... die ich hier noch gerne reinkopiere - zu meiner eigenen und zur allgemeinen Erhellung - wie schon in anderem Post geschruben und mit Video über 35 Minuten zuvor verlinkt - verlief der Weg fast komplett friedlich - und war bis eben noch umso erstaunlicher - wie es dann doch noch zu den angeblichen Eskalationen kommen konnte! (von unten nach oben lesen):
28.10.2014 | 18:22
3. und letzter Teil
X.
Auf dem T-Shirt eines Teilnehmers vor mir war zu lesen "Klagt nicht,
kämpft!" Nach den Szenen gestern habe ich diesen Satz zum ersten Mal
wirklich verstanden. Mein Sohn, der nicht explizit politisch erzogen
wurde und dem Gewalt ein Gräuel ist, fragte eben, ob wir nach Hamburg
fahren würden und, falls ja, ob er mitkommen könne. Er habe die Schnauze
voll von dem, was in seiner Heimat geschehe.
In der ZEIT wurde kürzlich beklagt, immer mehr Bürger würden den Staat
als Gegner ansehen. Diese Sichtweise ist natürlich völlig falsch. Dieser
Staat ist kein Gegner. Dieser Staat ist der Feind.
Wagt man es, eine nicht staatlich genehmigte Meinung zu vertreten, ist
dieser Staat ohne Zögern bereit, einem die körperliche Unversehrtheit
und mittels seiner Antifa-Hilfstruppen in letzter Konsequenz auch das
Leben zu nehmen.
Teil 2
V.
Daraufhin trieb die Polizei mittels Pfefferspray und Knüppeln alle noch
auf dem Platz befindlichen ca. 3000 Personen zusammen, bis man auf einer
extrem kleinen Fläche stand wie Spargel in der Dose. Dann wurden alle
Eingekesselten bis auf die Knochen mit Wasser, vermischt mit irgendeinem
Reizstoff, durchnässt. Wer ausweichen konnte, wurde von den Beamten
kurzerhand in den Strahl zurückgeprügelt. Danach war seitens der Polizei
ganz plötzlich Ruhe. Die geforderten Bilder waren schließlich im
Kasten. Auftrag erfüllt.
Die Rückfahrten verliefen offenbar trotz der Ereignisse ohne besondere
Vorkommnisse. Hätte es welche gegeben, es wäre sofort in sämtlichen
Medien berichtet worden. Unsere Fahrt nach Dortmund, übrigens mit vielen
Mitgliedern der "Borussenfront", war absolut entspannt.
VI.
Im Laufe des gestrigen und heutigen Tages kam es dann zu immer
verrückten Behauptungen über die Demo. Vieles habe ich ja schon oben aus
der Sicht eines Teilnehmers geschildert. Man vergleiche allein die
nachprüfbare zeitliche Abfolge meiner Schilderungen mit dem Artikel der
beiden Antifa-Journalisten Ruf und Buschmann bei Spiegel online. Die
Unterscheide sind erstaunlich. Es scheint, als hätten wir verschiedene
Veranstaltungen erlebt. ;-)
Es folgen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ein paar weitere
Behauptungen, die mir als unwahr aufgefallen sind:
– Die Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus" kam mir während
der gesamten Veranstaltung genau EINMAL zu Ohren, und das von rund 10
Leuten während des Zuges durch ein Kölner Stadtviertel. Wir waren
immerhin ab 14.15 Uhr anwesend. Die Propaganda eines
BILD-Provinzvolontärs, dies sei von Beginn an ständig und von weit mehr
Personen gerufen worden, wurde jedoch von allen "Qualitätsmedien" rasend
schnell übernommen.
VII.
– Eine schwer verletzte Frau, die laut Polizeipresse und in der Folge
auch diverser Medien Opfer eines Flaschenwurfes wurde, hatte sich
tatsächlich in der Nähe des Ebertplatzes bei der Polizei sehr lautstark
über deren Kooperation mit bewaffneten Linksextremisten beklagt.
Daraufhin bekam sie aus ca. einem Meter Pfefferspray ins Gesicht und
zeitgleich von hinten einen Polizeiknüppel über den Schädel. Das mir
bekannte Opfer wurde erst zwei Stunden später in einem Kölner
Krankenhaus wieder wach, konnte es aber auf eigenen Wunsch inzwischen
wieder verlassen.
– Es ist mittlerweile eine bewährte Taktik von Fernsehteams und
Fotojournalisten, sich inmitten linksextremer Angreifer aufzuhalten.
