Dienstag, 13. Juli 2010

Sonne und Hitze

... sind gerade die Zutaten, die mich zwingen, innezuhalten. Der ratternde Verstand weigert sich hartnäckig, hat aber kaum eine Chance gegen diese Kombination. Bewegen - geht gar nicht. Denken - ist sinnlos mit schmelzendem Hirn. Abkühlung - hält nicht vor. Surreal macht sich breit, FataMorgana ist tonangebend. Fußball-WM ist vorbei, die Ruhe nach der Party. Was macht das Öl im Golf? Keine Ahnung. Ist denn jetzt endlich Krise, Inflation, Deflation, Weltuntergang oder gar Aufstieg in höhere Dimensionen? Alles Humbug bei 40 Grad im Schatten. Die Sonne - hat weit mehr Kraft als jegliche Hysterie. Hier in der Kolonie kein Windchen, nur Hitze, die auf den Böden steht.
Letzte Woche war ich weg, am großen See im Süden. Auch da - nur Hitze. Aber wenigstens ein Bad im See mit Wellengang und ganz-gut-schlafen-können in der Nacht auf 800 Metern Höhe.
Fast hat mich die Klimaanlagen-Ausfall-Serie am Wochenende im ICE erwischt, war zweitweilig hart .... dann sprang sie doch nochmal wieder an. Hallelujah. Wie idiotisch ist es eigentlich, kein Fenster mehr öffnen zu können ....
Jetzt - interessiert mich gerade wenig. Lasse alles in der Hitze schmelzen. Werde vielleicht endlich leer. Steht schon lange auf der Agenda - aber sinnlose Aktivitäten drängen sich vor, vor die Angst vor dem Nichts.
Letztes Aufbäumen, rastlose Suche nach Ablenkungen und Vergnügungen - statt der Leere von allem ins Zentrum zu schauen und zu sterben. Je verzweifelter die Sucht nach Zerstreuung, desto stärker die Angst vor dem Nichts. Und andersum auch ... Mittelwege - gibt´s nicht. Lösungen - keine. Grenzenlose Langeweile und Sinnlosigkeit. Gähnender Schlund. Immergleicher Trott. Egal, was ist. Worüber sollte ich mich aufregen - können?
Langeweile tötet langsam.

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