Dienstag, 2. März 2010

Digital und androgyn

Mittlerweile ist es für mich oft nur noch lustig, diese vielen verschiedenen Ansichten, Meinungen und Weltbilder der vielen Menschen zu registrieren - ob sie sich nun mit dem meinen decken oder eben nicht, ist mir im Prinzip völlig wurscht. Zumal ich von den meinen weiß, daß sie eh nur flüchtig sind im Meer der Existenzen. Allerdings habe ich für dieses Leben noch ein "oberstes Prinzip", das nennt sich "Freiheit des Geistes", und wenn eine(r) dieses einschränken und begrenzen will, spüre ich immer noch Widerstand. Vielleicht löst sich ja sogar diese Vor-Stellung im Laufe des ewigen Lernens ...
Zum Beispiel hat es mich heute wieder amüsiert, zum -zigtausendsten Male irgendwo zu lesen, daß Frauen und Männer mitnichten gleich seien, sondern eben doch verschieden. Selbst habe ich etwas zu dem aktuellen Drama der Margot Käßmann gepostet. Und doch weiß ich darum, daß die Unterteilungen in  "männlich/weiblich" etc. aus der gleichen Dualität kommen, wie jedweder andere Kontrast/Gegensatz innerhalb dieser menschlichen Existenz, ja der Existenz überhaupt - die ja nur aufgrund eben dieser Dualität überhaupt ins Leben kommen kann. Und diese Dualität ist nur eine vorübergehende Programmierung. Von was auch immer ....
Unser Zeitalter/Äon ist zunehmend geprägt durch immer mehr virtuelle "Realitäten", deren Entstehung einhergeht mit der Zurückbildung unserer sinnlichen Wahrnehmung innerhalb der bisher von den meisten für einzig angenommenen "realen, echten Welt". Und besonders auch hier zeigt sich die wahre, schöpferische und auch flüchtige Essenz hinter allen Dingen: Mittels nur zweier und solcherart beschränkter Größen wie 1 und 0, Impuls/Nicht-Impuls, weiß/schwarz, männlich/weiblich usw. - kannst du auf Dauer nichts zusammenhalten im Meer der unbegrenzten Möglichkeiten, es hält alles nur für eine kurze Weile auf dem Bildschirm der vielen parallelen Welten. Magnetismus, Anziehung, für eine Weile, und dann Abstoßung  Positiver gesagt: Ein ewiger Tanz der lebenserschaffenden Kontraste. Und vermutlich ist genau das der Segen.
Vielleicht gehen ja in Kürze in unserem digitalisierten Zeitalter sämtliche auf digitaler Basis  gespeicherten Daten - in den Hirnen und auf anderen Festplatten - durch eine Systemabsturz verloren und wir können ganz von vorne beginnen. Immer wieder neu ....
PS: Der Pantheismus der verschiedensten Kulturen weiß übrigens sehr gut um die Androgynität unserer Seelen und die Gottheiten sind wandlungsfähig, je nach Erfordernis der Situation.

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