Freitag, 24. Juli 2009

Symbolismus und Kröten

Heute traf ich eine Kröte auf meinem Weg durch den Wald. Wir waren für eine gute Weile zu zweit allein auf dem Wege und sahen uns an. Sie hatte keine Angst vor mir und kam Stück für Stück näher - während ich anfangs noch überlegte, ob und wie weit sie wohl springen kann und mich auf eine mögliche Überraschung gefaßt machte. Es blieb aber beim langsamen und ruhigen Beäugen. Ich wunderte mich nur, was sie mitten am hellichten Tage dort auf einem trockenen Wegstück verloren hatte - und freute mich, sie so unverhohlen zu treffen.
Heute abend - oder ist es schon wieder Nacht - las ich dann so allerlei nach über die Kröte - und nun liegt es ganz allein an mir, wie ich unsere Begegnung in Ehren halte. Vom überlieferten Symbolismus her habe ich da reichlich Auswahl und treffe auf den immer gleichen Mechanismus: Was den vorchristlichen und meist sehr naturverbundenen Menschen heilig und wertvoll war - wurde später durch das Christentum und die Kirche verteufelt.

Auch sehr interessant meine Begegnung neulich mit diesem Käfer - kein Mensch und auch sonst nichts weit und breit und er peilt mich aus etwa 3 Metern Entfernung an, schlägt meine Richtung ein und krabbelt zielgerecht auf meinen linken Fuss zu, während ich mich mit ihm unterhalte. Zur Krönung krabbelt er auch noch genau unter dem sehr niedrigen Durchgang zwischen Absatz und Sohle durch ....

Die sind schon sehr gesellig, die anders aussehenden lebenden Wesen.

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