Dienstag, 24. April 2018

Zentnerweise Blütenstaub ....

... aktuell.  Irgendwie tröstlich ... insofern, daß die Natur sich wohl gegen die ihr feindlich gesonnenen Menschen behaupten wird.
Vor wenigen Jahren dachte ich noch: "Huch - was qualmt denn da draußen?" Es war - Blütenstaub, der durch die Luft flog.

Eben nochmal gekehrt draußen - die Haselblüten und jede Menge Staub.  Mal grob - weil´s mir heute das kreuz zerrissen hat. Kommt vor. Zum Glück nicht immer.  Im Grunde weiß ich sehr gut - was ich zu tun habe diesbezüglich. Habe mir ein paar entsprechende Übungen aus dem Netz dazu angesehen und auch schon ein paar Male praktiziert.

Topinambur-Knollen kamen mit der Post heute - feine rote. Werd ich ins kleine Beet hinten setzen - und bin mal gespannt.  Ist Optimal-Standort: Trockene Erde und viel Sonne.  Muß noch der Hundi-Halterin Bescheid sagen - die aber aktuell eh keine Ambitionen zum Garten-Bepflanzen zeigt -  mit der jungen Frau unten ist es schon besprochen.

Hundi - war heute gaaanz ruhig. Hat nur zweimal angeschlagen - aber so soll das ja auch sein bei Hunden. Einmal beim Postboten - und eben nochmal, als irgendwer kam. Mich hat sie wohl zweimal verpennt heute - bzw. viermal = jeweils runter und wieder rauf.  Und auch nicht gekläfft, als ich draußen war. Fein !!!

Die vier "Rosenstöcke" vorm Haus - hab ich mit kleingeschnittenen Bananenschalen beglückt - das soll bester Dünger für die sein.  Hab da vergangenes Jahr nichts dran runtergeschnitten und die einfach so gelassen, wie sie waren.  Eine ist sowas von prächtig inzwischen! Und eine andere gedeiht auch bestens. Zweie sind noch bissel mickrig im Wuchs - aber gesund.  Zweie hatten wir einst auch hier verpflanzt - kann sein, daß die das sind. Jedenfalls waren die zuvor fast jedes Jahr kränklich - nach Zurückschnitt.

Auf meine Frage - warum/ob man Rosen zurückschneidet bzw. zurückschneiden soll (?) - konnte mir hier niemand eine Antwort geben. Nur eine Vermutung kam: Weil die sonst vielleicht zu hoch werden? Ich weiß es auch nicht - immer noch nicht - aber sehe nur, daß die weit gesünder aussehen als in den Jahren zuvor. Also - wenn man sie mal einfach in Ruhe läßt.
Scheint mir ähnlich - wie bei Menschen.

Dieses Frühjahr kam auch das Wiesenschaumkraut fröhlich hier angeflogen - was mich freut.  Um die Ecke an der Straße gibt es so ein altes Haus, was aussieht, als würde es bald in sich zusammenfallen. Unten wohnten junge Leute mit Kind - die nur seltenst bis nie den Garten "getrimmt" haben. Die scheinen nun weg zu sein, die Schotten sind dicht,  und es wuchert lustig dort. Löwenzahn und Wiesenschaumkraut. Danke also - denke, deshalb siedelt es sich hier nun auch an.  Schade nur - daß sowenige Menschen sich mit drüber freuen.

Gundermann / Gundelrebe in Hülle und Fülle ums Haus. Storl sagt - das ist Zwergenkraut. Ein Zeichen, daß viele Zwerge da sind. Mir ist es recht! Der Kleinen unten hab ich neulich einen Trieb  mit Blüte in die Hand gegeben und gesagt: "Riech mal - das riecht lecker!" - aber sie meinte "Bäääh...". Haha ....  aber wer weiß - vielleicht erinnert sie sich irgendwann mal dran? So wie ich mich bis heute an den einstigen geheimnisvollen Gartennachbarn in Kinderzeiten - der mir manchmal etwas über den Zaun mitteilte. War wohl ein "Hägserich" ...  sein Garten total wild. Ich fand das toll. Und geheimnisvoll.

Die Tulpen sind dann auch noch fast alle wieder aufgeblüht hier. So erbärmlich sahen die lange aus - und dann sind sie in ihrer Pracht wieder hochgeschossen. Fast alle Blumen hier - hab ich gesetzt.  Bs auf die - die von selbst anfliegen, sich vermehren = Krokusse en masse..

