntag, 27. April 2008

Alles schönredbar in Absurdistan?

In meinem Hirn tauchen immer mehr Fragezeichen auf. Ich verstehe die Welt nicht. Habe ich noch nie, habe ich auch nie behauptet, aber jetzt weiß ich es genau. Immerhin.

Der olympische Fackel-Lauf im Vorfeld zu den Spielen des Friedens - von Adolf Hitler und seinen Nazi-Kollegen in 1936 zum ersten Mal veranstaltet, wie bis vor kurzem auch mir nicht bekannt war - wird mit massiven Mitteln der höchsten und bewaffneten Staatsgewalt zwangsweise durchgeführt, unter Abschottung der Öffentlichkeit - für die er doch stattfinden sollte. Oder wird der diesmal exklusiv für die inzwischen über Hunderttausend bewaffneten Polizisten der verschiedenen Länder an den jeweilgen Streckenrändern dargeboten, die die olympische Fackel vor dem Pöbel abschirmen sollen?
Mal abgesehen von diesen aktuell für mich kriegsähnlich-anmutenden Zuständen: Wozu ist das überhaupt gut, so eine Fackel sinnlos in -zig Flugzeugen am Himmel hin und herzufliegen, um sie dann unten auf der Erde ein paar Meter irgendwo herumzutragen und während des absurden Vorgangs Tonnen von Kerosin zu verblasen?

Dieses Abschotten gegen den Pöbel erinnert mich irgendwie auch an diesen Zaun beim G-8-Gipfel in Heiligendamm. Und scheinbar finden die meisten das alles in Ordnung, wie das so zugeht - weil der Sport ja schließlich unpolitisch ist und sein soll. Das Wirtsschaftsgebaren der in China produzierenden Unternehmen ist ja auch völlig unpolitisch. Nur die bösen Politiker, die sind politisch, aber wir doch nicht.
Und noch das: Erst wollen die vom chinesischen Politbüro mit dem Dalai Lama reden, jetzt wieder doch nicht.

Wer schürt da eigentlich gerade genau den vielen Hass - und für und gegen wen genau?

Die alte und mithin wichtigste Frage in der Geschichte der Menschheit stellt sich wieder, vielleicht wichtiger als je zuvor: Wem nützt es?

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