Wirklich gelernt habe ich also nichts. Immer noch nicht. Und so langsam dämmert es mir, daß es auch nichts zu Lernen gibt. Es dient alles nur der Unterhaltung. Besonders auch die schweren, ernsten Angelegenheiten, in die wir Menschen uns richtig verbeissen. Die scheinen sogar den weit höheren Unterhaltungswert zu besitzen, denn diese lassen wir so gut wie nie los.
Oder doch - warte: Es gibt nicht diesen Christengott und auch keinen anderen allmächtigen, einzigen, strafenden, urteilenden und verurteilenden, regelwerkgeilen und begrenzenden Gott oder eine solche Göttin. Was für eine erbärmliche Last wäre solch ein Gott für die Menschen? Und es gibt auch niemanden, der "erleuchteter" ist, als ich. Na, immerhin ....
Zum ersten Mal finde ich nun nach vielen Jahren ein wenig Raum bei mir, um ein paar Geschichten aufzuschreiben - es macht Spaß und ist erstaunlich unterhaltsam und intensiv. Jede dieser Geschichten ist noch vorhanden, als würde sie gerade in diesem Augenblick geschehen. Was daraus wird - spielt keine Rolle im Moment. Das "Wollen", "Erreichen-Wollen", "Etwas-(Besonderes)-sein-Wollen" und sogar das "Wissen-Wollen" hat sich verzogen wie eine Wolke am Himmel.
Die hauseigene Bibliothek wird jetzt wieder abgespeckt .... viel zuviel Zeug. Auch die hübschen buddhistischen Figuren werden verabschiedet. Meine Güte, was habe ich an Zeug angesammelt! Und wieviel Geld habe ich der spirituellen Industrie zugeführt, haha.
In meinem Küchen-Kabuff gibt es eine Kiste mit Dingen wie Untersetzern und "ich-weiß-nicht-einmal-mehr-was-sonst-noch-drin-ist", die mir heute einen Schauer über den Rücken jagte: Alles solche Dinge für den "Wenn-mal-was-ist"-Fall. Der seit Jahren nicht eingetreten ist und womöglich nie kommt. Das habe ich noch von meiner Sippe gelernt, die haben ja alle mindestens einen Krieg erlebt. Aber die sind auch schon alle tot - und ich noch lebendig.
Ich denke, die vielen Dinge und Sachen haben mir für eine Weile die Illusion von Sicherheit und Geborgenheit geschenkt, und jetzt brauche ich das nicht mehr in dieser (rumpelkammerartigen) Form.
Was mich zur Zeit sehr berührt, sind die Mythen, wie die Menschheit sie schon seit Jahrtausenden kennt, in ihrer Aktualität - und die finde ich in Geschichtenform alle im Netz - und im Leben sind die göttlichen Kräfte und die Archetypen eh so lebendig wie eh und je.
Dieses virtuelle Zeitalter und seine vielen Möglichkeiten gefallen mir zunehmend besser. Hat etwas sehr Magisches: Die Überwindung von Zeit, Raum u.a. Begrenzungen wird auch für alle die möglich, die es nicht zu glauben gewagt hätten. Für mich ist es so eine Art Vorstufe ... noch wird der PC als vermittelndes Medium gebraucht, doch ich bin sicher, wir können das alle(s) bald auch ohne technische Brücken. Wieso? Keine Ahnung ...
Vielleicht ... schenke ich mir doch noch so einen federleichten Eee-Peecee zum Geburtstag, den kann ich mit ins Taxi nehmen und vor Ort schreiben. Eigentlich - ist der Kauf schön längst beschlossene Sache, nur dieser Zeitpunkt war noch nicht da, an dem ich es dann sofort und unverzüglich tue.
Hier noch zwei geniale Sätze aus dem Liber Lex Legis - kannst du hier lesen und orakeln:
Ich bin die Flamme, die im Herzen jedes Menschen brennt, und im Kern jedes Sterns. Ich bin das Leben, und der Lebensgeber; gleichwohl ist dieses Wissen von mir das Wissen vom Tod.
Ich gebe unvorstellbare Freuden auf Erden: Gewißheit, nicht Glauben, während des Lebens, über den Tod; unaussprechlichen Frieden, Ruhe, Ekstase; auch hierfür erwarte ich nicht irgendein Opfer.
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