In diesem Herbst staune ich mal wieder - wieviele vorhergehende Herbste wohl einfach so an mir vorbeigerauscht sind einst, ohne die vielen Schätze wirklich wahrzunehmen. Oder so: In diesem Herbst hat sich die Spezies Kürbis gemeldet bei mir - der ich sonst bis auf etwa eine Kürbissuppe im Jahr keine weitere Beachtung gezollt hatte und die mich aktuell begeistert.
Andere Herbstgeschenke wie zuvorderst Rosenkohl - mochte ich schon zu Kinderzeiten sehr gerne. Und Maronen / Esskastanien seit ein paar wenigen Jahren nun.
Habe mich nochmal im Geiste bei meiner einstigen Mutter bedankt dafür, daß sie mir nie auch nur ansatzweise das Kochen beibrachte.
So steht mir nämlich immer noch offen, alles autodidaktisch zu lernen und ohne jedwede Einschränkungen "von irgendwann mal" alles auszuprobieren, was ich will. Soweit es möglich und vorhanden ist.
Zwei Eckpunkte gibt es da: Zum Einen - sollen die Zutaten möglichst gerade heimisch und womöglich regional gewachsen sein. Und zum Anderen - darf und soll die Zubereitung einfach bis schlicht bleiben und keinesfalls ausarten in völlig unnötiges Bromborium, wie z.B. ellenlange Zutatenlisten der durchgeknallten Art, sagen wir mal "eine halbe Messerspitze von geriebener Muschelschale aus Usampataschote" oder anderer Unsinn.
Oder so: Meine Gewürzschublade ist zwar bestens bestückt - auch mit vielen orientalischen und indischen Köstlichkeiten, die fast immer dazugehören - aber auf äußerst pragmatische Weise. Und es soll ja jeweils das Verarbeitete noch nach sich selbst munden.
Bis heute - koche ich eher selten nach Rezepten.
Ich überlege immer erst, was und wie ich mir etwas so für mich vorstelle und hole mir dann ggf. sehr gerne die nötigen Infos und/oder potentielle Inspirationen aus der größten Bibliothek aller Zeiten.
Zeit spielt insofern auch noch eine wichtige Rolle, da ich ja nicht für einen Stamm oder ein Rudel sondern für mich selbst koche. Und da - gibt´s nix, was zu aufwändig wäre. Für ein Rudel - wäre es womöglich nochmal was Anderes, weil es da um größere Mengen geht und sich der Aufwand entsprechend lohnen könnte - indem es Vielen schmeckt. Nur - alleine kannste ja gar nicht soviel essen, also darf es simpel bleiben.
Oder so: Tatsächlich erinnere ich mich gut, daß ich einst auch mal zwei Tage in der Küche gewurschtelt habe, um den zu meiner "Party" eingeladenen Menschen auch was Leckeres anzubieten. War meistens lecker - und üppig. Und bei 20 oder 30 Essern - macht das auch Freude und Sinn.
Im Seminarhaus einst - hab ich mich auf Frühstück und Abendessen konzentriert - oft für 50 Leute - es gab ja einen (ganz übel arroganten) Koch (andere Geschichte). Und da hab ich dann jeweils aus dem, was übrig war und verarbeitet werden wollte - irgendwas gezaubert.
Dazu noch - das Haus gewienert, Bestände im Auge gehalten und auf dem Laufenden gehalten, Gäste begrüßt und betreut und und und ... huch! Wie war das möglich? Naja - mit viel Energie, 14 Stunden Arbeit am Tag- und gar nicht erst nicht drüber nachdenken.
Aktuell - zauber ich nur für mich selbst. Und topaktuell - mit Kürbis.
Erstmals überhaupt hab ich einen Butternuss-Kürbis erstanden und zu einer überaus köstlichen Suppe verarbeitet - natürlich gleich mal für zwei Tage. Und weil dieser Butternussige nochmal gehaltvoller schmeckte als ein Hokkaido - hab ich ihn heute gleich wärmstens der älteren Dame neben mir im Geschäft begeistert weiterempfohlen - und die hat ihn tatsächlich gerne noch zusätzlich mitgenommen- zum bekannten "Hokkaido". Fein - wird sicher ein Festmahl. "Auch mit Schale?" fragte sie noch. Ja - auch mit Schale. Die Schale ist übrigens "beige". Und "beige" ist für mich eigentlich so gar keine Farbe. Aber das Fruchtfleisch vom Butternussigen - ist sowas von sonnig-orange!
