... überfiel mich beim Erwachen und Aufstehen die schlagartige Erkenntnis, was für ein Riesenschmarrn diese Geschichte vom Jesuskind und dem sogenannten Heiland doch ist, und das seit mehr als 2000 Jahren.
Sofort fiel mir dazu diese Sequenz aus "Zeitgeist" ein, in der die Geschichte des Christentums ganz anders erklärt wird, astrologisch nämlich, und die darauf hinweist, daß das Christentum mitsamt der Jesusgeschichte nur ein wiederholter Abklatsch von vorhergehenden anderen installierten Religionen ist - und ich war nochmal sehr dankbar für diese Erhellung in den vergangenen Monaten.
Erleichterung war fühlbar, leise, sanft und doch sehr begeistert, all diesen konditionierten Schwachsinn mit einem Male los zu sein - inklusive "Gott" - beginnend mit der Erkenntnis an dem Morgen und über die weiteren Weihnachtstage in Stille sich vertiefend, von selbst auflösend.
Vorbei damit auch das Trauma, erneut auf einem Scheiterhaufen zu landen - der von den Irren aufgehäuft wird, die allen Unsinn glauben - zum über die Jahrhunderte andauernden nachhaltigen Nutzen derer, die ihn in die Welt setzten.
Der "Stellvertreter Gottes auf Erden" und seine ihm zujubelnden geistesschwachen Jünger und Jüngerinnen in Rom beim diesjährigen "Grüß-Gott-Ritual" gaben nur noch die nötige Restwürze dazu, daß ich mich nun befreit von jeglichem religiösem Schmarrn wiedergeboren finde.
Obwohl ich nie "streng-christlich" erzogen wurde und dazu noch zu einem Protestantenkind getauft war, also nicht einmal katholisch, saß mir diese kollektive Geisteskrankheit doch irgendwie auch in den uralten Knochen - besonders wegen besagtem Verbranntwerden auf dem Scheiterhaufen für nichts und wieder nichts und zur Pfründesicherung der Nutzniesser. So, wie es heute ja immer noch Milllionen von Menschen geschieht, inklusive Live-Übertragung via Tele-Vision.
Zwar habe ich mir die zu Ehren eines strafenden und richtenden, männlichen Gottes erbauten Kirchenpaläste oft gerne angesehen - doch schnell überkam mich darinnen ein finsteres Gefühl und deutlich spürbare Aggression gegenüber den männlichen Pfaffen in ihren langen Röcken, die dort die Aufsicht haben und das zutiefst heuchlerische Monopol über Sitte und Moral für sich beanspruchen. Bei den meisten Geschichten und/oder Filmen, die von berühmten "Christenmenschen" handeln, ging es mir ebenso - zuletzt noch in dem Trotta-Film über Hildegard von Bingen. Christenfrauen wie die Nonne Anna Katharina Emmerick, die an sich selbst Gekreuzigten-Stigmatas materialisieren, sind mir nicht weniger suspekt als die häßlichen Pfaffen.
Erquickliche geistige Unterstützung und zudem unterhaltsame Erbauung erfuhr ich zum Einen während o.g. Prozesses durch zwei sehr lebendige Essays von Gustav Meyrink ("An der Grenze zum Jenseits" und "Von der Verwandlung des Blutes" - hier zu lesen wie viele andere Texte von ihm, mit herzlichem Dank), auf den ich angeregt durch den Post einer unermüdlichen Bloggerin zu ihrer kürzlich getanen Prag-Reise nun erneut traf - ich hatte vor Jahren mal seinen "Golem" und "Das Grüne Gesicht" gelesen, allerdings seinerzeit ohne jegliche Vorkenntnisse der umfassenden mystisch-magischen Hintergünde. Meyrink hat selbst in Prag gelebt und beschreibt nicht nur die dortigen Straßen und magische Atmosphäre zum Mitgehen anschaulich.
Zum Anderen lese ich gerade die entsprechenden Mitschnitte von Osho´s Vorträgen, die in Buchform unter dem Titel "Der Gott, den es nicht gibt" herausgegeben wurden. Vor einiger Zeit hatte ich noch so etwas wie "Berührungsängste" vor diesem Titel - gespeist einerseits aus der Angst vor völliger Desillusionierung - also der eventuellen Erkenntnis meiner langjährigen "vertanen Liebe zu Gott" (die sich so "Gott sei Dank" nicht darstellt ...)- und zum Anderen aus Angst vor Undankbarkeit dem "Allmächtigen" gegenüber.
Lauter so irres Zeugs eben, das tief in uns christlich konditionierte Westler eingeimpft wurde. Wie mag die Angst vor Befreiung von dem ganzen Unsinn da erst in denen toben, die fundamentalistisch-katholisch oder streng muslimisch dressiert wurden!
Natürlich - gibt es auch keine anderen Götter, es sei denn, du glaubst daran, daß es sie gibt. Und - das - macht schließlich eine Menge Freude !!! Frei nach Pippi Langstrumff: Ich erschaffe mir die Welt, wie sie mir gefällt.
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