Freitag, 9. Mai 2008

"The Secret", der Flaschengeist und 1001 gute Wünsche zum Wohle aller

Ich habe mich im Laufe der letzten Wochen immer mal wieder gefragt, wie es kommt, daß scheinbar nicht wenige Menschen am Buch "The Secret" bemängeln, es "gehe nur um Geld".
Als ich es im vergangenen Jahr gelesen habe, ging es für mich um alles Mögliche (literal: um die Unbegrenztheit aller Möglichkeiten) und in allererster Linie darum, daß wir geistige und grenzenlose Wesen sind, die sich irrtümlicherweise selbst auf´s Körperliche und Materielle begrenzen - und nur ein einziges von zehn Kapiteln des Buches war explizit dem Geld und dessen möglicher Vermehrung gewidmet. Dort gibt es sogar die Empfehlung, sich eben nicht unbedingt Geld zu wünschen, sondern lieber, das, was man persönlich mit diesem Geld tun will.

Ich habe also nochmal diese Negativ-Wahrnehmung vieler Menschen für mich geprüft - und das Buch immer mal wieder irgendwo zufällig aufgeschlagen: Kein einziges Mal war von Geld die Rede und auch nicht davon, seine Wünsche möglichst egoistisch zu gestalten.

Es muß also zwangsläufig so sein, daß diejenigen, die sich am meisten darüber mokieren, in "The Secret" ginge es zuviel bzw. nur ums Geld und egoistische Wünsche, hier ihre ureigensten Projektionen zu den Themen Geld und Egoismus herauslesen.
Es ist nur dann möglich, an jeder Stelle des Buches oder in weiten Teilen desselben etwas über Geld und/oder Egoismus herauszulesen bzw. hinein zu interpretieren, wenn man selber ständig an Geld denkt und negative Glaubenssätze zu Geld hat sowie von einem gesunden Egoismus nichts weiß, der durchaus das Wohlergehen aller hier auf dem Planeten einschließen kann - und will.
Eine Anmerkung, die ich in einem der Kommentare las, war sinngemäß "es sei ja so schade, daß die Menschen sich nicht Wohlergehen für alle wünschten - und stattdessen immer nur an sich und an Geld denken würden". Auch hier: Ureigenste Projektion. Eine Menge Menschen tragen alle diese guten Wünsche auch für die Mitmenschen in sich und wünschen den anderen ebenso viel Gutes, wie sich selbst.

Wer das Buch also mit einem gesunden Maß an Selbsterkenntnis bezüglich der eigenen Programmierung und den eigenen Projektionen zu lesen versteht, für den kann es viel Wahrheit beinhalten. Schließlich ist es nichts anderes, als eine etwas zeitgenössischere und aufgelockerte Zusammenfassung der vielen planetaren Weisheitslehren.
Wer auf leichte Weise tiefer in diese geistige Dimension eintauchen möchte, dem empfehle ich auch das Buch von Esther Hicks alias Abraham namens "Law of Attraction", natürlich vom gleichen Verlag und gerade einen guten Umsatz erzielend - dennoch sehr gehaltvoll, da das eine ja nicht zwangsläufig etwas über das andere aussagt. Es führt uns unsere seltsamen Ideen über das Leben recht deutlich vor Augen.
Wer lieber das immer noch meist gechantete Mantra des Planeten "Das ist ja eine schöne Idee, aber es wird nicht funktionieren." weiterchanten will - dem steht ja auch das frei.
Dein Wunsch sei mir Befehl! - wie der Flaschengeist so schön sagt.
Gautama Buddha kannte das Geheimnis natürlich auch schon - und es ist natürlich auch gar kein Geheimnis - es wird nur so genannt, weil die wenigsten es glauben und lieber weiter am gelernten Programm der Begrenzung festhalten. Hier und da mal ein bischen magischer Hokuspokus beim Lagerfeuer auf Walpurgis - und dann schnell wieder zurück in die "Realität der Grenzen" mit der schönen Erinnerung an einen geselligen Abend - im Geiste übrigens.
"Wir werden, was wir denken. Wenn der Geist rein ist, folgt Freude wie ein Schatten, der einen niemals verläßt." (Buddha)

1 Kommentar:

NN hat gesagt…

Besitze das Buch. War ein Geschenk. Hab es nie gelesen. Schau aber bald doch mal rein.