Freitag, 13. März 2009

Selektive Empathie - ist gar keine

Schon in jungen Jahren hat mich solche verlogene "Doppelmoral" bzw. die pervertiert-selektive Empathiefähigkeit des Tieres Mensch im höchsten Maße verwundert, wie sie sich jetzt bei diesem Medienhype mit dem jungen Amokläufer in der Schule in BW mal wieder im Lande zeigt. Übrigens in regelmäßigen Taktungen, was die Medien betrifft (so etwa alle zwei Jahre ? ...)

Jeden Tag verenden auf diesem Planeten Tausende von Menschen, weil sie brutal durch ihre Artgenossen vernichtet werden, auf vielfältigste Weisen und gnadenlos, direkt und "indirekt"-direkt. Kinder werden von ihren hypnotisierten Müttern und Vätern in den Soldatenberuf und als Konsequenz in Kriege geschickt oder melden sich freiwillig für den "Job" und dann wundern sich die Leut´, wenn sie nicht mehr wiederkommen, nachdem sie dort längst selbst zu Mördern dressiert wurden - so geschehen kürzlich in USA Richtung Irak und früher mal hier in D - direkt gegen die Ganze Welt.
In Afrika verrecken Millionen Menschen nicht nur an künstlich inszenierten Kriegen zwecks Plünderung der Rohstoffe und von Mutter Erde durch die wenigen Reichen und Mächtigen auf diesem Planeten, sondern auch an einem vor Jahrzehnten vorsätzlich ausgesetzen HIV-Virus.
Medikamente gegen die lebensbedrohliche Krankheit oder wenigstens zur Schmerzlinderung bis zum Tode werden ihnen von anderen Menschen verweigert, weil die mächtigen Pharmaindustriellen schließlich kein Wohltätigkeitsverein sind. Ich möchte gar nicht weiter in Details gehen hier (Abmetzeln ganzer Völker, das Elend des "normalen Arbeitssklaven", der genauso verheizt wird wie der o.g. Soldat etc. pp. ), denn die Geschichten sinnlos vergossenen Blutes zwischen Menschen füllt alle Meere des Planeten. Das Elend der Tiere und Pflanzen noch gar nicht erwähnt ...


Ein weiteres weltumspannendes und nachhaltiges Phänomen von selektiver Empathie ist der 11.09.2001, bei dem der Schock viele traf, denen der Rest der "alltäglich-ermordeten Menschen" sonst auch am Allerwertesten vorbeigeht. Aber dieses Ereignis war näher an der Psyche besonders des westlich-kapitalistisch geprägten Menschentypus (vorgesehen) - er fühlte sich irgendwie persönlich bedroht. Der künstlich unterdrückte und sonst mit Materialismus zugemüllte Irrsinn hatte an die eigene Haustür geklopft - und seitdem geht die diffuse Angst vor der Bedrohung durch den "Internationalen Terrorismus" den Menschen bis ins Mark - hat doch prima geklappt! Seitdem funktioniert die Potenzierung des Wahnsinns wie geölt und die Schafe rufen nach neuen Zäunen.

Was also genau führt dazu, daß uns das alltägliche, weltweite, andauernde Morden offenbar scheißegal ist und keine Empathie erzeugt - aber ein einzelner Amoklauf plötzlich wieder alle simplen Gemüter zu bewegen vermag?
Was ist der Grund für solche Doppelmoral in Form von selektivem Mitgefühl nur für bestimmte Opfer, nicht aber Mitgefühl für alle Geopferten und Gemetzelten?
(Menschen, Tiere und Pflanzen. Selektiv auch: Hauskatzen füttern und Schweine fressen, Blümchen pflanzen und Regenwälder abholzen ...)

Die derzeit gutbeschäftigten auf Kurs dressierten Medien-Psychologen, verkünden den erstarrten Schafen ihre einzige Wahrheit: "Entferne dich nicht zu weit von der Herde, bleib schön konform, sonst wirst du seltsam".

