Samstag, 22. November 2008

Planetenfreundliche Fortbewegungsmittel

Im Wochenrückblick heute lauschte ich einem Beitrag zur sogenannten "Automobilkrise" und siehe da: Es ist gar keine. Zwar ist der Absatz der großen Automobilhersteller betreffend der fetten Kisten im vergangenen Jahr um ca. 10 % zurückgegangen, doch die Verkaufszahlen von Mobilen mit sparsamem Spritverbrauch, also der umweltbewußteren Kleinwagen, stiegen dafür um 15 % an!
Die Entwicklung geht damit genau in die richtige Richtung und es ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir als Konsumenten die Märkte lenken (können). Die Menschen selbst sind also schon wesentlich weiter und klüger als die Profilneurotiker in politischen Ämtern oder gar die profitgeilen Entscheidungsträger in Industrie und Hochfinanz.

Anders verhält es sich mit der Einsicht bei den (noch im Amt befindlichen) Bossen von GM, Chrylser und Ford: Die sind am Mittwoch allesamt mit ihren persönlichen Privatjets zum Bittstellen im amerikanischen Kongress angereist. Auf die Frage eines Kongressmannes, wer von ihnen bereit wäre, zur finanziellen Unterstützung seines angeschlagenen Unternehmens seinen Jet sofort zu verkaufen und mit einem normalen Linienflug der Business-Class nach Hause zu fliegen, schwiegen alle drei laut. Einer der Herren murmelte noch sowas wie daß er die -zig Millionen Jahresgehalt, die er bekommt, für angemessen hält.
Der Kongressmann - erstaunlich offen und unverblümt! - meinte "Wieso sollten wir ihnen also helfen?" Eine seltene und äußerst bemerkenswerte Szene.

Ein gezeigter Vergleich von Spritwerten beim Toyota Prius (Hybrid-Technik, auch Elektrobetrieb) und einem vergleichbaren BMW-Modell: Prius unter 6 Liter, BMW über 17 Liter auf 100 km. Ich bin schon lange gegen die Weiterverbeitung von Dreckschleuder-Technik und wundere mich, wo die Hybriden und die Drei-Liter-Autos bleiben. Keinen Cent mehr in die entgegenlaufende Technik, ist deshalb mein Standpunkt!

Diese dünnwandige Lügerei, es ginge um die Erhaltung von Arbeitsplätze, ist eine Beleidung für jeden durchschnittlich funktionierenden Menschenverstand. Würde es wirklich darum gehen, hätte man schon längst moderne, zeitgemäße umweltfreundliche Autos mit Zukunftsperspektive bauen müssen, seit vielen Jahren. Außerdem wird auch in der Automobilbranche nicht mehr auf Menschen, sondern auf maschinelle Fertigung gesetzt, wo es eben geht.

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