Die Tage will ich noch ein paar schöne Pflanzkübel abholen - im Tausch gegen "Haribo-Tüten". Und - falls es klappt - Wildtomaten reinsetzen. In andere Schalen - kommen Kräuter.  Minze vom Beet hinten - wo der Topinambur reinkommt.  Und wo von meinem einstigen Minze-Experiment vor Jahren immer noch feine Pflänzchen gedeihen.
Lavendel - hab ich neulich eingesetzt in einen Kübel. Zur Freude der wenigen Insekten - die noch fliegen.
Zitronenmelisse - kam auch einst von selbst angeflogen - die kann ich auch in einen Topf setzen.
Und - vielleicht noch einen feinen Salbei der anderen Sorte.

Sodele - und das klingt jetzt sicher irgendwie "geschäftig" - ist es aber in keiner Weise. Denn es handelt sich bei allem um Pflanzen - die sich um sich selbst kümmern und den Menschen im Grunde überhaupt nicht benötigen
Bis eventuell mal auf eine Wassergabe - und das mach ich wirklich sehr gerne.

Der Topinambur soll sogar seinen Raum selbst frei von jeglichen  Beikrüutern ("Unkraut") halten. Schauichmal - und staune gerne.  Das kleine Beet hat ja schon allerhand erlebt - seit ich hier bin. Haha ..... Besonders auch Kommentare von solchen - die selbst nix drauf gepflanzt haben -  sich nicht drum gekümmert haben - aber dafür umso besser meckern konnten. Über die "scheinbare Wildnis".

Fast alle beten das Mantra "Ich hab keinen grünen Daumen" -  und wenn es dann bei mir wuchert (weil ich die Pflanzenkinder einfach in Ruhe wachsen lasse ....) - finden sie das auch nicht gut?

Aktuell sind feinste Brennnesseln drauf angeflogen - und fast würde ich sie ja so gerne wuchern lassen .... kommt aber der Topinambur rein.

Achja - nochwas dazu - was bei mir auf völliges Nichtverstehen trifft - aber bei den meisten Menschen halt Programm ist:  Die Nachbarn finden den wilden Grünstreifen vorm Haus - jenseits der langen Zufahrt an einem kleinen "Rinnsal" - nicht schön.  Nicht schön anzusehen - auch.
Es ist ein schmaler Streifen von etwa 2,50 Metern "Wildwuchs" ....  jede Menge Brombeeren wuchern dort inzwischen und Haselsträucher wachsen in Windeseile gen Himmel. Aktuell wächst dort "mein Gundermann" vom Feinsten.  Seit ich hier bin - fand es noch nie jemand "schön" geschweige denn spannend  - was da wächst - aus sich heruas - außer mir.

Ich hab allerdings meinen einstigen Widerstand längst aufgegeben - den Menschen was Anderes erzählen zu wollen und/oder das bischen Wildwuchs retten zu wollen. Ist zu anstrengend.
Und da schau her - seit ich aufgegeben habe - geht bislang niemand mehr dran.
Anders: Zu manchen Dingen scheint es besser - einfach zu schweigen.

Siehe oben: Sie finden es "nicht schön" - aber sie tun auch nichts weiter.
Will mal den Landschaftsfachmann fragen demnächst - ob man das irgendwie "urbar" machen kann - statt nur sinnfrei "platt".    

Kommentare:

Ich will...... hat gesagt…

bananenschale kommt bei mir in den sondermüll, also die müllverbrennung wegen der chemie, mit der das zeug behandelt ist.
auch "bio" ist am "stielverbund" chemiesiert, leider.

Sati hat gesagt…

Ehrlich gesagt - mir macht das geistige Gift allerorten inzwischen weit mehr Sorge - als diese Bananenschalen. Die den Rosen offenbar gut tun.

Ich will...... hat gesagt…

oh! ist das nicht ein äpfel-mit-birnen-vergleich?

Sati hat gesagt…

Kann sein. Wäre dann aber beides noch Obst - hier: Gift. Will sagen - die Vergiftung zeigt sich eben auf allen Ebenen. Zunächst findet sie im Geist statt - sonst gäbe es in der Materie keine pestizidverseuchten Früchte und Gemüse. Und keine Besprühung aus Flugzeugen - die auch auf alle "Bio-Felder" fällt.
Wäre der Geist gesund und nicht vergiftet - sähe Vieles anders aus.