stelle - und beginne, die Freiheiten zu schätzen, die mir das gerade gibt: Habe eben die Musik angestellt und nicht eben leise. Es wohnt erst wieder im dritten Stock jemand über mir - und der ist selten da. Ich kann also ungeniert und ungehemmt die vielen Baustellen beschallen mit wundervoller Musik.Ich bekomme die Gelegenheit, zu schauen, ob es wirklich irgendeine Bedeutung hat im Leben, ein schönes Zuhause zu haben - oder ob ich lieber weiter meiner Zigeuner-Nostalgie folge und diesem sehnsuchtsschwangeren Timbre nach etwas, was nie und nimmer greifbar sein wird .... oder ob ich mich einfach der Wahrheit an sich widme - und damit der puren Magie, die das Leben ist. Auf Letzteres scheint es hinauszulaufen ... und das hat viel Kraft, jeder weitere Atemzug hat so viel Kraft ...
Seltsam genug, doch diese Baustelle um mich herum mit all dem Dreck, Lärm und den vielen fremden Menschen .... hat inzwischen etwas sehr Transformierendes. Fast scheint es, als sei ich verliebt in dieses Chaos, welches mich innerlich wachsen läßt. Und welches mich gerade lachen läßt - mit herzlichstem Gruß aus Absurdistan!
Ein interessantes Phänomen "nebenbei" ist auch dies: Seit vielen vielen Monden hörte ich vom Nachbarhaus her den ganzen Tag über sämtliche Türen übelst & nervig quietschen - jetzt ist alles ruhig. Dafür kriegen die meine Musik nächtens um die Ohren ... und da müssen sie jetzt durch, falls sie noch da sind.
Vielleicht ist es gerade das Beste was überhaupt geschehen kann - denn all die Geschichten, die ich selbst durch das Leben spinne, hätte ich ohnehin überallhin mitgenommen. Danke. Gracias - a la vida.
Heute hatte ich dann auch noch die Ehre und das außerordentliche Vergnügen einer liebevollen & sehr einsichtsvollen Annäherung mit Pluto, Chiron, Uranus, Mars und anderen göttlichen Wesen, die sich mit mir freuen, daß ich langsam ihre oftmals sehr unbequemen Lektionen begreife und die LIEBE spüre, die darin IST.
Die beste Erkenntnis in allem, was geschieht, ist die Liebe selbst! Ich liebe es von Moment zu Moment mehr, mich als Mensch in dieser Existenz wiederzufinden - und ich liebe die Menschen immer noch sehr - egal, was geschehen ist und geschieht.
Und: Gevatter Tod ist wie immer nah bei mir und begleitet mich durch mein Leben. Mit einem Lachen, um das wir beide wissen! Doch ermuntert er mich jetzt immer öfter dazu, erst einmal das Leben zu genießen, bevor unsere Vereinigung geschieht.
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