Gestern abend: Kürbis-Pflaumen-Marmelade gekocht. Boah - wat is die lecker geworden - genau wie die Suppe vorher.
Und jetzt - werd ich noch feines Kürbis-Chutney ausprobieren - mit Salbei, den gibt´s noch unten im wilden Beet. Den Salbei hab ich mir eben als Inspiration in der größten Bibliothek aller Zeiten geholt - und da wär ich nie drauf gekommen. Alles Andere - hatt ich schon im Sinn.
Übrigens - schmeckt es immer nur dann - wenn mensch auch wirklich Freude (Muße, Liebe) hat, etwas zu zaubern. Sonst nicht - ohne echte Zubereitungs-Freude schmeckt alles gleich fad.
Jetzt - warten noch köstliche Kastanien und Rosenkohl auf Zubereitung.
Und ich staune diesen Herbst - mal wieder mehr, wie eigentlich in den vergangenen Jahren mit jedem Jahreslauf - über diese ganzen Kostbarkeiten.
Nochwas - die Marmelade hab ich aus einem Hokkaido bereitet, weil er ein wenig fruchtiger schmeckt - und die Kerne aufbewahrt. In einem Hokkaido - für etwa einen Euro - sind soviele Kerne .... daß Du eigentlich keine Kerne mehr kaufen brauchst. Nur halt - ein paar Kürbisse während der Saison zubereiten und geniessen und die Kerne trocknen. Es ist alles so einfach - wenn mensch weiß - wie - und will. Wer dazu noch Platz hat - Erde - kann die Kerne im kommenden Mai einpflanzen und im Herbst kiloweise Kürbisse ernten.
In der WGB = weltgrößten Bibliothek las ich gestern nochwas Hilfreiches: Maronen / Esskastanien vor der Weiterverarbeitung erstmal eine Stunde in kaltes Wasser legen - AHA?! Da bin ich mal gespannt - ob die sich dann endlich mal gut abschälen lassen.
Und was ich noch las: Der Kürbis - zählt als "Beere". Uahahaha !!! Bis zu 600 kg schwere "Beeren" also. Prusssst.
Heute morgen träumte ich sehr intensiv:
Gleich vor meiner Nase erfüllten sich zwei Wünsche!
Ein Kastanienbaum und einer mit Walnüssen - beide mehr als prall voller Früchte.
Der Walnussbaum allerdings - brauchte dringend Aberntung, weil er schon zu voll war und die üppigen aufgeplatzten Früchte fast wegschimmelten.
Gestern abend realiter gesichtet: Viele Menschen - die in WGB anfragen - wo es Bäume gibt, die abgeerntet werden wollen - in der noch verbliebenen und schmal gewordenen freien Wildbahn des einst so wälder- und pflanzenprallen Germaniens.
2 Kommentare:
deshalb ermuntere ich meine mitmenschen immer, allüberall wo geht, bäume zu pflanzen. sträucher.
setzt eicheln in die erde!!! "sie" nehmen uns die eichen, eine um die andere. wer augen hat, sieht es. germanien soll keine wahrzeichen mehr haben.
ja, satilein, wenn du also deinen garten hast, dann kriegst du auch holunder und pfirsiche, darauf bin ich gerade spezialisiert.
winkewinke
m.
Danke - Seefee!
Ich als Zwillingsluftelement - sammel schon Samen/Kerne - von Pfirsichen, Kürbissen. Wildrosen (Hagebutte)und prachtvollen Bohnen, Paprika und so weiter - also quasi alles - was mir über Kerne/Samen hier ins Haus kommt.
Noch zuwenig - soviel ist klar.
Aber als Luftelement komm ich immer wieder auf dies hier:
Wir haben vor allem und zuvorderst - geistig zu pflanzen !!!
Kommentar veröffentlichen