Verdrängung ist das Zauberwort. Die Ausschaltung von bestimmten Hirnbereichen, wenn es zu ungemütlich wird und Mensch sich selbst wiedererkennen könnte in dem Irrsinn, der in unseren Welten tobt und den er und sie lieber nach außen und zu den Anderen verlegt, das "Böse" also möglichst weit von sich schiebt und wähnt.
Und dann holt es uns in der Nachbarschaft doch ein. Es schwelt untergründig und inzwischen kocht es sogar, der Deckel lupft schon - doch er wird mit aller Gewalt wieder auf den Topf mit der längst überkochenden Scheiße gepresst, die wir nicht wahrhaben wollen. Apropos überkochende Scheiße: Die "Finanzkrise" ist gerade das allerbeste Beispiel dafür, wie wir alle wegschauen. Es geht hier bei weitem nicht nur um Geld. Es geht um alles, was am Geld derzeit dranhängt - und das ist bei vielen Bewohnern von Mutter Erde wiederum ihr Lebensunterhalt - an dem hängt das Leben. Der Begriff "Geld" funktioniert im Hirn immer noch als Abstraktion, Mensch nimmt also nicht direkt wahr, daß Geld nur eine Art energetischer Begriff ist für das, was real auf dem Planeten geschieht. Geld ist de facto: Nahrung, Kleidung, Obdach. Das ist, was aktuell zusammen mit den Geldmassen für Milliarden von Menschen verschwindet - falls es je da war.

Der Schock, der nun viele bezüglich der Amokläufer-Geschichte ergreift, liegt also vermutlich an der wahrgenommenen Nähe des Wahnsinns in der ganz normalen Alltagsumgebung. Die Abschiebung des Bösen nach "JWD" (Janz weit draußen, also Afrika oder die bösen Moslems oder so, s.o.) funktioniert plötzlich nicht mehr.

Immer zu diesen Anlässen werden wieder mal die bösen Gewaltspiele thematisiert und das Internet, ein grenzenloser Überflutungs-Fundus an Gewalt aller Art mit freiem Zugang für alle Kinder. Man bemerkt plötzlich, daß Jugendlich stundenlang vor Computern sitzen und kontaktarm sind. Huch! Haben wir vorher gar nicht gewußt!
Und so weiter, blablabla ..... Ich habe ehrlich gesagt erst gar nicht zugehört dieses Mal, denn es ist in etwa wie mit den Berichten zur Weihnachtszeit: Immer das gleiche dumme Gefasel. Und die Verkaufsecke mit den blutrünstigen mega-gewalttätigen Computerspielen im Elektronik-Fachmarkt um die Ecke expandiert nach jedem Amoklauf ungehindert weiter.


Ehrlich, ich wundere mich so manches Mal, wo diese Jugendlichen den ganzen Dreck, mit dem sie heutzutage vollgeschleudert und abgefüllt werden via Medien, o.g. "Unterhaltungsspielen", schlechten Kinofilmen und besonders auch via tumber und gleichgetakteter Musikindustrie mit integrierter Werbe- und Pornoindustrie via Videoclips - wo die das also alles hintun bzw. wie sie es schaffen, das alles zu verdauen. Das da nicht viel mehr bei denen quer im Hals stecken bleibt und sich ebenso brutal entlädt, wie es ihnen mit aller Gewalt eingetrichtert wird - ist für mich fast verwunderlicher, als das einer derart ausklinkt. Was sicher tragisch ist für alle Beteiligten - keine Frage.

Und jetzt? Was jetzt? Was kann Mensch nun genau tun?
Es gibt tatsächlich ein Allheilmittel - für alles Elend auf diesem Planeten (sogar und gerade auch für die so vorgesehene "Finanzkrise") und im Kosmos - das ist die Liebe. Liebe und Achtung vor der Schöpfung, vor dem Leben, wie immer man ES nennt. Nicht selektiv, sondern ganzheitlich, allumfassend.
Empathie = Liebe für uns selbst.
Für alle von uns selbst.
Liebe für jedes Kind, jedes Tier und jede Pflanze..
Anders geht´s nicht.

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