Dienstag, 19. November 2013

Lektion Himmelsgeschoß

Gut eineinhalb Jahre hat´s jetzt gebraucht für eine wiederholte Erkenntnis: Klares, gesundes Abgrenzen ist richtig und wichtig.
Einst bin ich recht frohen Herzens hier im Himmelgeschoß  gelandet und freute mich, daß ich hier meine Ruhe haben werde und nicht "erreichbar" bin, wenn ich es nicht wünsche.
Dann folgten eineinhalb Jahre lang seltsame Geschichten, die mich immer mehr beschäftigt hielten und aus dem seligen Himmelsgeschoß auf einen harten Boden zu holen schienen. Zuvorderst in der Reihe des unsanften Aufprallens: Dreimal zerstochende Reifen an meiner weltbesten Privatlimousine. Dazu - viele andere seltsame Geschehnisse und auch mutwillig zerstörte Apparaturen.

Nach und nach - habe ich all diesen Vorkommnissen erheblich zuviel Aufmerksamkeit gewidmet.
Fand mich gar ständig auf einer Hut wieder.
Bis ich merkte, daß ich da etwas nähre - mit meiner guten Energie.
Das - war mir zwar mir die ganze Zeit über irgendwie klar -  und ich hatte schon lange beschlossen, dies nicht zu tun - aber irgendwie tat ich es ja doch (wieder).

Mit der Zeit bemerkte ich - das ich unlustiger wurde. Ein sicheres Zeichen für Energieverlust.
Mit dem Unlustigwerden erschienen auch temporär andere Gefühle - wie Zorn, Haß, Vergeltungsgelüste und solches giftiges Zeugs. Anders gesagt: Wenn sowas auftaucht - bist Du mittendrin in der Geschichte. Und - es ist eine wirklich schlechte Geschichte, die überhaupt nichts Gutes bringt.
Am Ende gar zunehmende Malesten - die kommen ja auch nicht per Zufall.

Jetzt - hat sich was gelöst. Auch dank der Malesten. Eine Bronchitis ist immer eine recht goldene Gelegenheit zur klare(re)n Schau.

In einem Gespräch holte mich jemand mit seiner ruhigen, besonnenen, objektiven Art wieder auf einen Boden der Tatsachen runter. Und ich durfte sehen, wie ich mich (selbst) verstrickt habe.
Wie der konditionierte Verstand angesprungen ist und sich verbissen hat in etwas, was sich wahrlich nicht lohnt.
Der Besonnene - verwies mich auf den tatsächlichen Aufwand - der ggf. abzuleisten ist in dieser Angelegenheit. Und darauf, daß ich durchaus in der Lage bin, diesen bei möglichem Bedarf zu generieren.

Zu lernen habe ich also: Es auch dabei zu belassen. Und von jeglicher, überflüssiger "Verstrickung" meinen guten Abstand zu nehmen. Mich drauf zu besinnen - welche Freude es war, hier anzukommen und die Tür des Himmelsgeschosses einfach hinter mir zu schließen - um den Rest für eine gute Weile außen vor zu lassen.

Der November, seine stillen Grautöne und die auch äußerlich zunehmende Ruhe - sind gute Helfer.
Tatsächlich geht´s zum Einen um eine "entschlossene Reviernahme" - und damit auch darum, mir dieses Revier selbst absolut zu gönnen - wo immer dies gerade befindlich ist! - und zum Anderen ist es sehr erhellend, die eigenen Anteile in dieser absurden Geschichte zu sichten.

Hätte ich mich von Anfang an nicht auf diese seltsame Geschichte eingelassen - in welcher Form auch immer - und wäre selbst entschieden genug geblieben - also in meiner eigenen, ursprünglichen Vision, was ich hier tun möchte - so hätte ich mich auch gar nicht erst "verstricken" lassen. Hätte erst gar nicht an mir rütteln lassen. Hab´s aber ....

Nun also - ist die Tür wieder geschlossen - so, wie ich es ganz zu Anfang tat.
Und hier oben - ist mein Revier. Basta!
Dieses wird solange von mir geschützt, wie ich hier weile.
Und bleiben - will ich ja ohnehin nicht ewig.
Es wartet schließlich noch was viel Besseres auf mich.

