Ich war verreist. Endlich mal wieder woanders unterwegs als hier in dieser Stadt und ihrer näheren Umgebung. In der wohltuenden Weite und Helligkeit des Nordens und sogar am Meer - WOW !!! Mein Geliebter, der Wind, hat mir den Kopf und den ganzen Körper freigeblasen und mich so gründlich gereinigt. Mein altes Auto hat mich bestens trans-portiert, von Ort zu Ort und überall herum. Die fast schon stoische Gelassenheit und der ständige sprühend-
trockene Humor der Menschen dort oben in der Weite des unverstellten Horizonts hat mal wieder sehr mein Herz erfreut.
Etwas fiel mir nochmal auf, was mir schon öfter mal auffiel: Einzelzimmer sind immer teurer als Doppel- oder Mehrbettzimmer. Dabei heißt es doch immer, der Mensch sei ein Gesellschaftstier und nicht gern allein. Dann aber müßte ein Einzelzimmer ja günstiger sein. Es ist für mich der monetäre Beweis, daß das Mensch nämlich doch sehr gerne alleine mit sich ist, weil jedes Mensch im tiefsten Inneren ganz genau spürt, wie gut das tut.
Anuja gibt es auch nicht mehr. Wieder mal hat ein neues Leben begonnen. Anuja ist damit ebenfalls und sehr überraschend von mir gegangen und ein wunderbarer neuer Name ist zu mir gekommen. Seine Bedeutung ist "göttliche Erinnerung". Die beständige Erinnerung an das Göttliche. Etwas, das mich wirklich durch´s Leben trägt. Anuja hat mir ihre guten Dienste und einige Aufgaben geschenkt und war für ein paar Jahre wunderschön und hilfreich - jetzt ist etwas Neues dran.
Für den Blog werde ich aber wieder einen ganz anderen Namen benutzen, nämlich "Rabia". Die lief mir kürzlich über den Weg, es ist eine weise und tatsächlich manchmal rabiate Sufi-Mystikerin - und der Name hört sich vom Klang wie die Verschmelzung von Frau und Rabe an - was der Rabe und ich für diesen Blog sehr passend finden. Der Rabe meint, daß ist ein sehr guter Name und außerdem spart er uns viel Arbeit - nämlich nur noch eine Unterschrift statt zweier - und symbolisch gesehen sind wir uns noch näher gekommen.
Dieses Geschichte mit wechselnden Namen begleitet mich schon lange, früher hatte immer mal wieder für zeitlang wechselnde Spitznamen, mit denen mich Leute, die mich kannten, gerufen haben. Den Namen, den mir meine Eltern gaben, habe ich immer sehr gemocht und mag ihn auch heute noch - aber auch diese Person ist längst viele Male gestorben.
Das zeigt mir das Spiel mit den Namen auch nochmal: Da ist niemand. Nur göttliche Erinnerung ... Erinnerung an das Göttliche. Danke.
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