Montag, 17. November 2008

Heute mal wieder G O T T ...

Einmal Poesie aus der Bhagavad Gita (13. Gesang) aufgepickt - zur polaren Natur Gottes:

»Gott ist und ist auch nicht!
In allen Formen der Herrscher,
Ist er dennoch unbeschränkt.
Des Himmels Kräfte sind des Herrschers Hände;
Allsehend ist sein Auge.
Seine Füße Sind überall.
Er ist es, der die Welt erleuchtet und erhält und sie umfasst.
Glorreich in aller Sinne Kraft und doch an nichts gebunden.
Meister jeden Werkes,
Und doch von allem frei; bewegungslos
Und der Beweger doch von allem.
Er, den niemand fassen kann,
Und der von allem Träger ist,
Der unteilbare Eine,
Unendlich nah und unermesslich fern,
Ist selbst das Leben, das Er allen gibt.
Er ist der Allerhalter,
Der am Ende die Welt zerstört
Und sie aufs Neue erschafft.
Er ist der Erkenner, das Erkannte und die Erkenntnis selbst,
Die in den Herzen von allen Wesen wohnt.«

Und nochmal vom MEISTER ECKEHART (1260-1328), deutscher Mystiker des Mittelalters, zur polaren Natur Gottes - etwas kürzer:

»Auch Gott wird und vergeht«.

Eine der größten Herausforderungen dieser Existenz ist es wohl, die ihr innewohnenden Widersprüche und Paradoxien schätzen und lieben zu lernen, ohne weiter drüber nachzudenken oder sie gar auflösen zu wollen.

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