.... für die Taxibranche.
Hatte mich ja schon gefragt - wie das denn funktionieren soll - wo wir doch ewig drunterbleiben, also realiter?
Kommt mir also neulich am Morgen einer der ganz alten Hasen entgegen - ganz feine Seele! - und läßt sich drüber aus - über die Fakten. Hat wieder ein anderes Auto = anderes Unternehmen unterm Hintern. Die zahen nur noch - 40 % vom Umsatz - offiziell.
Früher gabs mal 50 %.
In anständigen Unternehmen - gibt´s noch 45 %.
40 % - ist schon mehr als Ausbeutung.
Angestrebt - werden bereits 35 %.
Und jetzt erläutert er mir - vor der Waschanlage - daß er sich einen anderen Job suchen muß - weil er inzwischen noch 250 Euro im Monat - dazuzahlen muß - nur dafür, daß er "arbeiten darf".
Es ist noch sehr früh am Morgen - und ich bin auch manchmal eher etwas schwer von Capéé - wenn es um die vielen Tricksereien geht. Aber jetzt begreife ich - wie das "funktioniert" mit dem angeblichen "Mindestlohn von 8.50 Euro" - für Taxileute.
Das geht also so:
Einen ausbezahlten Mindestlohn - gibt es weit und breit nicht.
Aber - erhöhte Sozialabgaben für die FahrerInnen - gibt´s seit Januar - damit das alles schöngeschrieben wird. Also - nach Mindestlohn aussieht - anhand der tatsächlich geleisteten Sozialabgaben.
Und die Unternehmer - sind damit raus der - "realen" Nummer.
Auf Kosten von? Jenau !!!
Ja - manchmal brauche ich echt lange - um sowas zu kapieren.
Aber jetzt - wo der Kollege mich am frühen Morge mit der Nase drauf stößt - hab ich´s erfaßt.
Es geht so:
Du bekommst immer weniger Geld für Deine Arbeit - und mußt immer mehr draufgeben - an Sozialabgaben und Steuern.
Bisher - habe ich ja für eine Weile auf einer Art "Insel" gelebt - bzw,. gearbeitet - für Leute, die nicht wirklich ausgebeutet haben. Kenne sowas zwar auch - aus meiner Anfangszeit einst - aber war dann für Jahre - ganz gut gesegnet mit korrekten Bedingungen - und Menschen.
Für solche "Schweinetreiber" aber - sollte niemand mehr nur einen Zündschlüssel drehen.
Naja .... nu weiß ich also - wie das gedreht wird - und auf wessen Kosten genau.
Sarkastischer Gruß an die "Polit-Schergen" - die es wohl wissen - und begrüßen - dürften.
Bleibt nur noch - festzustellen - das sich jeder Mensch mit Hartz-IV-Satz - quasi ebenso gut steht, als wenn er im Morgengrauen rausgeht, um eine harte 12-Stunden-Schicht runterzureissen.
Die dazu noch seit Jahresbeginn - auf 8 Stunden "runtergeschrieben" werden muß.
Weil ein "Zoll" die Arbeitszeiten kontrolliert.
Wie das bei den neuen Displays läuft - die das bereits elektronisch erfassen - weiß ich auch nicht, Ehrlich gesagt - will ich das ganze Zeug auch gar nicht mehr wissen.
Und - möchte auch nicht mehr zum sinnfreien Betrug genötigt werden - auf einer ohnehin schon niveaufreien und qualitativ armseligen Ebene. Unter "Mindestlohn"-Niveau - welches an sich schon armselig ist in diesem Land.
Oder so: Gesundheitlich gesehen kann es sich nur um einen immensen Zugewinn handeln - nicht mehr zu fahren - und sich täglich eine - literal - bleischwere Vergiftung zuzuziehen im Molloch - für ein Salär, das maximal ein Überleben von Monade zu Monade "einbringt".
Dem Kollegen - den ich wirklich mag und der mir einst einer der ersten war - der mir etwas über "Taxifahrer an sich", Flughafen-Gepflogenheiten und besonders über die vielen Spatzen am Flughafen zu erzählen wußte - wünsche ich jedenfalls - alles erdenklich Beste.
Und mir selbst - selbstredend und selbst-verständlich!
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