Einerseits hat man sowieso gemeinsame politische Zielsetzungen,
andererseits kommt man dadurch auch wunderbar an Bilder rechter
Demonstranten, die vermeintlich Journalisten angreifen, obwohl sie sich
lediglich gegen Attacken der Linken verteidigen. Von den
gleichgeschalteten Medien, zu denen offenbar auch die JF gerne gehören
möchte, wurden die Behauptungen über Angriffe auf Pressevertreter leider
begierig aufgesogen und multipliziert.
VIII.
Letztlich habe ich dank weitgehender Unempfindlichkeit gegen das
polizeiliche Reizgas nur ein schmerzendes linkes Auge, aber dafür eine
völlig ramponierte Ehefrau mit schweren Prellungen am ganzen Körper, die
erst zwei Stunden nach der Abreise aus Köln wieder halbwegs sehen
konnte und heute noch einen "Schleier" auf beiden Augen hat, eine etwas
weniger ramponierte Tochter mit immer noch knallroten, schmerzenden
Augen und einer Prellung des Unterschenkels von einem Polizeistiefel
sowie eine komplett andere Sicht auf diesen Staat zurückbehalten. Ich
habe die Berichte über Polizeigewalt bei Demos bislang als übertrieben
und selbstmitleidig eingeschätzt. Künftig wird mir das nicht mehr
passieren, noch nicht einmal bei Berichten von Linken. Versprochen.
IX.
Natürlich hätte man diese Bilder auch vermeiden können. Man hätte sich
friedlich mit lebensgefährlichen Gegenständen bewerfen lassen können,
man hätte sich friedlich zusammenknüppeln und die Augen verätzen lassen
können. Man hätte darauf warten können, bis das passive Bürgertum keine
Angst mehr vor dem Verlust seiner Pfründe hat und auf die Straße geht.
Wohlgemerkt: das Bürgertum, das noch nicht einmal bei Wahlen die Eier in
der Hose hat, eine handzahme Truppe wie die AfD zu wählen.
Oder man kann, wie so mancher distinguierter Kulturkonservativer oder
Ex-REP-Realo, auf diesen "Demo-Pöbel" herabsehen, dann ein, zwei Bücher
von Jünger und Schmitt lesen und sich schließlich an seinen Rechner
setzen, um seine 2000 bis 12.000 Abonnenten mit einem – ganz sicher
wortgewaltigen und höchst differenzierten – Artikel zu beglücken, der
jedoch mangels großen Publikums genau NICHTS ändert.
Man darauf hoffen, dass Gauck doch noch ein guter Bundespräsident wird.
Man kann behaupten, die AfD brauche Herrn Henkel und seinen
wirtschaftsliberalen Flügel. Und man kann gemeinsam mit diesem Flügel um
einen Platz am Katzentisch der Union buhlen, indem man sich bis zur
Unkenntlichkeit verbiegt.
Teil 3 folgt
http://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2014/politiker-fordern-konsequenzen-nach-demonstration/#comment-231067
A.
Lange meint
28. Oktober 2014 um 7:31 bis 7:53
I.
Ich bin erschüttert über den ersten, von der dpa und aus diversen
"Qualitätsmedien" zusammengeschusterten JF-Artikel zu diesem Thema. Und
das von einer Zeitung, die anders sein will und ansonsten keine
Gelegenheit zur Medienschelte auslässt, wenn die Opfer von
Falschdarstellungen nur dem vermeintlichen Hoffnungsträger AfD
angehören.
Meine Frau, eine unserer Töchter und ich gehörten gestern zu den
angeblich nicht anwesenden Bürgerlichen. Schon die Anreise in Zügen
(ohne Polizei) war trotz des unbestreitbar vorhandenen Gewaltpotenzials
sehr gesittet. Es wurde zwar gegen das Rauchverbot verstoßen, was aber
wegen der Zusatzwaggons an allen Zügen kein Problem darstellte.
Die Demonstration selbst verlief in den ersten 1 3/4 Stunden absolut
friedlich. Die skandierten Sprüche waren zwar eher auf Fußballniveau,
aber eine historisch-kritische Auseinandersetzung mit dem Islam unter
besonderer Berücksichtigung des koranischen Wortlautes war auch nicht zu
erwarten. Nach einer stationären Kundgebung von ca. einer Stunde (mit
bemerkenswert schlechter Live-Musik :-)) ging es in einem sehr
beeindruckenden Demonstrationszug 45 Minuten lang friedlich durch das
Viertel um den Breslauer Platz.
II.
