... und ich fühle mich an diesem Morgen fast wie rundumerneuert.
Gestern also kam der Senior der Praxis erstmals in die Kabine. "Wir haben ja noch nicht ....." meint er. Ich lache und meine "Ne, wir haben noch nicht."
Ich beschreibe meinen "Zustand" - kurz mit : Im Grunde alles desolat derzeit. Und eine Art "Wanderschmerz". Beschreibe kurz die markantesten Stellen.
Der greift zunächst treffsicher in die am meisten verhärtesten Muskelstränge, die sich gerne zügig etwas lösen unter diesem Zugriff.
Dann - geht er an die Füße. Und das ist der Volltreffer!
Von diesen geht die Spannung nämlich hoch durch den ganzen Körper bis in den Schädel hinein.
Und ich hab´s mir genau so gedacht - die ganze Zeit schon.
Durch den gebrochenen Zeh bzw. eher zweie im Sommer hat sich zunehmend die Spannung aufgebaut und diverse Symptome verursacht. Dazu kommt eine permanente Fehlhaltung und Schiefstellung beider Füße in der Limousine - über unzählige Stunden in allzu vielen Jahren inzwischen. Durch diese - werden bestimmte Muskeln völlig überstrapaziert und befinden sich in Dauer-Anspannung.
Der bearbeitet also die entsprechende reflektive Stelle für´s Kreuz und die Wirbelsäule auf dem Fußrücken - mein lieber Scholli, da sitzt es drin! Wringt beide Füße aus - was für eine sofort wirksame Wohltat.
Dann noch Arbeiten am Rücken selbst - Rückenstrecker. Er findet exakt die ärgste Stelle - auch am Nacken im Anschluß. Eine halbe Stunde etwa dauert es.
Ich fahre danach noch zwei Stunden und merke mal wieder - das ist nicht wirklich gut, direkt wieder in die Limousine zu steigen. Einmal, weil ich nach solcher Behandlung immer tiefenenspannt bin und besser daran täte, mich dieser Entspannung auch hinzugeben. Und zum Anderen, weil ich ja direkt wieder in die üblichen Fehhaltungen zurückgehe und so dem Körper nicht die "richtige Information"gebe.
Trotzdem - ist heute morgen der komplette Rücken schmerzfrei.
Bis hoch in Nacken, Kiefer und Kopf. Sogar die Knie sind frei.
Jede Menge gelöst.
Auch nächtliche Symptome blieben diesmal aus.
Ich bin sehr beeindruckt. Und freue mich, daß er die Ursache aufgefunden hat in Windeseile.
Sagte ihm auch - daß das die ganze Zeit mein Eindruck ist - daß die Verspannung seit dem Bruch des/der Zehen zugenommen hat und von unten nach oben aufgestiegen ist. Ob das sein könne? Ja, das könne durchaus so sein.
Jetzt - freue ich mich nicht nur über einen nach langer Zeit mal wieder freien, starken Rücken und den verschwundenen Wanderschmerz, sondern auch darüber, daß ich mir selbst auch helfen kann an den Füßen. Nicht so erfahren und wissend, wie dieser Chiron und nicht so zupackend - ist immer effektiver, wenn es jemand anders für Dich tut, aber immerhin ist es recht mühelos machbar.
Und ich wundere mich auch - daß ich nie etwas über diese "goldene Stelle" auf dem Fußrücken gelernt habe seinerzeit, als ich viel über die Füße lernte. Niemand erwähnte diese. Und ich las auch nichts weiter darüber.
Viel lernen kann ich aber - indem ich gerade ab und zu mal auf dieser Liege befindlich bin und durchgearbeitet werde. Gehe immer mit dabei - verfolge, was die so machen und wie der Körper reagiert, antwortet.
Sehr offensichtlich ist - daß jeder von den Praktikern seine ganz eigene Handschrift hat und jeder von den dreien anders vorgeht, anders greift uns sich anders anfühlt beim Arbeiten.
Und wieder mal lerne ich - das Symptome sehr weit weg von der Ursache liegen können. Allein Symptome zu bearbeiten - reicht also in keiner Weise aus. Hat aber auch erst mal sehr gut geholfen. Und war sehr wichtig und richtig, besonders nach dem Streckschuss der Hägse.
Aber jetzt - wo der Senior fest in die Ursache gegriffen hat - bin ich doch sehr erstaunt und natürlich auch sehr froh, einen ganz neuen Rücken zu haben.
Schon seit ein paar Monden - beobachte ich, wie so ein "Bruch" das ganze System beeinflußt. Eine Kundin mit frischem Knochenbruch am Bein meinte mal im Gespräch - ach ne, wegen "nur" einem kleinen Zeh wäre sie auch nicht zum Arzt gegangen. Ich wunderte mich noch über diese Nichtwertschätzung von einem Zeh - ob klein oder groß - ist egal. Ein Bruch ist - ein Bruch. Und obwohl er wieder zusammengewachsen ist - ganz anders als vorher und ganz anders als der gegenüberliegende Zehenknochen - ist er deutlich spürbar. Und verlangt Aufmerksamkeit.
Da dies mein allererster Bruch ist im Knochensystem - was ich mal als Glück bezeichne in einem halben Jahrhundert - bin ich sehr erstaunt, welche Wirkung dieser hat. So "klein" er auch scheinen mag - kann er ganz schön rütteln am Gesamtgeschehen. Und bringt mir einiges bei.
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