... immer wieder - haha.
Eben im großen Discounter - was für eine schöne Gelegenheit !!!
Als ich da durch die Reihen gehe - sehe ich einen Mann im Anzug, der viele uralte Vorurteile in mir auslöst. Eine ganze "Gedankenschwemme" - der unbegründeten = völlig unbewiesenen Art.
Wie oft sind/waren Menschen schon nur deshalb bei mir "unten durch" - weil sie bestimmte Anzüge /Uniformen tragen oder potentiell verdächtige Automarken fahren.
Da ich das mittlerweile - in Windeseile registriere, was da in mir abläuft - und aktuell noch eine Menge mehr Lektionen dazu habe - freue ich mich fast, den an der Kasse hinter mir wiederzusehen mit nur wenig Zeugs, um ihn kurz zu fragen: Ist das alles? Ja - sagt er. Und ich bedeute ihm - doch bitte vorzugehen.
Er macht das auch - bedankt sich sogar - und ich hab Zeit, über meine eigenen fehlgeleiteten Gedankengänge zu sinnieren: "Rechts-Links-Oben-Unten-Anzug-Klamotte" usw.
In Gedanken - bedanke ich mich bei dem Mann - für die gute Lektion.
Und als er geht - bedankt er sich auch nochmal - explizit.
Das ist nämlich oft so mit den Gedanken - daß sie sich durchaus ergänzen können.
So scheinbar kleine Dinge eben.
Wie kann ich das jetzt mal "erklären"?
Vielleicht gar nicht.
Ich versuch es mal so:
Wenn ich jemanden sehe - jemandem begegne - den ich scheinbar so gar nicht mag - denk ich oft dies: Mensch - det war auch mal ein unschuldiges Kind - unversaut.
Oft kann es auch sein - daß ich "sehe" - wie jemand als Kind oder als Alter aussieht. Ist aber eher wurscht jetzt.
Viel wichtiger - ist so eine Art seltsame "Grund-Naivität" meinerseits - die mich das überhaupt sehen spüren läßt. Seltsam und wertvoll - weil sie bis heute bei mir ist, diese nur scheinbare "Naivität" - hier mal im Sinne von unschuldiger bzw. frischer Betrachtung. Natürlich gehört dazu ebenso - potentielle Aggressionen und Gefahren zu riechen.
Ich kann das eigentlich nur weiterempfehlen - also grundnaiv zu bleiben - weil es offenbar dazu führt - ebensolche Menschen in bester Stimmung allerorten anzutreffen- trotz allem - was sonst noch so ist. Und - hmmmhh - merke schon, das ist gar nicht so recht oder einfach "erklärbar". Kann aber vermutlich geübt werden. Und lohnt sich absolut - wenn Du in fast jeder Situation auf feine Seelen triffst.
Statt "Grundnaivität" - kann auch Ur- oder Gottvertrauen als Wort eingesetzt werden. Wie auc immer es benannt wird mittels Wort - es kann nur besser und bekömmlicher sein - als allerorten auf Sauertöpfe zu treffen - wie ja soviele fleissig und unablässig beklagen.
Natron könnte helfen - den Klagenden. Die ja lediglich - selbst sauer sind.
Und - bischen Aufmerksamkeit - für die wahrliche Einzigartigkeit und echte Vielfalt = Schönheit der Mitmenschen.
9 Kommentare:
ich bekam meine lektionen in letzter zeit bewußt, nämlich anhand der zusammenkünfte mit den leuten um a.
wie oft ich da schon gedacht habe: mein gott, watt ein typ.......im leben, auf der straße, einfach so, hättest du (manuela) den wieder eine schublade gepackt und die entsprechende energie ausgesendet. um genau das zurück zu kriegen.
da aber in genanten zusammenkünften keine solcher schubladenbewohner auftreten, lerne und lerne und lerne ich über meine eigenen vorurteile.
bzw. mache sie mir bewußt.
es hilft!!
und vielleicht erreiche ich eines tages doch noch gelassenheit mit den mitmenschen.
womit deutsche bzw. kulturkompatible gemeint sind.
grüße
m
also, ich meine, es kommen immer zwischen 100 und 200 leute zusammen, die unterschiedlicher nicht sein können, äusserlich.
und doch sind sie mir näher als die jacke manchmal.
ist das nicht wunderbar?
ich bin so dankbar, dass ich das erleben und lernen darf.
