zur Zeit. Ob´s am Herbst liegt?
Heute nachmittag war ich mal unten - bischen was tun. Ganz alleine im Haus und draußen - keiner da außer mir und dem Kater oben. Und auch kein "Besuch" vom Nachbarhaus - die schauen ja öfter mal vorbei, wenn einer was wurschtelt - bzw. wenn ich wurschtel - was selten war seit Sommer.
Heute also "Teilabbau" draußen - heißt, die Hortensie zurück- bzw. die vertrockneten Blüten abgeschnitten.
Und zwei Buxbäume ausgehoben und entsorgt - zwei hatte der junge Mann neulich schon ausgebuddelt. Da sitzt irgendein Tier drin und frißt sich satt - in der ganzen Gegend sind die eingegangen, die Buxbäume. Ehrlich gesagt werden sie mir so gar nicht fehlen - ich bin kein "Fan" davon und die haben bloß beim Rasenmähen genervt. Nur war der Plan - sie auszuheben und zu verschenken - nicht, daß sie alle eingehen. C´est la vie.
Dann noch zwei Beerensträucher "ermordet" - einer war eh nichts geworden - und den anderen hab ich mal entsorgt, weil ihn eh niemand "beachtet" bzw. die Früchte ißt - und er das kleine Beet fast für sich eingenommen hatte. Noch zwei Schalen geleert - Minze und Melisse - die fliegen nächstes Frühjahr von alleine wieder an. Und dann war auch schon die Tonne voll.
Beim nächsten Mal muß noch ein großer Buxbaum weg - und die Himbeeren, die auch niemanden hier begeistern und die das andere Beet quasi einnehmen - neben einer sehr großen Tellerhortensie. Und viel Wildgewucher, welches sich so angesammelt hat, muß auch noch weg.
Und und und ..... alles muß weg.
Nur vor der Tür - hab ich die Schale mit den Blümchen heute neu bestückt - ist ganz hübsch geworden - und macht für mich einen Unterschied, als wenn da gar nichts wäre.
Gewundert hatte ich mich auch noch über Müll im Garten und vorm Haus.
Sowas wäre einst hier "undenkbar" gewesen.
Nachdem ich fertig war heute, hab ich mich mal auf die Treppe vorm Haus gesetzt - und mich gewundert, daß niemand mehr hier ist von der "einstigen Besetzung".
Kam mir vor wie "übrig geblieben" - und nicht zum ersten Male im Leben.
Zwar geniesse ich das auch - wenn ich mal alleine hier bin bzw. unten - aber die ganze Arbeit geht so nicht wirklich gut vonstatten. Und das Jüppchen - fehlt sehr. Was der hier alles gemacht und in Schuss gehalten hat ... seufz.
Wie gesagt - mir ist so melancholisch gerade.
Und dunkel ist es nun auch schon wieder früh. In zwei Wochen noch früher.
Der Discounter wirbt schon wieder mit Weihnachts-Zeuchs .... also Deko ab nächste Woche.
Und ich weiß gerade nicht recht - was das eigentlich alles soll.
Dieses Stirb und Werde ..... immer wieder.
3 Kommentare:
einen beerentragenden strauch zu ermorden, neenee.......wie meine seele weint!!
nächstes jahr bist du vielleicht soweit, dass du sie essen würdest.
und jetzt nicht noch, es war eine johannis- oder stachelbeere!
ja, ich glaube gern, dass es komisch ist, wenn keiner im hause ist.
und ja, es wird verdammt schnell dunkel. bei uns gibt es zwischenspiel von wärme, so dass ich noch in den see konnte, heute sogar bei sonne. naja, das, was sie sonne nennen heutzutage.
ich kriege mich immer fast nicht ein, wenn ich den himmel ansehe und die unanguckbare sonne, auch, wenn kein flugzeug geflogen ist, der unwissende blauen himmel sieht.
noch vor 15 jahren konnte man (ich: fkk anhängerin und weiß daher mehr um die sonne als nichthimmelsgucker)in azurblauen himmel schauen und eine sonne sehen. heute sieht man blendendes schlieriges licht, wo einst die sonne war.
das ist für mich richtig schlimm.
m.
Volltreffer - wobei die Stachelbeere nicht wirklich wachsen wollte.
Ich habe da länger drüber sinnert jetzt - und habe mich dann entschieden - Platz zu schaffen für Kräuter. Bzw. nächste Saison - eventuell Kartoffeln. Also was - was wenig Pflege bedarf bzw. wie Kartoffeln - geerntet und "entsorgt" werden kann.
Wie die schönen Feuerbohnen einst ..... zum Beispiel.
Ja - auch die Himbeeren kommen weg. Für sowas - braucht es Platz und also einen richtigen Garten. Und - ebenerdigen Zugang - wo mensch immer wieder mal herumzupft, weil er eh draußen weilt. Vom zweiten Stock - gehste nicht mal eben zupfen - bzw, ich nicht wirklich. Außer - Kräuter. Die jede Mahlzeit bereichern - und pflegeleicht wachsen bzw. wuchern - wie der einst klitzekleine Salbei, der fast schon hinüber war, als ich ihn mitbrachte - und jetzt riesig geworden ist. Genau wie der Rosmarin.
Vielleicht versuche ich auch mal "Ewigen Kohl" oder "Grünen Heinrich" im Frühjahr - so ich noch hier bin. Aber - es muß halt praktisch sein bei sowenig Platz. Und nicht nur einmal kurz blühen bzw. Früchte werfen.
Fällt mir gerade ein - hab neulich wieder vom einstigen Schrebergarten geträumt - sehr intensiv. Und diesmal - war er "meiner" ....
Hier übrigens seit schon fast einer Woche - kein Gesprühe und freier Himmel. Eben als ich draußen auf der Treppe saß - einer von den großen Fliegern über meinem Kopf, aufsteigend - und nicht mal einen Ansatz von Streifen hinter sich herziehend - auch keinen Kondensstreifen. Interessant.
Übrigens - hab ich gestern das Buch von Menuhin ausgelesen und bin noch fix und alle .... war doch nicht gut zu verdauen - im Gegenteil.
Und daher mußte ich heute auch dringend raus .... in die (relative) Stille und Natur ums Haus = jede Menge schöne Bäume zum Beispiel, um die Ecke die weite Wiese mit den Pferdchen und daran anschließend der Wald usw. Als die Sonne weg war - feiner Herbstnebel auf der Wiese ...
ich war viel zuwenig in der Natur seit dem Bruch einst.
bei menuhin tue ich mich sehr schwer. es macht mich auch sooooo fertig, dieses ganze wahnsinnige unrecht. bin noch unter seite 200.
ja, nimm es endlich in angriff, zieh raus aufs dorf, solange es noch dörfer gibt
sichere dir einen platz.
die stadtflucht wird einsetzen, in bälde. wir merken es hier schon sooo krass.
für mich ist es hier schon viel zu eng.
und das heißt, dass meine schlechten zeiten erst anfangen, weil sie uns kulturfremde zudringlinge ins land stopfen, in jede lücke. und der deutsche schweigt, wie seine hirnwäsche es verordnet.
gute nacht
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