Samstag, 9. Juli 2011

Toiletten-Nutzungs-Verbot führt zu unverhofftem fotografischem Ehrgeiz ...

Habe mir einen "Fotoapparat" geschenkt. Komme drauf zurück ...

Da ich bisher überhaupt kein Fan von "festgehaltenen Momenten" bin, wollte ich eigentlich mit der integrierten Kamera meines günstigen Handies auskommen, welches ich mir widerum nur gekauft habe, weil das alte im freien Fall kaputt ging und ich in der Limousine schon mal kurz und sinngebunden kommuniziere. Dieses billige Handy stellte sich kurz darauf als teuer heraus, da ich keine Verbindung via Kabel mit dem Notebook herstellen kann, lediglich über "Bluetooth", welches mein dafür zu altes Notebook widerum nicht unterstützt. Also wieder so ein Fall von Beutelschneiderei, in dem die einzelnen Geräte zwar funktionieren, aber die fortschreitende Technik bzw. die Update-Gepflogenheiten dafür sorgen, daß nichts mehr miteinander bzw. nichts Älteres mehr mit Neuerem funktioniert.

Nach dem Handy erhängte sich mein MP3-Player ... er funktionierte noch, aber es gab kein Software-Update mehr zur Problembehebung - Herstellerfirma pleite inzwischen. Also habe ich mir einen neuen Player gekauft. "Mit ohne"  Musik in der Limousine - ne danke.

Kurz darauf - kam der Moment der Erhellung: Ein nagelneues "Smartphone" hätte mich etwa die Hälfte gekostet und ich wäre mit nur einem Gerät unterwegs gewesen. Naja ... Lehrgeld eben. Geht schon in Ordnung.
Jetzt weiß ich ja wieder ganz gut Bescheid, was es so alles gerade gibt.

Nun - habe ich mir also eine kleine, sehr feine Digitalkamera geschenkt - weil es mit dem Handy und den Fotos nicht klappt. Zum Einen möchte ich schlicht ein paar funktionale = zweckgebundene Bilder machen -  und zum Anderen auch hier und da ein paar Bilder auf meinen Wegen. Insbesondere Makro-Aufnahmen ... aber auch ein paar Schnappschüsse in der Kolonie auf den Wegen mit der Limousine.

Schon seit Monaten will ich da ein speziell für meine Zunft erstelltes Verbotsschild einfangen. Es steht am Anfang der Kleingedankstrasse im Kölner Süden und am Eingang einer "sozialen Einrichtung", die sich direkt neben dem Taxistand befindet, und ist künstlerisch angelehnt an das "Hunde müssen draußen bleiben"-Schild vor Supermärkten und anderen Gebäuden. Wir dürfen dort also unsere oft überstrapazierten Blasen nicht entleeren. Im Gegensatz dazu werden wir in manchem 5-Sterne-Hotel der Kolonie sogar explizit freundlich begrüßt von den Menschen an den Türen, die wissen, daß wir ebenfalls Dienstleister sind.

Meine fotografische Entwicklung läßt sich bisher eher als "unmotiviert"  bezeichnen - s.o.. Ein paar Mal habe ich es höchstens viertelherzig versucht ... an den Geräten lag es ganz sicher nicht, denn ich fand mich einst im Besitz einer begehrten spiegelreflektierten Profiapparatur.
Aber das spielt ja nicht wirklich eine Rolle - ich befand mich auch im Besitz eines begehrten Motorrades deutscher Bauart - welches ich ebenfalls verschmähte, da ich einfach keine Motoradfahrerin war. Probiere eben Dinge aus - auch, wenn es Lehrgeld kostet.

Jetzt - bin ich also neue Handhaberin dieser vergleichsweise sehr günstigen Digitalkamera, mit der mir erstaunlich viele Optionen zur Verfügung stehen - für sehr wenig Geld.

Interessanter- und passenderweise habe ich mir gestern einen Bericht über Rohstoff-Recycling (diverse Metalle und "seltene Erden") angesehen. Ist schon interessant, was da in diesen elektronischen Geräten alles drinsteckt. Und wie sinnvoll es ist, all diese Rohstoffe tatsächlich wieder zurück in den Kreislauf zu bringen.

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