Stöckchen werfen? Ich bin doch kein Hund .... dennoch herzlichen Dank für die gute Absicht, liebe Sylke. Die fünf gestellten Fragen finde ich dennoch insofern sehr interessant, als ich für mich feststelle, daß ich in solcher Form gar keine Antworten mehr habe.
Wo ich noch hinwill, bevor der Schnitter kommt?
Ich will noch nach Venedig und nach Korfu. Vielleicht nach Bahia und nach Galapagos. Die ganz klar wichtigste Reise ist die zu mir selbst, nicht endend, sehr intim und immer intensiver werdend. Wo immer diese mich hinführt, ich bewege mich ohnehin nicht dabei. Reisen und Welten tauchen einfach aus dem Nichts auf. Nächste Woche bin ich in der Schweiz und freue mich auf die Weite der Gipfel.
Welche Filme ich sehen und welche Bücher ich lesen will?
Filme interessieren mich selten, aber ich entspanne mich gerne bei gepflegtem Romantikkitsch, welcher mich laut zum Lachen bringt und mir eine meiner schlimmsten Programmierungen (Traumprinz und so, ihr wißt schon, ihr seid auch so programmiert ...) aufzeigt. Filme, in denen interessante und kluge Menschen über das richtige Leben sprechen und über ihre Art der Erforschung des Mysteriums, sehe ich mir gerne im Netz an.
Ich habe ein bis zwei Regale voll mit un- oder teilgelesenen Büchern zuhause, die noch auf mich warten, ohne Brot zu fressen. Alles gelabelt unter "Esoterik" oder "Alternative Heilweisen" - was keinerlei Aussagekraft über die Qualität und Diversität des Inhalts hat - und voreingenommenen Menschen dennoch schon genug sagt.
Was ich unbedingt noch tun will - weiß ich im Moment nicht so recht, da ich immer spontaner entscheide und immer weniger vorausplane.
Vielleicht dies: Viel Musik machen, da ein Ausdruck des Seins in Worten so fürchterlich eng und begrenzt ist und die selbsterzeugte Musik so spürbar und mühelos in allen Zellen schwingt und ebenso leicht alle Grenzen von Raum und Zeit auflöst, um sich in alle Dimensionen auszudehnen... Nada Brahma, die Welt ist Klang.
Ich will lachen, weinen, fühlen und sehr lebendig sein. Ich will einfach jeden Moment des Menschseins fühlen und mich daran ergötzen, glückselig im Mysterium und der Gnade jeder Minute hier baden, was immer sich zeigen mag. Ich will alles. Und nichts.
Ich werfe das Stöckchen nun weiter an: Waldi, Rex, Hasso, Futzi und Django. Wuff. (Nanu, alles Rüden ...)
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