Kenn ich gut - aus meiner Zeit als weitgehend glückliche Seminarteilnehmerin - einst bei Buddhistens. War immer so schön - wenn der Landwirt neben dem Rechtsanwalt meditierte - der gerade "im richtigen Leben" dabei war, dem Landwirt die Existenz unterm Arsch wegzuziehen. Nur mal so - als Bild.
Als ich dann später dort hinging - also leben und arbeiten und hinter die Kulissen schauen - war es auch nochmal interessant.
Wie überall - in solcherlei Konstrukten - wo es ein Vorder- und ein Hintergründiges gibt. Ist bei den Betreibern der Häuer in BM nicht anders.
Aber - guckst Du - mal ohne Seminarzeuch weiter - auf der Straße und im Supermarkt und so - also da - wo es keinen "Konsens" auf irgendwas gibt.
Ist spannend - und nicht schlechter als einst - bei teuer bezahlten Seminaren.
Will sagen: Irgendwann kam mir das alles sehr seltsam vor in diesen "geschützten Räumen" - die gar keine sind (anderes Thema) und hab ich mir gesagt: So - jetzt muß ich mal dringend zurück auf die Straße und ins richtige Leben .... zwecks Alltagsüberprüfung des Ganzen. Was mir dann 10 Jahre Taxi eingebrockt hat ... zwecks Prüfung halt.
Muß doch nochmal ein Buch schreiben dazu.
na, ich meinte es ja genau so:
wären mir die leute auf der straße begegnet, ohne dass wir in kontakt getreten wären, ohne worte und ohne gesten, dann hätte ich sie im vorübergehen "eingeordnet" in irgendwelche schubladen.
treffe ich sie aber unter anderen vorzeichen, will meine voreingenommenheit sie auch "einsortieren", kann es aber nicht, weil voreingenommenheit und vor mir stehender mensch nicht mehr zueinander passen.
es ist wie: an der tür legen alle unbewußt "ihre panzer" ab und sind mensch. das passiert von alleine, automatisch, energetisch.........ganz wunderbar.
ich rede dann ungeniert mit leuten über themen, an die man sich im wahren leben nach jahrelanger bekanntschaft nicht nähern kann.
aufgrund meiner eigenen voreingenommenheit und schlechten kommunikation.
so und nun geht es zur großen reise in den garten und zur mutter, denn wir haben heute tagsüber keinen strom. da bietet sich an, arbeitsausflug anzusetzen
winke derweil
m.
Bei mir ist es immer noch manchmal so sehr die Wut, die gebändigt werden will.......wenn ich manche Leute sehe. Ja, das IST Voreingenommenheit. Aber gerade aus letzter Erfahrung heraus, die NICHT gut gewesen ist. DA ist Hass entstanden....
Seminare, Buddhisten etc...habe ich nie kennengelernt. Ich war immer für mich allein. – Sollte halt nicht sein.
Vielleicht könnte man auch sagen, ich war und BIN eine Einzelgängerin. Daran finde ich nichts Ungewöhnliches. Ich gehe halt nur "mit mir selbst". und gut. (Auch ein gutes Thema für einen Post.)
Womöglich komme, oder will ich auch gar nicht mehr so mit anderen "gut" zurechtkommen…....müssen, weil man dabei immer Kompromisse macht. Bin ich einfach immer weniger bereit dazu. Daher wohl immer nur "für mich"...sein...."mit mir" sein. Und ja, der Jörg ist ja auch noch da, die Eltern und der Sohn. Und mit beiden Letzteren komme ich auf die Distanz jetzt ganz gut zurecht. Besser jedenfalls, als im Haus zu wohnen.
