Donnerstag, 22. November 2012

Mal reingehört gestern ....

.... in eine TV-Gesprächsrunde mit dem Titel "Gibt es ein Leben nach dem Tod" gestern - bei der Frau Anne Will.
Unter fünf geladenen Gästen - saß für mich nur eine Person, die wirklich etwas dazu mitzuteilen hatte - und die ich auch im "richtigen Leben" sehr schätze - Seyran Ates berichtete von einer "Nahtoderfahrung" im Alter von 21 Jahren.
Die anderen vier Gäste - spekulierten mittels ihres begrenzten Verstandes und der in diesem kleinen Kästchen vermeintlich befindlichen "Logik" - und/oder aus "Gefühlen" und/oder (Wunsch-)Vor-stellungen heraus.
Vier Gäste - hatten also im Grunde nichts Essentielles, Selbst-Erfahrenes beizutragen.
Dafür - verlief diese Gesprächsrunde sogar noch glimpflich und moderat.
Ich stellte wieder mal erstaunt fest - was "(Natur-) Wissenschaft" sein soll.
Das sind etwa "Meß-und Nachweis-besessene-Verstände", die keinerlei eigenes Erlebnis-Moment des "Numinosen" mitbringen -  aber dennoch mittels z.B. gerätegesteuerter Hirnmessungen die Existenz eines solchen "Numinosen" - in dem allein eingebettet so ein kleiner Verstand überhaupt existieren kann - widerlegen möchten. Also - auch dies eine reine Glaubensfrage -  und da sie scheinbar nicht dran glauben - sagen sie halt gerne sowas wie: "Das sind nur neuronale Hirnprozesse - können wir alles messen inzwischen!". Und vergessen sich selbst dabei - und das flüchtige Phänomen von Sprache und Benennung - durch welches sich zwar die unzureichenden Begrifflichkeiten immer wieder ändern im Laufe der Jahrtausende - aber nie das "Numinose" selbst, in dem diese immer wieder neu erscheinen - und welches dennoch gleich bleibt.  Und welches ich hier natürlich auch nur als "Begrifflichkeit" verwende - weil es so schön neutral daher kommt - jenseits von "Religion".

Religiös-Gläubige, die selbst auch noch keine Berührungspunkte mit dem "Numinosen"  hatten - beziehen sich auf irgendwelche Bilder in ihren Schriften - oder vermeintliche Erfahrungen Anderer, um anzuführen - daß es eben doch mehr gibt zwischen Himmel und Erde.
Also - kurz gesagt - alles blanke Theorie.
Niemand vermag einem Anderen hier etwas zu beweisen - und so wird´s wohl auch immer sein und bleiben?
Ich selbst - erinnere mich an wenige und erhellende Momente - in denen ich der vermeintlichen Welt plötzlich abhanden kam und mich in anderen Dimensionen wiederfand. Keine "Nahtod-Erfahrung" - aber bsp.weise eine außer-körperliche über mehrere Tage hinweg, während der ich mich quasi abgelöst vom Körper selbst beobachten durfte, wie ich durch die Welt ging. Bis ich wieder im Körper war.
Soviel ist für mich klar - mit leeren Begriffen wie "neuronale Dingens-wat-auch-immer ...." - ist das nicht zu beschreiben.  Es ist sogar - gar nicht zu beschreiben. Und geschieht nur selten - bei mir jedenfalls.
Sehr interessant fand ich - daß die sogenannten "Atheisten" in dieser Sendung - im Grunde gar keine sind.
Der junge Mann, der fest dran glaubt (etwas Anderes ist hier nämlich gar nicht möglich ...), daß nach dem Tod nichts mehr kommt - erstaunte mich mit einer zutiefst-ethischen Auffassung und Respekt vorm Leben.
Der sich selbst so bezeichnende "Natur-Wissenschaftler" erstaunte mich mit einer eher gefühlsmäßigen und auf persönlichem Schicksal beruhenden Interpretation - warum es keinen "Gott" geben könne.   Eigentlich die irrationalste Herbeiführung für die Nicht-Existens eines "Göttlichen" - schon seit Äonen - die da lautet: "Wenn Gott sowas zuläßt - dann kann es ihn gar nicht geben." Kinder-Interpretation des Göttlichen - demnach soll Gott immer gut sein und niemandem was Böses tun. "Wenn es einen Gott gäbe - würde er sowas niemals zulassen".
Sowas sagen Menschen meist - wenn sie selbst, also persönlich unerwartet vom Leben getroffen und verwundet werden. Da fallen sie gerne "vom Glauben ab".  Das aber jeden Tag und in jedem Moment in unserer Existenz auf diesem Planeten unerklärliche Grausamkeit und Ungerechtigkeit herrscht - scheinen viele erst zu bemerken, wenn es sie selbst bzw. persönlich tangiert. Und dann - wird kurzerhand "Gott" dafür verantwortlich gemacht. Statt daß mensch - sich selbst mal "durchmißt".
Der Letzte im Bunde - war eigentlich der größte "Spekulant" - für mein Empfinden. Ein studierter Theologe der lutheranischen Richtung. Der wußte - zu allem und jedem etwas Kritisches, fast Sarkastisches anzumerken - aber war dem Numinosen selbst wohl auch noch nie begegnet.
Fazit - sehr oberflächliche Runde. Alle - von ihrem eigenen Glauben besessen - außer der Frau Ates - die schon mal woanders unterwegs war - und die betonte - daß sie keine Ahnung von der "Wahrheit" hätte.
Aber immerhin - kein schlechter Ansatz für die "Öffentlichen".
Besser noch - eine weitere Sendung mit solchen, die schon mal von den eigenen, numinosen Neuronen ordentlich  durchgefeuert wurden .... 

