Hier gibt es einen äußerst interessanten Vortrag vom 10.10.2009 von Andreas Clauss zum Thema Geld ... aber es geht um weit mehr und besonders auch um die Mechanismen von Politik und Wirtschaft und deren Strategien im Rahmen der sogenannten Globalisierung - aber auch um unsere eigene Blödheit und Akzeptanz des bestehenden Systems - immerhin haben 66 % der Bürger (das kommt von "bürgen") die etablierten Parteien gewählt und damit das bestehende System, inklusive des wahnwitzigen Geldsystems, bekräftigt. Entsprechend fehlt es auch nicht an Hinweisen, daß sich nur dann etwas ändern kann, wenn wir selbst Verantwortung übernehmen. Das heißt in stark gekürzter Form: Wieder selbst die Produkte herstellen, die benötigt werden, um alle durchzubringen - und das hat nicht zwangsläufig etwas mit Geld zu tun - wie auch wir hier alle langsam begreifen. Andreas Clauss gibt zum Ende einen Ausblick darauf, was wir vor Ort tun können.
Der Vortrag geht über 2 Stunden und 5 Minuten - klingt erst mal lang - hat aber weit mehr Substanz als ein "BWL"- und "VWL"-Studium zusammen - dafür ist der Zeitaufwand verhältnismäßig minimal.
Für Personen, die noch über Geldanlagen verfügen, ist der Vortrag sicher auch interessant, denn Herr Clauss erklärt plastisch, wohin diese in Kürze verschwinden werden, falls sie nicht abgelöst werden.
Also: Besser sofort ablösen und ausgeben. Vielleicht in Weiterbildung und Aufklärung investieren, da ist dann das Geld zwar auch weg - aber wenigstens in eine gewisse Substanz gewandelt. Und in nachhaltig arbeitende Selbstversorger-Projekte. Und in tatsächliche Gesundheit und natürliche Heilweisen. Und und und ....
In seinem Vortrag weist Andreas Clauss auch auf den Verlust von Sprache und eine damit einhergehende Beschränkung hin, mögliche Alternativen zum vermeintlich-unabänderlichen Status zu entwickeln. Als Beispiel für Sprachverlust führt er u.a. den von der Bild-Zeitung verwendeten, auf 300 Worte begrenzten "Wortschatz" ("deswegen heißt das ja BILD-Zeitung") an, im Vergleich dazu habe Goethe über einen von über 20.000 Wörtern verfügt. U.a. mit Wörtern und also mit Sprache und Aussprechen - kann man Alternativen entwickeln .... nicht aber mit Sprachlosigkeit und dem Mantra "Da kann man nichts machen".
Viel Freude mit dem Vortrag wünsche ich schon mal - ich hatte meine helle daran. Ganz herzlichen Dank an den Herrn Clauss auch.
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