Erst als die Polizei, die eigentlich alle Seitenstraßen abgesperrt
hatte, kurz vor der Rückkehr des Zuges zum Breslauer Platz gezielt
Lücken für herumstreunende Antifagruppen öffnete, um ihnen
überfallartige Attacken, u. a. mit Messern, auf einzelne Teilnehmer des
Zuges zu ermöglichen, eskalierte die Situation allmählich. Die Beamten
gaben den linken Hilfstruppen nach deren Angriffen nämlich auch noch
"freies Geleit" zurück hinter die Kette und danach die Möglichkeit,
quasi aus dem Polizeischutz heraus mit Flaschen, Steinen, gestohlenen
Fahrrädern (!) und Gullydeckeln (!!!) auf Demoteilnehmer zu werfen.
Wurfgeschosse, die nicht weit genug geflogen waren, um die Demonstranten
zu treffen, wurden von der Polizei teilweise wieder an die Linken
zurückgereicht, damit sie es beim zweiten Mal besser machen konnten. Wer
versuchte, sich dagegen zu wehren oder sich auch nur bei den Beamten
beschwerte, wurde zusammengeknüppelt und/oder mit Pfefferspray
traktiert. Daraufhin warfen ein paar Hooligans einen (leeren)
Einsatzwagen um, hinter dem die wild um sich werfenden linken
"Gegendemonstranten" bis dahin Deckung gesucht und gefunden hatten. Erst
dann hörte der Wurfgeschosshagel auf.
III.
Es sah plötzlich und völlig unvermittelt so aus, als ob kurz vor
Toresschluss noch die erwünschten Bilder für die "etablierte" Politik
und die geifernde, hochgradig aggressiv auftretende Medienmeute
geliefert werden sollten, nachdem die Demonstration bis zu diesem
Zeitpunkt einfach zu friedlich für zünftige Propaganda verlaufen war.
Das Verbotsgejohle des NRW-Innenministers Jäger, der ohnehin in
schlimmster Sozialistentradition alles und jeden verbieten würde, wenn
er nur könnte, bestärkt mich hierbei noch.
Trotz der heftigen Szenen und vieler übel zugerichteter Demonstranten
beruhigte sich die Situation erstaunlich schnell wieder. Die
Veranstaltung wurde schließlich um 17.30 Uhr per Bühnenansage beendet.
Alle strömten daraufhin weitgehend ruhig zu den beiden
Bahnhofseingängen, um die Heimfahrt anzutreten. Schließlich kamen viele
Teilnehmer von weit her (u. a. Pforzheim, Dresden…) und mussten heute
wieder arbeiten. Selbst die Fahrt nach Dortmund über das Ruhrgebiet nahm
mit einem Regionalexpress ca. 1,5 Stunden in Anspruch.
IV.
Da aber die Polizei, nachdem sie anfangs noch abreisende Demonstranten
durchgelassen hatte, in der Zwischenzeit einen Kessel gebildet und alle
Eingänge abgeriegelt hatte, was die viele gar nicht mitbekommen hatten,
kam es nach und nach zu heftigen Drängeleien durch immer mehr
nachrückende Personen. Die kesselnden Beamten setzten mal wieder ihr
"Allheilmittel" Pfefferspray gegen die vorderen Personen ein, die durch
den Druck von hinten ohnehin nicht wegkonnten. Auf dem Boden liegende
Personen wurden zusammengeknüppelt oder -getreten; Helfer wie meine Frau
und meine Tochter, die versuchten zu deeskalieren, Verletzte versorgten
und sie aus der Gefahrenzone brachten, wurden mit Pfefferspray aus
nächster Nähe mitten ins Gesicht und, ebenfalls sogar noch auf dem Boden
liegend, mit Knüppeln traktiert.
Einige der Demonstranten, die hinten mitbekamen, was vorne ablief,
warfen in der Folge mit Gegenständen auf die völlig außer Kontrolle
geratenen (oder ihren Befehlen folgenden?) Beamten.
Teil 2 folgt
Gefunden hier .....
wo der Mensch auch seinen Namen hinterlassen hat - den ich hier rausgenommen habe.
Harter Tobak - und Anlass - mal sorgfältig drüber nachzudenken.
Übrigens auch für die "korrekten Friedensmahnwachler" - die sich ganz offenbar in keiner Weise um echte Infos bemüht haben - aber gerne befleißigt - rein grundsätzlich wohl - gegen "Hogesa" ( mit Verlaub - geht´s ja gar nicht um diese an sich ....) wettern - politsch-korrekt natürlich .....
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