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Männer, Frauen, Schuhe und verschiedene Blickwinkel
Ich habe mir ein paar Traumschuhe gekauft neulich. Von "Think" ... bin begeistert von der Firma. Eine Freundin hat sich gleich zwei Paar schicke neue Schuhe gekauft. Und dann hörte ich etwa zur gleichen Zeit von einer Erhellten die ergötzliche und erheiternde Aussage, daß der Wunsch, sich ein neues Paar Schuhe zu kaufen und der Wunsch nach Erleuchtung aus der gleichen Quelle entspringen .... die Aufmerksamkeit fiel also irgendwie auf das bekannte Phänomen "Frauen und Schuhe". Und gestern kam die Antwort, ist doch sonnenklar: Männer schauen nicht auf den Boden, also auch nicht so sehr auf Schuhe, die schauen nach vorne, werden dazu angehalten, zielgerichtet und mit Erfolg in die äußere Welt zu schauen, sich diese zu erobern. Frauen ... werden schon als Mädchen angehalten, den Blick gesenkt zu halten, nicht so vorlaut, frech oder gar aggressiv zu sein zu und in ihrer Umwelt (also Um-welt, wie Um-feld - nicht große-Welt), sie sollen auf den Boden schauen und nicht provokativ nach vorne in die Welt, die erobert werden will - das gilt als unweiblich und wird für übel genommen. Deshalb haben Frauen diesen guten Blick für schicke Schuhe, weil sie gelernt haben, schön nach unten zu schauen - statt sich um und in den Himmel.
In Köln gibt es übrigens in den Boden eingelassene Hinweistafeln mit der Beschriftung "Blick heben" ... finde ich eine gute Erinnerung für die vielen Menschen, die hier in der Kolonie völlig blicklos und in Gedanken versunken über die Trottoire laufen.
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