Donnerstag, 24. April 2008

Lebensmittelkrise weltweit?

Es gibt keinen Mangel an Nahrungsmitteln auf diesem Planeten - es gibt aber die Geldgier der ferngesteuerten Börsenfuzzies, die gezielt dafür sorgt, daß viele Leute nicht an die im Überfluss vorhandenen Lebensmittel drankommen und elendig hungern. Nein, nicht hier bei uns, da führt diese Gier zu Fettleibigkeit, Herzinfarkt, Diabetis und horrenden Umsätzen im "Gesundheitswesen", welches so konstruiert ist, daß es sich an wachsender Krankheit bereichert.
Und dann gibt es noch den Giganten Monsanto, der inzwischen weltweit Bodenflächen und Bauern kontrolliert und mit genmanipuliertem Saatgut in Abhängigkeit bringt. Die Auswirkungen auf die Natur, also auf die Tier- und Pflanzenwelt sind immens, und am Ende kommt es natürlich auch bei uns an. Im Körper - im eigenen, heiligen Haus. Ist es im Körper, schlägt es auch auf den Geist und auf die Seele.

Hier die Dokumentation über Monsanto, über Methoden, Ausmaße und Auswirkungen dieses Giganten, der kürzlich auf ARTE lief, von Marie-Monique Robin, einer beherzten Journalistin.

Diese künstlich und lediglich aus Profit- und Machtgründen herbeigeführte Lebensmittelkrise paßt übrigens deutlich in den "Zeitgeist". Es gibt definitiv keinen Mangel an Lebensmitteln auf der Erde, aber es gibt einen deutlichen Mangel an Mitgefühl.

Protest von europäischen Milchbauern: Die Preise werden von den Giganten derart in Keller gedrückt, daß sie ihre Betriebe so nicht mehr halten können.
Bio-Bauern in Deutschland bekommen in Kürze ihre Pachtverträge für´s Land nicht mehr verlängert, obwohl die Betriebe effizient arbeiten. Auf den "Brachflächen", wie Seehofer sich ausdrückt, soll dann Raps für Biosprit angebaut werden. Schon mal Brachflächen in der BRD gesehen? Ich nicht. In den letzten Jahren noch schwarz-weiß-gefleckte Kühe an den Straßenrändern gesehen, wie vor 20 Jahren, als sie überall standen und grasten? Ich nicht mehr. Und wo bitte sind die Bienen abgeblieben? Heutzutage freue ich mich hier in der Stadt ja schon, wenn ich mal wieder einer Fliege begegne, was ebenfalls selten geworden ist. Komisch ....

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