... draußen. Der junge Mann kam und sprach mich recht aggressiv an.
Also - erst mal tief atmen - lauschen, was er will.
Und - langsamer werden. Nicht so schnell re-agieren mit Worten.
Dann kamen eine ganze Reihe Unverschämtheiten seinerseits mir gegenüber. Solche Klöpse wie:
Sie machen doch hier "gar nichts".
(So direkt hat er´s nicht gesagt - aber offensichtlich gemeint)
Rasen mähen Sie doch nur vorne .
(Beim letzen Mal im Herbst war das sogar so - zum ersten Male hier - und weil es zu nass war, hab ich mir dann den anderen Teil geschenkt über Winter. Aber ich hab´s ihm nicht "erklärt")
Laub kehren würde man nicht, wenn der Wind weht.
Ich hätte doch eh immer nur zwei Minuten gekehrt.
Schnee schippen würde man nicht, wenn es schneit.
Streusalz hätte die Vermietrin bereits im Juni bereit gestellt, ich müßte mal besser die Augen aufmachen. Und was ihn das angehe - wenn ich Vogelfutter kaufen würde.
Außerdem würde man sowas persönlich klären und nicht mit so einem albernen Zettel. Da hab ich ihm sogar recht gegeben - und nur erwidert, für Persönliches war es da zu spät.
Und daß ich zur Vermieterin laufen würde, wäre ja wohl nur lächerlich. Bin ich gar nicht - hatte sich ergeben - aber ich habe ihm das nicht mehr "erläutert". Auch nicht, daß ich per Zufall neulich auch erfuhr von dieser, daß er wohl schon vorher "zu ihr gelaufen" war.
Und dann vermutlich der eigentliche Kernsatz:
Ich würde ja eh nur da oben rumsitzen.
"Wir - gehen arbeiten".
Übung war: Ruhig bleiben - und nicht"rechtfertgen", weil´s einerseits keine Sinn hätte - und ich es auch nicht brauche. Auf das eine oder andere bin ich kurz eingegangen - aber nur kurz.
Ob das richtig sei, daß sie wieder ausziehen? Ja.
Dann - habe sich das ja eh erledigt und wir hätten nichts mehr miteinander zu tun.
Und er solle nun mal einen Punkt machen - denn was ich mache, geht ihn gar nichts an.
Es würde nun mehr als reichen, was er da von sich gegeben hat.
Soweit - in Stichworten - zuvorderst für mich, falls das hier alles nochmal Thema werden sollte.
Was ich nicht hoffe. Und auch nicht glaube - denn die Lektion ist ja gelernt. Ich kann auch meine "Fehler" sehen in der Sache. Und darum geht es ja. Soweit also - die kurze Begegnung da draußen.
War sehr erhellend - denn er hat "endlich" genau so geredet, wie ich gespürt habe, daß die (hier: Über mich) denken.
"Interessant" meine Übung: Tief durchatmen und mich nicht "kriegen lassen". Natürlich kam auch Ärger hoch und ungemütliche Gefühle. Aber keine Bereitschaft, mit dem rumzustreiten.
Und - sollen sie halt denken, was sie wollen. Ich habe viel zu oft im Leben darauf Rücksicht genommen, was andere Leut´wohl so denken. Außerdem ist es eh wurscht, was Du tust - es wird immer welche geben, denen das nicht "gefällt". War u.v.a. gerade Thema bei mir - und schwups schickt das Leben die richtige(n) Übung(en).
Insgesamt - bin ich gerade einerseits sogar "froh" über die sehr kühle Situation hier. Und insgesamt - kracht es eh schon länger im "Lebens-Gebälk". Es zeigt sich deutlich, daß es Zeit für was Anderes ist. Noch mehr Zaunpfähle bracht es nicht.
Allein - ich weiß noch nicht, was das Andere ist - und wie.
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