4 Kommentare:

Astrophil hat gesagt…

Tz..tz...tz...;-))

bei der Frau Anne Will.
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So etwas schaust Du Dir tatsächlich an ?....*g*...

Da finde ich ja die Daniela Katzenberger in Ihrer pseudomondän aufgepeppten "natürlich blonden Frische" um Klassen authentischer...

Und im ansonsten recht "düster trivialen TV- Alltag" eine willkommene Abwechslung...

Die Daniela hat übrigens erst neulich eine "Rückführung" in dieser Sendung gemacht. Man sieht also, solche "numinosen Themen" sind - trotz aller allgemein vorgegebenen/ vorgetäuschten (?) Skepsis - durchaus im "Trend"...
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Keine "Nahtod-Erfahrung" - aber bsp.weise eine außer-körperliche über mehrere Tage hinweg, während der ich mich quasi abgelöst vom Körper selbst beobachten durfte, wie ich durch die Welt ging.
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Ich möchte und kann da keine "Ratschläge" geben. Aber bei solchen, womöglich bewusst herbeigeführten ausserkörperlichen "Reisen" sollte man aufpassen, dass der "silberne Lebensfaden" nicht ganz urplötzlich abreißt.

Hab' ich mir zumindest mal sagen lassen...;-))

LG
Astrophil

Sati hat gesagt…

Was ist bitte Daniela Katzenberger?
Sowas - gucke ich nun wieder nicht .... erblicke das Elend aber dennoch ab und an ungewollt in den Schaukästen der Boulevard-Schmierblätter in der Kolonie.

Die etwa zehntägige "außerkörperliche Reise" einst - war nicht bewußt herbeigeführt - geschah aber nach Zeiten intensiver Meditation, bei denen schon anderes geschah - von selbst.
Und - ich hatte keine Angst.
Mußte mich nur anfangs kurz "neu einbalancieren" ...
Es war sehr interessant.

Übrigens - habe ich auch schon von Leuten gehört, daß sie schon seit vielen Jahren so unterwegs sind.

Und - ob das silberne Fädchen so oder so reißt - wen kümmert´s?

Gruß, Sati

Wildgans hat gesagt…

...auch der kleine ertrunkene Bub, dem seine Uroma gesagt hatte, er solle zurückgehen:-)
...der Kirchenschrat, der fast einen Herzkoller bekam, ach Gott.
...und das Durcheinandergequatsche. ...und diese Frau im roten Pullover, Frau Ates, der habe ich geglaubt. Wie schön, Du auch.
Gruß von Sonja

Sati hat gesagt…

Genau - der kleine Junge und seine unbekannte Ahnin. Lustig die Aussage - daß sei ganz normal, daß er sich an diese erinnere - wenn in der Familie von dieser gesprochen worden wäre ...???!!! .... Der "Naturwissenschaftler" darf das sagen. Sagt es der "Esoteriker" - wird er milde belächelt.
Ja - die mag ich ohnehin schon lang, die Frau Ates. Ihre Wanderung war mir hier ganz neu.
Liebe Grüße, Sati