Aber so unterwegs, nehme ich die Leute, zum Beispiel im Supermarkt (wo ich selten hingehe!), gar nicht so richtig wahr. Ich konzentriere mich auf DAS, was ich kaufen will, und husch.......wieder raus...weil' s nervt.
Einen lieben Gruß in Dein Wochenende.....die Eule
Tja - bei mir ist das so ganz anders, wenn ich zum Beispiel in einen Supermarkt gehe. Oder sonstwo unter Menschen unterwegs bin.
Ich nehme meist viel wahr - ohne das etwa extra zu tun. Im Gegenteil - manchmal fände ich das auch ganz gut - also, wenn ich mal schlechte Laune habe zum Beispiel - wenn die Sensoren nicht ganz so aktiv wären. In solchen Fällen passe ich dann schon auf mich auf.
I.d.R. aber freue ich mich mehr an der Vielfalt der Menschen - und "beobachte gerne" bzw. nehme einfach auf, was ist (also das macht nur wenige Sekunden bzw. Bruchteile davon ...).
Inzwischen ist das sozusagen zu einem erstaunlichen und meist freudigem "Ritual" zumindest an der Kasse geworden - wo es fast immer auf dem kurzen Weg des "Durchrauschens" dort was zu lachen und/oder zu erzählen gibt.
Oft auch schon auf Entfernung - also wenn ich irgendwo hinten anstehe - und schon mal laut rufend ein paar Scherze mit den Süßen an der Kasse mache, die ich schon länger "kenne" - und die mich.
Alles in Allem - wundere ich mich immer wieder sehr gerne - wie gut die eigentlich fast alle drauf sind.
Also - einen Scherz wenn ich dran bin oder ein paar getauschte Worte und/oder auch Informationen - gibt es fast immer. Und oft ist es so, daß die anderen Kunden = Menschen sich ebenfalls gerne einklinken. Und sich ggf. dann auch Zeit nehmen.
Vielleicht liegt es ja daran, daß ich mich immer wieder freue über diese Menschen und ihre beste Laune bei der Arbeit - und sie wahrlich wertschätze? Keine Ahnung.
Aktuell gibt es viele "Neue" - Azubis.
Und auch die sind alle "erstaunlich freundlich" und gerne für einen Scherz zu haben.
Tja - so ist das ... im "Sati-Land". Und wäre es anders als mit diesen unzähligen kleinen aber feinen Begegnungen - ich würde das Leben wohl nicht mehr für gut befinden.
Übrigens - hatte ch mal eine Tante - mit der ich gerne unterwegs war in meiner einstigen Lieblingsstadt Lüneburg - mit der ging das auch immer so. Egal - wohin wir gingen - es gab immer Gespräche und was zu lachen mit den Menschen.
Auf Dauer - kann ich das auch nicht - brauche auch "meine Ruhe". Aber wenn ich sie schon treffe,die Artgenossen - dann ist es halt schöner lebendig.
Seminare - "Wörkschops" - Treffen usw - sind auch fein bzw. können lehrreich sein. War jedenfalls bei mir einst so - und wie M. völlig richtig schreibt - ist es schon erstaunlich, was passiert, wenn Menschen an der Tür erstmal ihre Alltags-Masken ablegen (so gut es geht).
Ist zunächst - echt faszinierend. Bis dann irgendwann doch das ganze Ego-Zeuch eh wieder durchkommt, haha. Auf anderen Ebenen eben. Zum Beispiel in der zutiefst edel schweigenden Essensschange bei Buddhistens - wo Du ohne jedes gesprochene Wort doch so gut fühlen kannst - wie sehr sich zum Beispiel das Menschlein vor Dir gerade ärgert - daß der Andere vor ihm eben die Schüssel leergemacht hat. Hahaha ....
Sind alles nur andere Spielwiesen.
Mal mehr und mal weniger interessant.
Danke Dir - für die Erinnerung, liebe Eule - und Inspiration. Ungewollt - aber ich geh grade eh damit schwanger – zwecks Zusammenfassung für mich.
Danke für die Resonanz und die offenen Worte.....alles Liebe
Die Eule
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