Freitag, 17. April 2009

Nachleere

Über die Nach-Leere
nach der Nach- und der Vor-Freude
hört man noch weniger.

Da ist etwas "erreicht, erledigt, er-folgt" ... und jetzt?
Gap.
Lücke.
Zwischenraum.
Ich lebe oft in Zwischenräumen.
Die meiste Zeit.
Denkt es jedenfalls ... gerade ... unbegründet und rein gefühlt.
Ein Bein im Himmel, eines auf der Erde,
nirgendwo zuhause. Oder eben überall.
Über-All?
Da, wo ich bin.
Wo die Seele ist.
Die Seele und die Meldeadresse sind sich völlig fremd.
Die Seele ist immer nur bei sich selbst zuhause -
die Meldeadresse bietet bestenfalls ein Basislager.
Die Seele lebt Tausende Leben gleichzeitig, an ebenso vielen Orten,
braucht kein Auto, keinen Zug und kein Flugzeug,
um Räume zu überwinden, fliegt einfach,
wohin sie will, mit einem Wimpernschlag.

Und manchmal, manchmal findet sie sich in diesen
Zwischenräumen, in denen scheinbar nichts geschieht.
Dann - landet sie wieder auf der Erde, schaut auf den Kalender und die Zahl "2009" und wundert sich, was in der kurzen Zeit in ihrem eigenen Drehbuch allein auf dem Planeten Erde alles geschehen ist, während sie doch dachte, daß nichts, aber auch gar nichts passiert.
Es ist eine Zwillingsseele - immer in Bewegung und neugierig auf das Leben und andere Seelen ...
erst jetzt lernt sie, langsam, sich in den Zwischenräumen einzurichten,
sie anzunehmen, sie wertzuschätzen und zu geniessen.

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