Was also - de facto - noch getan werden muß, wird getan werden.
Der Besonnene hat mir auf einfache Weise gezeigt - daß dies nicht viel ist - und auch nicht viel war.
Zuviel war - in die Geschichte einzusteigen. Und mitzuspielen. Eine Rolle zu übernehmen.
Und das - nicht zum ersten Mal in dieser Lektion von Leben.

Die kleinen und größeren Spielchen im "bösartigen Kindergarten" gehen wohl weiter. Das Außenlicht ist "wiederholt ausgefallen" - in der dunklen Zeit. Gut. Lasse ich halt den Motor laufen sehr früh am Morgen und arbeite mit dem Licht meiner Limousine. Eine Taschenlampe findet sich ebenfalls in meinem Besitz. Fast zu meinem Erstaunen - funktioniert meine weltbeste Waschmaschine auch noch prima. Die Einzige von dreien - die nie "gesichert" wurde - und immer noch nackt dasteht - ohne Zusatzschlösser. Zwei neuwertige Ersatzreifen auf Felgen finden sich im Innenraum meiner Limousine. Das ist doch schon mal was.

Wichtiger aber als alles das - ist wohl, daß ich meinen Humor wieder finde. Der ist ja zum Glück noch hier - hatte sich nur kurz in einer Ecke verkrochen, weil er mich so (gar) nicht mag.
Daß mir das Leben nicht vergällen lasse - von irgendwelchen Psychotikern, die eh kein Mensch verstehen muß. 
Und - wie oben geschruben - eine Tatsachen-Betrachtung mit Abstand - auf einer sachlichen Ebene.
Diese zeigt mir die Relation auf:
Die tatsächlich in die einstigen Unbilden investierte Lebenszeit - versus "Horrorphantasien", die permanent Zeit und Energie fressen, obwohl gerade gar nichts Konkretes ansteht.

Da das Leben immer großzügig ist mit den jweiligen Lektionen - schickt es mir gerade noch eine andere Geschichte dazu - als Spiegel meiner eigenen Verstrickungen der jüngsten Vergangenheit.
Jemand, der sehr gutmütig ist und auch großzügig - wird von einem Psychopathen angegangen. Und wurde auch von diesem angezeigt. Absurderweise und völlig zu Unrecht - aber: Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe in diesem "Rechtsstaat". Der eigentliche Aggressor - ist nicht greifbar. Er hat "Sozialstatus", bei dem ist nichts zu holen und der holt sich, was er nur kann. Der zu Unrecht Angezeigte - muß sich um diese Scherereien kümmern und traf inzwischen auch auf andere Geschädigte, die ebenfalls nicht zu ihrem "Recht" kommen - und bei denen der Aggressor schmarotzt. Der Aggressor - macht aber offiziell das Opfer - obwohl er angreift. Und Dinge unterschlägt/zurückhält, die wieder Andere in Unruhe versetzen können.
Zum Gerichtstermin in etwa zwei vollen Monden - wird dieser vermutlich "Recht" bekommen von den zuständigen Instanzen. Funktioniert also ganz gut - das Opferspiel.
Einstweilen - ergeht sich der o.g. Gutmütige seinerseits in diversen "Horrorphantasien" - und ich versuchte, ihm diese auszureden. Aus mitgeteilter eigener Erfahrung in den vergangenen Monden. Weil eben das Übelste an solchen Geschichten immer ist - die eigene, gute Energie an Vampire zu verschwenden. Hier - waren wir uns einig.

Ich staunte nicht schlecht, welche potentiellen Varianten eines fortgesetzten Albtraumes dem tatsächlich Angegangenen noch so einfallen - was da noch alles auf ihn zukommen könne. Spieglein, Spieglein ....

Also: Meine Tür - ist jetzt wieder geschlossen. Habe in den Spiegel geschaut - und fand es recht häßlich und unnötig, was ich dort so alles sah. Ist wieder Zeit - für andere "Visionen".

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